Ernährung: Eignen sich Trockenfrüchte als Zuckerersatz?

Trockenobst statt Gummibärchen?
Trockenobst statt Gummibärchen?

Volosina/iStockphoto

Trockenobst statt Gummibärchen?

Wie sinnvoll sind nachhaltige Lebensmittel? Wir schauen genauer hin. Diesmal: Trockenfrüchte als Zuckerersatz.

Langsam drängt sie in unseren Wortschatz: die nicht alkoholische Fettleber – hervorgerufen durch zu viel Zucker. Die Geißel der Wohlstandsgesellschaft! 50 Gramm pro Tag und Erwachsenem wären in Ordnung (16,5 Zuckerwürfel). Der Konsum liegt seit Jahren 30 bis 40 Gramm darüber. Wir essen zu viel davon. Als versteckte Zutat – und weil Süßigkeiten lecker und leicht zu haben sind. Zumindest könnte man sie durch Trockenfrüchte ersetzen. Oder?

Trockenobst ist reich an Ballaststoffen, ­einigen Vitaminen, Antioxidantien, Kalium. Und Zucker. In 200 Gramm frischer Mango stecken neun Zuckerwürfel – getrocknet in derselben Menge: 30. Dazu enthält Trockenobst vorwiegend Fructose – die kann die Leber kaum verarbeiten und lagert sie ein.

Sabine Oberpriller

Sabine Oberpriller ist freie Autorin bei chrismon. Sie studierte Deutsch-Italienische Studien in Regensburg und Triest und absolvierte die Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München. Sie interessiert sich besonders für den Austausch zwischen Kulturen, Fragen der Gleichberechtigung in der Gesellschaft – und für Menschen in besonderen Situationen.
Lena UphoffPortrait Sabine Oberpriller, chrismon Redaktion, Redaktions-Portraits Maerz 2017

Besserer Ersatz ist für die ­"Zuckerfrei"-Bloggerin Angelika Fritz frisches Obst, kombiniert mit Eiweiß und Fett. "Man sollte ehrlich sein", sagt sie. "Trockenobst esse ich nicht, weil ich was Gesundes, sondern weil ich Süßes will." Lieber solle man sich über­legen, ob das aus Gewohnheit, Hunger oder Langeweile geschieht. "So findet sich ein gesünderer Ersatz", sagt Fritz. "Ob Karottensticks, eine feste Mahlzeit oder eine Aktivität."

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Lesermeinungen

Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie zitieren eine Bloggerin zu “Trockenobst statt Gummibärchen”. Ich kann zur Autorin im Internet keine Qualifikation ausfindig machen.
Die Angabe “Trockenobst enthält vorwiegend Fruktose” ist schlichtweg falsch, und es verstecken sich auch weitere Fehler bzw. Halbwahrheiten in diesem Text.
Bitte ziehen Sie fachlich fundierte Quellen für Ihre Recherche heran, z.B.
https://www.ugb.de/lebensmittel-zubereitung/trockenfruechte-runzelige-ex...
https://www.bzfe.de/was-wir-essen-blog/blog-archiv/blog-archiv-2017/juni...
https://www.verbraucherservice-bayern.de/themen/ernaehrung/trockenfruech...

Ich wünsche mir qualifizierte Information in einem evangelischen Magazin – Halbwahrheiten möchte ich hier nicht lesen.
Gerade wir Christen sind der Wahrheit in besonderem Masse verpflichtet.

Ich bin Ernährungswissenschaftlerin und begleite Menschen seit über 30 Jahren bei unterschiedlichsten Erkrankungen bzw. zur Prävention.
Eine seriöse Informationsvermittlung liegt mir sehr am Herzen.
Anbei habe ich einen Leserbrief zur Thematik formuliert.
Mit freundlichen Grüßen
Dipl. oec. troph. Sabine Schulz