Trump besiegt. Joe Biden, und wie es weitergeht

Kaputtes Amerika
Biden wird es schwer haben, das Land wieder zu heilen

Es scheint, als könne Joseph Biden nur verlieren. Er ist der dritte demokratische US-Präsident in Folge, der ein von republikanischen Amtsvorgängern heruntergewirtschaftetes Land übernimmt. Biden muss bundesweit einen Plan zur Bekämpfung von Covid-19 durchsetzen. Er übernimmt einen riesigen Schuldenberg, ein auf Klimaschutz und geregelte Migration schlecht vorbereitetes Land, einen aufgeheizten Rassismus, eine grassierende Verachtung gegenüber demokratisch-rechtsstaatlichen Institutionen. Im pazifischen Raum gestaltet jetzt China den Handel. Der nordkoreanische Diktator konnte vier Jahre unbehelligt Atomraketen bauen. Im Nahen Osten bestimmen Russland und die Türkei. Und die engsten Verbündeten, die Europäer, fragen sich, ob sie sich auf die USA verlassen können.

Burkhard Weitz

Burkhard Weitz ist als chrismon-Redakteur verantwortlich für die Aboausgabe chrismon plus. Er studierte Theologie und Religionswissenschaften in Bielefeld, Hamburg, Amsterdam (Niederlande) und Philadelphia (USA). Er ist ordinierter Pfarrer und Journalist. Über eine freie Mitarbeit kam er zum "Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt" und war seither mehrfach auf Recherchen in den USA, im Nahen Osten und in Westafrika.      
Lena UphoffPortrait Burkhard Weitz, verantwortlicher Redakteur für chrismon plus

Mag sein, dass Biden in vier Jahren wieder ein einigermaßen intaktes Land hinterlässt. Clinton und Obama haben das geschafft. Die US-Wähler:innen dankten es ihnen nicht. Sie haben auch jetzt dem Horror-Clown Trump so viele Stimmen gegeben wie keinem Kandidaten in früheren Wahlen. Die Blaupause für den Erfolg des nächsten Egomanen ist in der Welt. Aber auch die Gewissheit: Er lässt sich besiegen.

Leseempfehlung

Trump kündigt eine reguläre Amtsübergabe an. Will er damit - nach der Erstürmung des Kapitols durch seine Anhänger - wieder mal seinen Kopf aus der Schlinge ziehen? Selbst wenn: Diesmal hat er vermutlich den Bogen überspannt.
Joe Biden hat gewonnen. Wird nun alles gut? Wer das glaubt, verkennt die Ursachen des "Trumpismus" - auch hierzulande
Womöglich eskaliert nach dem 3. November die Gewalt, fürchtet der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm. Auch die Kirchen in den USA sind gespalten
Der US-Präsident managt die Corona-Krise schlecht und tritt christliche Werte mit Füßen. Trotzdem halten viele Evangelikale zu ihm. Dustin Wahl weiß, warum
Bidens Wahlsieg erleichtert Auslandspfarrerin Dorothea Lotze-Kola

Neue Lesermeinung schreiben

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank! Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • wir beleidigen oder diskriminieren niemanden
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.