Susanne Breit-Keßler über Daheimgebliebene und Schadenfreude

Susanne Breit-Keßler über Daheimgebliebene und Schadenfreude
Zuhause
Socken in den Nationalfarben Deutschlands und Spaniens

Rolf Vennenbernd dpa/lnw

ILLUSTRATION - Ein junge Frau trägt am 26.06.2012 auf einer Wiese in Köln Socken in den Deutschlandfarben und in den Farben von Italien. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trifft am Donnerstag (28.06.2012) bei der EM auf Italien. Foto: Rolf Vennenbernd dpa/lnw +++(c) dpa - Bildfunk+++

Stichwörter:Fußball EM Euro2012 Italien Deutschland

Nach Hause gehen ist etwas Schönes. Auch zuhause bleiben. Aber nicht beim Fußball. „Ihr müsst nach Hause gehen“, das wird gerne spöttisch-triumphierend gesungen, wenn die gegnerische Mannschaft final unterliegt. Und wer wie die Teams Italiens und der Niederlande überhaupt nicht antreten darf, weil er sich nicht mal qualifiziert hat für die WM, der hat es doppelt schwer.

„Wie lange ist es bis zur Weltmeisterschaft?“ wurde kürzlich gefragt. „Noch vier Tage. Nur in Holland und Italien gilt eine andere Zeitzone: Noch vier Tage und vier Jahre.“ Sehr gemein. Und ein bisschen lustig. Ich habe allerdings den Verdacht, dass der liebe Gott Schadenfreude nicht leiden kann. Und dieser Verdacht, kombiniert mit dem Hinweis eines Freundes, dass der liebe Gott „kleine Sünden gleich straft“, macht mich sehr vorsichtig.

Möglicherweise mag "er" auch Gouda und Spaghetti

Wenn ich über die nördlichen und südlichen Nachbarn und ihr fußballerisches Versagen lästere, lässt der Herr vielleicht unsere Jungs auch straucheln. Er liebt bekanntlich ausnahmslos alle Menschen und ganz besonders die Schwachen. Also Italiener und Niederländer. Möglicherweise mag er auch Gouda und Spaghetti. Man sollte ihn besser nicht herausfordern. Das machen wir mal lieber nur mit den anderen Mannschaften.

Neue Lesermeinung schreiben

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank! Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • wir beleidigen oder diskriminieren niemanden
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.

Über diesen Blog

Fußball ist ihr Leben - sagt Regionalbischöfin und Schiedsrichtertochter Susanne Breit-Keßler. Und da der Ball rund ist und das zugehörige Spiel mindestens die wichtigste Nebensache der Welt, schreibt sie - wie bereits bei der EM 2016 - auf, was sie während der WM in Russland bewegt

Susanne Breit-Keßler
Susanne Breit-Keßler schrieb viele Jahre die Kolumne "Im Vertrauen" für chrismon und betreibt aktuell das "Blog "Mahlzeit!" auf chrismon.de. Seit 2000 ist sie Regionalbischöfin des evangelischen Kirchenkreises München-Oberbayern und seit 2003 Ständige Vertreterin des bayerischen Landesbischofs. Ihre journalistische Ausbildung absolvierte sie bei der Süddeutschen Zeitung und beim Bayerischen Rundfunk. Mehrere Jahre sprach sie "Das Wort zum Sonntag" in der ARD und war bereits Autorin des chrismon-Vorläufers "Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt". Was nicht alle wissen: Sie ist ein glühender Fußballfan und richtet ihren Terminkalender durchaus nach wichtigen Spielen aus.

Blogs

Text:
Susanne Breit-Keßler
35 Beiträge

Essen und Trinken hält Leib und ­Seele zusammen. Und darüber Neues zu lesen, macht den Geist fit. Susanne Breit-Keßler wünscht Guten Appetit!

Text:
Claudius Grigat
16 Beiträge

Schön bunt ist das Familienleben, manchmal auch zu bunt. Geschichten aus dem turbulenten Alltag von Claudius Grigat

Text:
Johann Hinrich Claussen
50 Beiträge

Auch das Überflüssige ist lebens­notwendig: Der Autor und Theologe Johann Hinrich Claussen reist durch die Weiten von Kunst und Kultur

Text:
Ursula Ott
8 Beiträge

Seit Chefredakteurin Ursula Ott Print und Online managt, versucht sie sich als interkulturelle Dolmetscherin

Text:
Franz Alt
10 Beiträge

„Lust auf Zukunft“ will unser Kolumnist Franz Alt vermitteln. Ob Energie, Politik, Gesellschaft, Familie oder Umwelt - überall ist der Wandel möglich und durch den Wandel eine bessere Welt für uns alle

Text:
Susanne Breit-Keßler
4 Beiträge

Fußball ist ihr Leben - sagt Regionalbischöfin und Schiedsrichtertochter Susanne Breit-Keßler. Und da der Ball rund ist und das zugehörige Spiel mindestens die wichtigste Nebensache der Welt, schreibt sie - wie bereits bei der EM 2016 - auf, was sie während der WM in Russland bewegt