Vorurteile gegen Flüchtlinge

Weiß man denn, ob die gesund sind?
Deutschland pflegt ja eine herzliche Willkommenskultur. Aber für manche Diskussionen mit Mitbürgern muss man sich wappnen . . .
Die Theologin Susanne Breit-Keßler

Monika Höfler

Bald gibt’s hier Bürgerkrieg! – Solche Sprüche darf man nicht ­einfach stehen lassen, sagt die Theologin Susanne Breit-Keßler

Neulich, unter Bekannten. „Ich habe nichts gegen Flüchtlinge“, sagt einer. „Aber es ist blöd, dass die Turnhalle für den Schulsport unserer Kinder nicht mehr zur Verfügung steht.“ Schnell kommt Zustimmung – die der besonderen Art: „Die sind übrigens alle aus Nigeria. Weiß man, ob die wirklich gesund sind? Da gab’s doch mal Ebola . . .“ Ein Dritter gibt sich ebenfalls besorgt: „Sind unsere Mädchen eigentlich sicher? Diese vielen jungen ­Männer . . .“ Deutschland pflegt eine herzliche Willkommenskultur. Aber mancherorts gibt es Diskussionen, die Beziehungen gefährden können. Denn wer sich auskennt mit Asylsuchenden und Flüchtlingen, kann solche Sätze nicht verkraften. Besonders nicht, wenn sie von Menschen kommen, die man mag.

Nicht emotional reagieren oder patzig werden: Das rät Susanne Breit-Keßler denen, die mit Ressentiments gegenüber Flüchtlingen konfrontiert werden.

Es ist schwer auszuhalten, wenn ein freundlicher Nachbar mitteilt, dass es in vier Jahren Bürgerkrieg wegen der Flüchtlinge geben werde. So stehe es in der Zeitung. Die Versuchung ist groß, darauf mit einem vernichtenden verbalen Schlag zu antworten oder den Kontakt abzubrechen. Aber damit ist nichts gewonnen. Man muss mit diesen Leuten reden. Zum einen, weil sie sonst unbeirrt weitertragen, was einem friedlichen Miteinander in der Gesellschaft schadet. Die Sache mit dem Bürgerkrieg etwa, die derzeit die Runde macht, oder Hinweise auf vermeintliche Krankheiten und Kriminalität unter denen, die aus Kriegsgebieten zu uns kommen. 

Ich selber suche auch deswegen nach guten Argumenten, weil ich nicht mehr unbeschwert mit dem anderen umgehen kann, wenn ich dauernd daran denke, was dieser von mir ge­achtete und gemochte Mensch im Kopf hat. Ich muss widersprechen! Im Fall des angekündigten Bürgerkrieges hat es übrigens ausgereicht, auf die Quelle zu verweisen: ein östlicher AfD-Landtagsabgeordneter und diverse Neonazischriften, die solche rechtsradikalen Gedanken seit geraumer Zeit verbreiten. Information hilft. Auch auf die Frage, ob die denn gesund seien, gibt es eine Antwort. Ja, jeder Flüchtling muss bei der Ankunft eine medzinische Untersuchung durchlaufen. Fragen sind okay – aber ernsthaftes Interesse an den Antworten wäre auch gut.

Falsch! Kann ich ihnen entgegenschmettern

In anderen Fällen, wenn es um neue Kindergartenplätze oder Schulklassen geht, die wir brauchen, überlege ich mir, was nach der selbstverständlichen Hilfe für Flüchtlinge der plausible ­Nutzen für die Gesellschaft und den Einzelnen sein könnte: ein vielfältiges Land, neue, bereichernde An- und Einsichten, mehr Arbeitskräfte, vielleicht sichere Renten . . . Ich lese fleißig Studien und Statistiken und merke: Die Anfechtung, die fremdenfeindliche oder distanzierende Äußerungen darstellen, bringt mich geistig voran. Ich weiß mehr als vorher und werde mit jeder Diskussion sicherer. Mit Zahlen etwa kann ich die widerlegen, die behaupten, unsere Sozialkassen würden ausgeraubt. 

Falsch! Kann ich ihnen entgegenschmettern. Menschen ­ohne deutschen Pass, die bei uns arbeiten, spülen mehr hinein in ­diese Kassen, als sie jemals herausholen. Zuwanderung entlastet den Steuerzahler. Ha! Kampfeslustig bin ich auch, wenn jemand das weltweite Elend gelangweilt von sich fernhält – oder sich zynisch auslässt über die „Gutmenschen“, die Deutschunterricht geben oder spenden wollen. Auch dann erzähle ich, was ich an Beispielen kenne. Und tröste mich notfalls mit einem bib­lischen Wort, wonach Gott diejenigen, die bloß lau sind und ­weder warm noch kalt, ausspeit aus seinem Mund. Das sind doch gute Nachrichten für die mitmenschlich Begeisterten . . .

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Lesermeinungen

Ich bin dankbar für die Worte von Frau Breit-Keßler.
Bei allem Respekt vor den Sorgen und Ängsten angesichts der hohen Anzahl von Flüchtlingen, die - auf der Suche nach Frieden- zu uns kommen: Wovor haben wir Angst? Sind es wirklich Ängste vor einem schleichenden Islamismus? Sind es Ängste vor Verlust der deutschen Kultur, gar vor "Überfremdung"? Mich beschleicht immer mehr das Gefühl, dass die Diskussionen oftmals unter diesen Deckmänteln geführt wird; die wahre Angst aber vielmehr davor besteht, die über Jahre liebgewonnene Wohlfühl- und Komfortzone möglicherweise ein wenig verlassen zu müssen besteht.Und DAS macht mir Angst. Hier findet sich der Nährboden für rechtes Gedankengut. Ich entstamme dem konservativ-christlichen Lager. Auch ich mache mir Gedanken über die Zukunft unseres Landes und unserer Gesellschaft. Aber ich lasse mich bei der Flüchtlingsfrage von dem zentralen christlichen Wert leiten, der da heißt Nächstenliebe. Auch auf die Gefahr hin, etwas von meinem bisherigen bequemen Leben aufgeben zu müssen.

Michael Börm schrieb am 14. November 2015 um 10:02: "die über Jahre liebgewonnene Wohlfühl- und Komfortzone möglicherweise ein wenig verlassen zu müssen". Habe ich Sie richtig verstanden, lieber Herr Börm? Der normalverdienende Deutsche lebt seit Jahren in einer Wohlfühl- und Komfortzone. Jetzt hat die Bundesregierung beschlossen, nicht alle Flüchtlinge wieder heimzuschicken, sondern auch welche dazulassen. Was hat das mit der angesprochenen Zone mit ihren Wohlfühlmieterhöhungen, ihrer Komfortsicherheit am Arbeitsplatz und ihren beruhigenden Rentenregelungen zu tun? Laut Beitrag von Frau Dr. Breit-Keßler vom 14. November 2015 um 7:57 "ich beziehe mich auf die bekannte Bertelsmann-Studie und die jüngsten Aussagen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung." ist sowieso die Fortsetzung des bekannten Wohlfühllebens angesagt. Sie sehen eher die Notwendigkeit, dass die etwas verwöhnten Lokführer, Kindergärtnerinnen und Verkäuferinnen ruhig den Gürtel etwas enger schnallen sollten, selbstverständlich wegen der Flüchtlinge.
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Sowohl die Botschaft der Frau Regionalbischöfin "Es bleibt alles gut" wie auch Ihr Aufruf, um Christi Willen mal nicht so anspruchsvoll zu sein, verstehen sich beide allen Ernstes als Argumente gegen die faschistische Behauptung, die täglichen Drangsale eines gewöhnlichen Zeitgenossen und deren Verschärfungen seien den Arbeits- und (Bürger)Kriegsmigranten zuzuschreiben. Habe ich das soweit richtig verstanden?

Ich habe immer wieder die letzten Wochen und Monate gerne die Gottesdienste von Frau Breit-Keßler im Bayerischen Rundfunk sonntagvormittags mir angehört und davon oft viel mitgenommen. Aber dieser Artikel im Magazin Chrismon 11/2015 hat mich unendlich enttäuscht und traurig gemacht. Alles, was Frau Breit-Keßler in ihren Predigten gesagt hat, wird hier auf den Kopf gestellt. Es ist wohl eine Selbstverständlichkeit, dass man in diesem Land auch Kritik an einer falschen Politik üben kann, ohne dass man, wie es Frau Breit-Keßler tut, von ihr massiv ausgegrenzt wird. Ja, ich bin einer von den "Lauen", die trotzdem ein sehr gutes Gewissen haben, auch wenn sie sich nicht für Flüchtlinge engagieren und die Politik von Frau Merkel für falsch halten, weil sie zu einer totalen Überforderung Deutschlands und zu einer schleichenden Islamisierung Deutschlands führen werden. Diese Kritik muss Frau Breit-Keßler aushalten! Ob Gott mich wegen meiner kritischen Haltung dann ausspeit, wage ich doch sehr zu bezweifeln- im Neuen Testament steht diesbezüglich etwas ganz anderes!!! Frau Breit-Keßler sollte wieder mal im Neuen Testament nachlesen!!!

Burkhardt Schneider

Lieber Herr Schneider, erstmal Danke für Ihre freundlichen Worte zu meinen Predigten. Das freut mich sehr. Und selbstverständlich kann man eine bestimmte Politik für falsch halten - ich wende mich allein gegen die Hetze, die Unfrieden in unser Land bringt. Ihre Kritik kann und will ich gerne aushalten.

Beim Lesen des Textes war ich zunehmend irritiert von der sich darin ausdrückenden Herablassung gegenüber Menschen, die naheliegende Fragen hinsichtlich der Flüchtlinge - wie z.B. nach deren Gesundheitszustand - stellen. Warum wohl werden bei Reisen in die entsprechenden Herkunftsländer Impfungen gegen diverse Krankheiten empfohlen ?
Der Schluß Ihres Textes macht mich geradezu fassungslos: ein Menschen ausspeiender Gott ist Ihnen Tröstung und gute Nachricht für mitmenschlich Begeisterte. Wenn Sie das wirklich meinen, dann sollten Sie Ihr Menschen- und Gottesbild auf unbewusste aggressive Motive Ihrerseits hin überprüfen. Mein Gott jedenfalls verlässt die Herde für ein verirrtes Schaf und warnt davor, andere zu richten.
Ich wünsche Ihnen von Herzen bereichernde Einsichten in puncto "Lieben lernen".

Liebe Frau Reimer-Barth, das Zitat steht eben auch in der Bibel - und für mich ist es nicht aggressiv, sondern weckt die Leidenschaft, sich für das Gute einzusetzen, statt in einer desinteressierten Haltung zu verharren. Und Position zu beziehen kann eben auch mal bedeuten, sich in die Nesseln zu setzen... Der liebende Gott ist nicht betulich, er konfrontiert auch.
Was Ihre Besorgnis zur Gesundheit der Flüchtlinge anbelangt: Natürlich kann und muss man fragen, wie es damit bestellt ist. Deswegen gibt es die Untersuchungen bei Ankunft - und es ist, da sind wir gewiss einig, dringend notwendig, dafür Sorgen zu tragen, dass sie auch wirklich statt finden.

So, so, liebe Frau Breit-Keßler, Sie wollen uns also weismachen, dass die aktuelle Welle von Flüchtlinge/Migranten Geld in die Sozialkassen spült. Sie setzen damit voraus, dass die Million, die dieses Jahr gekommen ist - ein Million Menschen ohne Deutschkenntnisse, größtenteils ohne irgendwelche hier verwendbaren Kenntnisse und z.T. Analphabeten - alle sofort hier gut bezahlte Arbeit finden. Denn nur dann geht Ihre Rechnung auf. Ich glaube schon an Wunder. Aber an solche Wunder dann doch nicht. Bitte liebe Frau Breit-Keßler, verkaufen Sie uns nicht für dumm. Die Flüchtlinge/Migranten dieses und der folgenden Jahre werden uns sehr viel Geld kosten. Sagen Sie es bitte, wie es ist.

Karin Düssen, Bonn

Liebe Frau Düssen, ich beziehe mich auf die bekannte Bertelsmann-Studie und die jüngsten Aussagen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Allerdings ist es richtig, dass bei dem neuen Schwung von Flüchtlingen viele dabei sind, die erst einmal eine gute Ausbildung brauchen - dann aber werden sie einen Beruf ergreifen und ihre Fähigkeiten in die Geselllschaft einbringen können. Das dauert natürlich. Aber es ist aller Mühen wert,

Karin Düssen (Leserbrief) schrieb am 10. November 2015 um 17:55: "Die Flüchtlinge/Migranten dieses und der folgenden Jahre werden uns sehr viel Geld kosten." Ich habe gleich erschrocken meine Kontoauszüge durchgesehen und in meinem Geldbeutel nachgezählt. Es fehlt kein Cent! Das wird auch in den folgenden Jahren so sein.
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Zitat: "verkaufen Sie uns nicht für dumm" Hervorragende Aufforderung! Eine der beliebtesten Methoden, andere für dumm zu verkaufen, geht so: Was auch immer der Staat macht, berührt den Staatshaushalt oder die vom Staat eingerichteten Zwangskassen, die sogenannten Sozialkassen. Das gilt, ganz gleich, ob der Staat den nächsten Krieg vorbereitet, den Unternehmern zum Exportweltmeistertum verhelfen oder das silberschwanzöhrige Kleinkrautkaninchen schützen will. Und jedesmal tauchen diejenigen, die gegen diese Politik was haben, aber mit ihrer Ablehnung nicht rausrücken wollen, mit dem Kalauer auf, das würde UNS was kosten. Mich kostet nur das was, was von meinem Geld abgeht. Was der Staat mit dem Geld macht, das er per Steuern oder zwangsweise erhobenen Sozialabgaben einzieht, ist sein Bier und nicht meines. Ich muss blechen und habe keine Verfügungsgewalt mehr darüber. Die Dummverkaufe, Ablehnung politischer Absichten hinter diesem "Was das uns kosten wird" zu verstecken, ist gerade bei den Hetzern gegen Flüchtlinge sehr beliebt.

Hier vergleicht Frau Breit-Keßler offensichtlich nicht nur Äpfel mit Birnen sondern mindestens Äpfel mit Radieschen. Die Migrantenscharen, die in diesem Jahr ins Land strömen, sind in keiner Weise bzgl. Menge und Erwartungshaltung mit den paar Zehntausend, die die letzten Jahre zu uns kamen, vergleichbar. Die Statistiken, die Frau Breit-Keßler bezüglich Integration und Einzahlen in die Sozialkassen heranzieht, bezieht sich auf Migranten, die hier sofort Arbeit finden. Und nicht auf eine Million Menschen, die auf einen Satz kommen, und nach Essen, Wohnung, Sprachkurs usw. schreien. Nur ein winziger Prozentsatz davon hat - und das auch nur langfristig - Aussicht, in den hiesigen Arbeitsmarkt eingegliedert zu werden. Der Großteil wird bis an sein Lebensende von hiesigen Sozialleistungen leben. Sozialleistungen, die wir Steuerzahler bezahlen. Ich bin als eifriger Chrismon-Leser wirklich entsetzt über diese einseitige und auch noch falsche Stimmungsmache, die die Fakten verkennt.

Karsten Schulz, Düsseldorf

"Und tröste mich notfalls mit einem bib­lischen Wort, wonach Gott diejenigen, die bloß lau sind und ­weder warm noch kalt, ausspeit aus seinem Mund. Das sind doch gute Nachrichten für die mitmenschlich Begeisterten . . ."
Damit kann nicht meine Göttin gemeint sein, die mich nach ihren Beispiel schuf. Ich kenne auch niemanden in meinem Freundeskreis der einen solchen Gott bzw. Göttin hat. Wer hat diese Bibel geschrieben, war er gesund?

Damit man mich nicht gleich in die rechte Ecke stellt, wenn ich meinen Unmut über den Text von Frau Breit-Keßler äußere, schicke ich voraus: Ich bin schon lange für Flüchtlinge tätig und bringe  mein Fachwissen als Sprachwissenschaftler ein, indem ich auf meiner Webseite (fremdsprachendidaktik.de) zeige, wie man Deutsch effektiver als bisher unterrichtet. Ich gebe dabei selbst Deutschunterricht und mache auch Behördengänge für Flüchtlinge, wie ja viele andere auch. Dennoch gehöre ich zu den Bedenkenträgern, gegen die die streitbare Theologin am liebsten mit einem „vernichtenden verbalen Schlag“ ausholen möchte. Ja sie möchte ihnen auch „entgegenschmettern“, der Steuerzahler würde im Endeffekt durch Zuwanderung entlastet.  Als Nicht-Fachmann bin ich hier auf die Lektüre der ZEIT angewiesen und habe herausgelesen, dass das sehr kontrovers diskutiert wird. Und dann wird auch noch das Bibelwort von den „Lauen“ zitiert, die Gott „aus seinem Munde ausspeien“ will. Ich glaube nicht, dass man auf diese Art Andersdenkende  beruhigt, geschweige denn für sich gewinnt.

Prof. em. Dr. Wolfgang Butzkamm, Aachen

Weiß die Theologin Frau Breit-Keßler wirklich Bescheid über die Zahlen, oder ist die Wirklichkeit so, wie man sich das wünscht?

Kriminalität: ca. 70% der Gefängnisinsassen sind Ausländer oder haben Migrationshintergrund. Auf Nachfrage an einen  BKA-Mitarbeiter :„ das dürfte das BKA nicht veröffentlichen“, woher wissen sie das?! Es wurde nicht dementiert.

Arbeitslosigkeit : laut IAB sind nach 10 Jahren Asylverweilzeit bei uns immer noch 60% arbeitslos (Zit.Zeit Nr. 44,S.29), das betrifft auch die Sozialkassen!

Ökonomische Bilanz: laut OECD hat die Schweiz ein BIP-Gewinn durch qualifizierte Zuwanderung von 2% (Veröffentlicht kurz vor dem Schweizer Volksentscheid!), die Bundesrepublik einen Verlust von 1,3%, Frankreich von 0,8%.Laut IFO-München entfallen auf einen Deutschen lebenslang ca. 3tsd.Euro Schulden, auf Migranten ca.75tsd.Euro trotz Einzahlungen in die Sozialkassen!

Bei solchen Zahlen sollten wir  gut beraten und gewappnet sein, bevor die Rechten uns diese vor die Nase halten. Leider sind es gerade die besserverdienenden Gutmenschen, die über die Verteilung von knappen und produktiv erarbeiteten Ressourcen locker entscheiden, sie selber tragen zur produktiven Arbeit meist nur sehr nachrangig bei .   Zit. Joh. Rau: Wir können alle nur dann gerne teilen und abgeben, wenn wir im Lande einigermaßen Verteilungsgerechtigkeit haben.

Dr. H. Gerster/ Meckenheim

Ein Wort zurKriminalität: Das Bundeskriminalamt hat in einem ersten Lagebild die Auswirkungen der hohen Flüchtlingzahlen auf das Kriminalitätsaufkommen in Deutschland untersucht. Im Vergleich zur signifikant ansteigenden Zahl von Asylbewerbern haben Straftaten durch Zuwanderer kaum zugenommen, so das Fazit des BKA. Dagegen seien Straftaten gegen Asylbewerber und Asylbewerbereinrichtungen "quantitativ und qualitativ stark angestiegen". Untersuchungszeitraum war Januar bis September 2015.
Der größte Anteil der von Zuwanderern begangenen Straftaten seien Bagatelldelikte: Etwa ein Drittel macht laut BKA Diebstahl aus, ein weiteres Drittel Vermögens- und Fälschungsdelikte, darunter hauptsächlich das Nutzen von öffentlichen Verkehrsmittel ohne Fahrschein.
Gewaltdelikte wie Raub oder Körperverletzung beliefen sich in der Statistik auf 16 Prozent. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung lägen unter einem Prozent.
Mit anderen Worten: Nicht die Flüchtlinge sind überproportional kriminell, sondern die extremistischen und rassistischen Gewalttaten gegen sie nehmen zu.

Wieviele evangelische Christinnen gibt es nochmal, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren? Die Geldmittel, die EKD und Landeskirchen investieren gehen nicht an sie, sondern an professionelle Verlautbarer wie Breit-Keßler.
In den letzten 200 Jahren hat die evangelische Staatskirche in Deutschland noch nie eine adäquate Einschätzung der politischen Lage geleistet, weder im Bismarck-, Hilter-, Honecker- noch Kohl- oder Merkeldeutschland.
Sicher kann es sein, dass es Bürgerkrieg gibt in Deutschland wegen der Einwanderungswelle. 15000-Euro-Gehaltsempfängerinnen triggern das eher, wenn sie hier auf Menschen an der Basis eindreschen.
Wir haben viel zu wenig Dietrich Bonhoeffer-Geist unter den amtierenden evangelischen Kirchenleiterinnen - und wie es tönt noch viel zu viel Müller-Geist.

Hallo Chrismon-Team,

werden Artikel eigentlich nicht redigiert?

Da wird von "Willkommenskultur", "bereichernde An- und Einsichten" im Zusammenhang mit der Flüchtlingsproblematik von einer Theologin, Frau Susanne Breit-Keßler, gesprochen - alles richtig - nur der im letzten Absatz vorgetragene "Trostspruch" ist kaum an "Lauheit" zu übertreffen.

Was für ein Gott muss das sein, der ..."diejenigen, die bloß lau sind und weder warm noch kalt, ausspeit aus seinem Mund." ?

Das Gros der Menschheit ist leider "lau"! Das gilt für die Hautfarbe, die weder schwarz noch weiß ist, die Geschlechter, kurz für alle Lebensbereiche. [...]

Als evangelisches Magazin sollten Sie sich schon vor Halbheiten hüten.

Mit freundlichen Grüßen

Gorch Atzberger, Bad Camberg