Susanne Breit-Keßler über Schweden gegen England

Susanne Breit-Keßler über Schweden gegen England
Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre ....
Ein Wegweiser in alle Richtungen

Foto: Susanne Breit-Keßler

Dafür oder dagegen?

Eigentlich hatte ich gedacht, mir irgendwelche Meditationsübungen schenken zu können. Die ich sonst auch nicht mache. La Mannschaft ist ausgeschieden, ich muss mich nicht mehr über deutsche Spiele aufregen und brauche folglich auch nicht zu meditieren, um wieder runterzukommen. Ja, ich weiß, Meditation ist auch sonst, überhaupt und für anderes gut. Ich meinte also, einfach so ruhig bleiben zu können. 

Jetzt habe ich ein Problem. Schweden gegen England. Gerade eben war eine kirchliche Delegation aus Schweden bei mir zu Besuch. Tolle Leute. Fromm, so wie ich mir das vorstelle: Lebensnah und -froh, jederzeit einem Späßchen  zugeneigt, als Lutheraner geistlich ordentlich geerdet und richtige Fußballfans. Hej! Demnächst treffe ich mich mit meinen Freunden, den Anglikanern aus England. 

Löwe oder Lokomotive?

Was soll ich sagen? Echte Weltkinder, der Humor schwarz und very british, theologisch voll auf der Höhe und richtige Fußballfans. Hello again!  Das wird schwierig. Einer bleibt, der andere fliegt raus. „The winner takes it all“ singen die schwedischen Abba auf Englisch. Hilft jetzt auch nix. Wen soll ich anfeuern? „Hurricane“ Harry Kane von den „Three Lions“? Oder Leipzigs Lokomotive Emil Forsberg?

Ich bin seit Jugend an anglophil. Die Musik, die Literatur, die Sprache... Und wer jetzt mit dem angeblich schlechten englischen Essen kommt: Gäääähn! Längst Vergangenheit. Aber Schweden! Die Musik, die Literatur, die Sprache... Das Essen! Und Kronprinzessin Viktoria, für die ich heimlich schwärme - deutlich mehr jedenfalls als für Kate und Meghan, die beiden zielstrebigen Damen  aus dem englischen Königshaus.  

Schweden gegen England. Für wen soll ich mich entscheiden... Ich werde meditieren.

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Über diesen Blog

Fußball ist ihr Leben - sagt Regionalbischöfin und Schiedsrichtertochter Susanne Breit-Keßler. Und da der Ball rund ist und das zugehörige Spiel mindestens die wichtigste Nebensache der Welt, schreibt sie - wie bereits bei der EM 2016 - auf, was sie während der WM in Russland bewegt

Susanne Breit-Keßler
Susanne Breit-Keßler schrieb viele Jahre die Kolumne "Im Vertrauen" für chrismon und betreibt aktuell das "Blog "Mahlzeit!" auf chrismon.de. Seit 2000 ist sie Regionalbischöfin des evangelischen Kirchenkreises München-Oberbayern und seit 2003 Ständige Vertreterin des bayerischen Landesbischofs. Ihre journalistische Ausbildung absolvierte sie bei der Süddeutschen Zeitung und beim Bayerischen Rundfunk. Mehrere Jahre sprach sie "Das Wort zum Sonntag" in der ARD und war bereits Autorin des chrismon-Vorläufers "Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt". Was nicht alle wissen: Sie ist ein glühender Fußballfan und richtet ihren Terminkalender durchaus nach wichtigen Spielen aus.

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