Susanne Breit-Keßler über Schwergewichte in der Küche

Tor im Mörser
Susanne Breit-Keßler Mörser

Susanne Breit-Keßler

Ein kapitales Stück: Mit diesem Mörser lassen sich sogar Einbrecher vertreiben

Susanne Breit-Keßler Mörser

Es gibt Geräte, mit denen kriegt man alle klein

„Wenn du den Toren im Mörser zerstießest mit dem Stampfer wie Grütze, so ließe doch seine Torheit nicht von ihm“ (Sprüche 27,22). Das ist doch mal wieder ein knackiges Bibelwort. Ich komme mir selber auch nicht immer sonderlich schlau vor. Deswegen liebe ich so herzhafte Bibelsprüche. Sie salbadern nicht herum, beschönigen nichts, sondern konfrontieren einen hübsch kräftig mit sich selbst. Wobei ich hoffe, dass ich, wenn ich schon gelegentlich eine Törin bin, eben doch dazulerne …

Von meinem Mann habe ich mir einen Mörser gewünscht. Einen richtig tollen. Wer weiß, was ich mir damit mitteilen wollte. Keine Ahnung. Ich habe ihn jedenfalls bekommen. Grandios. Elf Zentimeter hoch, 15 im Durchmesser. Aus wunderschönem Granit. Von einer englischen Firma – wo ich doch, Brexit hin oder her, so anglophil bin. Der Mann liebt mich, ich weiß es ganz genau! Wochenlang habe ich den Karton als Dekoration stehen lassen. „Cole and Mason“: Wie cool ist das denn!

Gefahr für Einbrecher

Mörser kennt die Menschheit seit Jahrtausenden. Farbe hat man damit hergestellt oder Medizin und vor allem  Lebensmittel zerkleinert. Mörser aus Stein wie der meine sind echte Werkzeuge. Nicht ganz ungefährlich übrigens. Wenn mir die fast vier Kilo auf den Fuß fallen sollten ... Wie Grütze! Die Bibel hat auch hier recht. Falls ein Einbrecher sich naht, könnte ich Stößelwerfen üben. Andererseits habe ich bei solchen Sportarten regelmäßig versagt. Aber zur Abschreckung ist der Mörser nicht übel.

Nein, ich mag niemand verletzen. Ich breche höchstens beim Zermahlen Samen und Gewürze auf. Sie entfalten so das stärkste Aroma. Sesammarinade, Bärlauchpesto, Tomatenbutter, Rosenöl für die Haut ... Ich freue mich auch richtig auf das erste Curry, das ich selber mache. Aber viel wichtiger wird es sein, diese Gewürze zu verwenden: Basilikum, Ingwer, Knoblauch, Kurkuma, Origano, Rosmarin, Safran, Salbei, Thymian und Zimt. Sie alle sorgen dafür, dass das Gehirn fit bleibt. Das erspart mir, ein Dummkopf zu werden, bei dem noch nicht mal der Mörser hilft.

Vom Blog zum Buch:
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Über diesen Blog

Essen und Trinken hält Leib und ­Seele zusammen. Und darüber Neues zu lesen, macht den Geist fit. Susanne Breit-Keßler wünscht Guten Appetit!

Susanne Breit-Keßler
Susanne Breit-Keßler war bis 2019 Regionalbischöfin des evangelischen Kirchenkreises München-Oberbayern. Sie war Sprecherin vom "Das Wort zum Sonntag" und regelmäßige chrismon- Autorin. Außerdem ist sie Vorsitzende des Kuratoriums "7 Wochen Ohne" und Mitglied im Aufsichtsrat des GEP, dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, in dem auch chrismon erscheint.

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