Johann Hinrich Claussen über den Glauben

Unendliches Vertrauen
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jhc

Ein älterer Kollege war gestorben. Uns hat viel verbunden, ich habe ihm viel zu verdanken. Also ging ich zum Trauergottesdienst. In der Predigt sprach die Pastorin vom Verstorbenen so, dass ich ihn noch einmal anders kennenlernte. Dann berichtete sie von der letzten Email, die er ihr kurz vor seinem nahenden Tod geschickt hatte. Darin hatte er geschrieben:

„Neulich habe ich geträumt, ich würde gefragt, ob ich an Gott glaube. Ich habe – im Traum – geantwortet: Ich habe ein unendliches Vertrauen, das alles andere Vertrauen einschließt. Ich finde das sehr, sehr tröstlich und gehe meinen Weg getrost.“

Diese drei Sätze sind mir lange nachgegangen und werden mich weiter begleiten. Es ist ja gerade für uns Pastoren nicht so einfach, über unseren Glauben offen und ehrlich zu sprechen. Wie viele Fragen und Zweifel haben wir doch selbst. Es ist daher kein Zufall, dass dem sterbenden Kollegen die Gretchenfrage in einem Traum gestellt wurde und er träumend einen Glauben bekannte, der ohne Bilder auskommen muss und ihm dennoch auf seinem Weg aus dem Leben eine Hilfe ist.

P.S.: Noch etwas ganz anderes, nämlich ein Hinweis auf eine besondere Veranstaltung, die sich der ziemlich wichtigen Frage widmet, wie wir zu einer besseren Kommunikation im Internet finden können. Wer sich dafür interessiert und am 10. Dezember in Berlin ist, klicke hier.

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Auch das Überflüssige ist lebens­notwendig: Der Autor und Theologe Johann Hinrich Claussen reist durch die Weiten von Kunst und Kultur

Johann Hinrich Claussen
Johann Hinrich Claussen ist Kulturbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland. Das heißt, er kümmert sich um das Gespräch zwischen Kirche und Kultur.

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