Susanne Breit-Keßler über Bienen und Blumen in der kalten Jahreszeit

Susanne Breit-Keßler über Bienen und Blumen in der kalten Jahreszeit
Bienenparadies im Winter
Eine Christrose im Winter ist Bienenfutter

privat

Eine Christrose im Winter ist Bienenfutter

Christrose

Es ist wieder mal ein ekelhafter, nass-kalter und an manchen Tagen viel zu warmer Winter. Kein Schnee. Die Leute ringsumher sind erkältet. Ich trinke  Tee mit Honig, nicht nur, weil das gesund ist. Ich kann mir einen Morgen ohne grünen Tee, Honig und Zitrone definitiv nicht vorstellen. Der Tee kommt fair gehandelt aus Sri Lanka, die Zitronen sind Bio und der Honig stammt aus Niederbayern.

Mein Lieblingsimker beliefert mich etwa dreimal im Jahr. Er ist ein Fan und Förderer von Nachhaltigkeit. Seine Bienen sind für die Landwirtschaft und damit für uns alle eines der wichtigsten Nutztiere überhaupt. Und sie sind sensibel. Wenn man sie nicht gut behandelt, werden sie krank und sterben. Pflanzen, die mit Insektiziden behandelt wurden, locken Bienen an. Haben sie von dem vergifteten Zeug genascht, wird ihr Nervensystem angegriffen.

Auch Steinwüsten, Monokulturen und niedergemähte Wiesen vertreiben die Bienen

Dadurch können sie nicht mehr gut dazulernen und ihre Orientierungsfähigkeit wird schwächer. Auch Steinwüsten, Monokulturen und niedergemähte Wiesen vertreiben die Bienen. Sie finden nichts mehr zum Sammeln. Dann gibt‘s da noch Milben, Käfer und bestimmte Hornissen, die es auf die summenden Majas abgesehen haben. Nicht mit mir. Ich habe meinen  Balkon bienenfreundlich und -sicher bepflanzt.

Jetzt, in der blütenarmen Zeit, erfreue ich meine kleinen Gäste mit prächtigen Christrosen. Nur Vorsicht: Die geschützte Pflanze ist für Menschen giftig. Nicht dran rumknabbern, auch wenn sie als Heilpflanze gilt. Die Bienen allerdings kennen sich aus. Sie sammeln und summen direkt neben mir, was das Zeug hält. Vielleicht sehen sie mein sonniges Strahlen. Merken, dass ich ihre Freundin bin. Und ach ja, ihr Honig ...

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Über diesen Blog

Essen und Trinken hält Leib und ­Seele zusammen. Und darüber Neues zu lesen, macht den Geist fit. Susanne Breit-Keßler wünscht Guten Appetit!

Susanne Breit-Keßler
Susanne Breit-Keßler ist Autorin der Webkolumne "Mahlzeit". Viele Jahre schrieb sie die Kolumne "Im Vertrauen" für chrismon. Bis 2019 war sie Regionalbischöfin des evangelischen Kirchenkreises München-Oberbayern. Ihre journalistische Ausbildung absolvierte sie bei der Süddeutschen Zeitung und beim Bayerischen Rundfunk. Mehrere Jahre sprach sie "Das Wort zum Sonntag" in der ARD. Sie war bereits Autorin des chrismon-Vorläufers "Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt". Susanne Breit-Keßler ist zudem Vorsitzende des Kuratoriums "7 Wochen Ohne" und Mitglied im Aufsichtsrat des GEP, dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, in dem auch chrismon erscheint.

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Zwei Redaktionen, ein Blog: Dominique Bielmeier arbeitet bei der Sächsischen Zeitung in Dresden. Anne Buhrfeind und Dorothea Heintze bei chrismon in Frankfurt. Nun bloggen sie: Über ihren Redaktions-Austausch, ihr Leben als Ossi im Westen, ihr Leben als Wessi im Osten. Und ihren Alltag, hier wie dort.