Susanne Breit-Keßler über die richtige WM-Ausstattung

Susanne Breit-Keßler über die richtige WM-Ausstattung
Must-Haves
Plüschtier und zwei Plastikschiedsrichter in Schwarz-Rot-Gold und Weiß

Foto: Susanne Breit-Keßler

Gut ausgerüstet in die WM starten!

Es geht nicht um Zickenkrieg. Ich trage gerne High Heels, ziehe mich schick an und lege Make Up auf. Aber nicht im Fußballstadion! Ich stelle mich auch nicht vor Sitzplätze, simse während des Spiels meiner Freundin und mache Selfies. Geht gar nicht. Aber: Die WM ist ein einsamer Höhepunkt für Frauen, die nichts, aber auch gar nichts von Fußball kapieren. Die irgendwie dabei sein wollen, weil dabei sein alles ist. Vielleicht kriegt man ja einen Fußballspieler ab?

Und diese Mädels kaufen sich die "Must Haves" dieses Sommers. Dazu gehören diverse überlebensnotwendige "pieces": Shirts, Sneakers, Sandalen und sexy Trikotkleider mit schwarz-rot-goldenen Glitzerblenden. Glitzer! Goldener Eyeliner, rote Lippenstifte, schwarzer Nagellack. Style - und Konsumterror pur. Leute, das geht nicht. Ich produziere mich jetzt mal als "Influencerin".

Was es wirklich braucht

Denn es muss klar sein, was es wirklich braucht: Eine große Fahne, um sich gegebenenfalls darin einzuwickeln. Kann auch als Rock dienen. Man braucht Fahnen fürs Auto. (Über Fahnen schreibe ich ein andermal noch!) Stifte in Nationalfarben, um sich das Gesicht anzumalen. Eine entsprechende farbige Halskette. Einen Bär zum Aufziehen, der "Olé olé olé" singt. Zwei ebenfalls aufziehbare Schiedsrichter, die über den Esstisch laufen können. Man sieht, ich muss mir keinen Mann mehr angeln. Ich hab‘ einen. Kein Fußballer. Viel besser: Einer, der eine Frau wie mich aushält.

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Über diesen Blog

Fußball ist ihr Leben - sagt Regionalbischöfin und Schiedsrichtertochter Susanne Breit-Keßler. Und da der Ball rund ist und das zugehörige Spiel mindestens die wichtigste Nebensache der Welt, schreibt sie - wie bereits bei der EM 2016 - auf, was sie während der WM in Russland bewegt

Susanne Breit-Keßler
Susanne Breit-Keßler schrieb viele Jahre die Kolumne "Im Vertrauen" für chrismon und betreibt aktuell das "Blog "Mahlzeit!" auf chrismon.de. Seit 2000 ist sie Regionalbischöfin des evangelischen Kirchenkreises München-Oberbayern und seit 2003 Ständige Vertreterin des bayerischen Landesbischofs. Ihre journalistische Ausbildung absolvierte sie bei der Süddeutschen Zeitung und beim Bayerischen Rundfunk. Mehrere Jahre sprach sie "Das Wort zum Sonntag" in der ARD und war bereits Autorin des chrismon-Vorläufers "Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt". Was nicht alle wissen: Sie ist ein glühender Fußballfan und richtet ihren Terminkalender durchaus nach wichtigen Spielen aus.

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Susanne Breit-Keßler
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Fußball ist ihr Leben - sagt Regionalbischöfin und Schiedsrichtertochter Susanne Breit-Keßler. Und da der Ball rund ist und das zugehörige Spiel mindestens die wichtigste Nebensache der Welt, schreibt sie - wie bereits bei der EM 2016 - auf, was sie während der WM in Russland bewegt