Johann Hinrich Claussen über Feuerstürme

Blick in den Himmel
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uli aldag

Ein enger Freund hat mir und anderen in den vergangenen Wochen fast täglich eine Email geschickt. Darin beschrieb er, wie es ihm im Norden Kaliforniens ging, wie nah das Feuer kam, wie groß die Gefahr war und wann sie wieder kleiner wurde, wie schlecht die Luft wurde oder dass es einmal plötzlich einen wundersamen Regen gab und er endlich wieder durchatmen konnte. Dazu schickte er Foto wie das obige.

Vor einer Woche habe ich einen Gast durch das Hamburger Mahnmal St. Nikolai geführt. In der ehemaligen Krypta gibt es eine sehr gute Ausstellung über die Bombardierung Hamburgs im Jahr 1943 und ihren historischen Kontext. Beim Betrachten einiger Fotos und Filmaufnahmen der „Operation Gomorrha“ dachte ich an die Fotos meines Freundes: diesen Blick in den dunkelrotgrauglühenden Himmel.

Natürlich kann man beide Ereignisse nicht in eins setzen, aber wenn es so ist, dass wir in ein Zeitalter der Feuer eintreten, dann lässt es sich nicht vermeiden, sich an die eigene Geschichte zu erinnern oder auch in der Bibel nachzuschlagen:

„Da ließ der HERR Schwefel und Feuer regnen vom Himmel herab und vernichtete die Städte und die ganze Gegend und alle Einwohner der Städte und was auf dem Lande gewachsen war. Und Lots Frau sah hinter sich und ward zur Salzsäule.“

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Auch das Überflüssige ist lebens­notwendig: Der Autor und Theologe Johann Hinrich Claussen reist durch die Weiten von Kunst und Kultur

Johann Hinrich Claussen
Johann Hinrich Claussen ist Kulturbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland. Das heißt, er kümmert sich um das Gespräch zwischen Kirche und Kultur.

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