Johann Hinrich Claussen über das Predigen

Johann Hinrich Claussen über das Predigen
Eine Predigt, die man lesen sollte
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Foto: privat

Nach den Weihnachtstagen wurde in alten und neuen Medien heftig darüber diskutiert, ob Predigten politisch sein sollten oder nicht. Ich erlaube mir, mich für diese Frage nicht zu interessieren.

Über Predigten sollte man weniger debattieren, lesen oder schreiben, sondern sie selbst hören, gemeinsam mit anderen, in einem Kirchraum, in einem Gottesdienst. Sie sind lebendiges Wort oder nichts. Deshalb vermeide ich es, Predigten zu lesen.

Aber dann muss es einmal doch sein. Vor kurzem wurde ich auf eine Predigt aufmerksam gemacht, die vor zwei Monaten im sächsischen Sebnitz gehalten wurde. Sie war so bemerkenswert, dass die regionale Kirchenzeitung sie abdruckte. Das brachte dem Prediger Wäschekörbe mit Post ein. Sie wurde auch über das Internet verbreitet und fand dort noch mehr Leser.

Am 12. November trat Roland Herrig vor seine Gemeinde und teilte ihr mit, dass er an Bauchspeichelkrebs erkrankt ist. Danach legte er eine Geschichte aus dem Neuen Testament aus: Jesus vertreibt einen Dämonen. Mehr will ich dazu gar nicht sagen, sondern nur empfehlen, diese Predigt selbst zu lesen.

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Auch das Überflüssige ist lebens­notwendig: Der Autor und Theologe Johann Hinrich Claussen reist durch die Weiten von Kunst und Kultur

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Johann Hinrich Claussen ist Kulturbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland. Das heißt, er kümmert sich um das Gespräch zwischen Kirche und Kultur.

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