Antworten zum Quiz über die Frühzeit der Demokraten

Menschen im Vormärz
Bibelquiz

Klaas Neumann

Da waren ganz schön viele Protestanten unterwegs, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Alle vier wurden getauft. Aber einer wurde auch evangelisch erzogen. Wer war's?
A    Carl Maria von Weber
B    Heinrich Heine
C    Felix Mendelssohn Bartholdy
D    Karl Marx

Richtig C: Felix Mendelssohn Bartholdy, geboren 1809, wurde siebenjährig mit seinen Geschwistern getauft und im evangelischen Glauben erzogen. Auch seine Eltern, Abraham und Lea, ließen sich 1822 taufen und wurden Protestanten. Die Eltern des späteren Komponisten Carl Maria von Weber (geboren 1786) verstanden sich dagegen Zeit ihres Lebens als Katholiken. Darauf deutet auch der spätere Namenszusatz "Maria". Als Carl Maria geboren wurde, lebten sie gerade im holsteinischen Eutin, wo man das Kind evangelisch taufen ließ, es war kein katholischer Pfarrer da. Heinrich Heine ließ sich als Erwachsener taufen, Karl Marx, der aus einer Familie mit vielen Rabbinern stammte, wurde mit sechs Jahren getauft. Sein Vater, ein Anwalt, nahm den evangelischen Glauben unfreiwillig an, weil er sonst beruflich benachteiligt worden wäre.

 

Mit wem forderte Georg Büchner 1834: "Friede den Hütten! Krieg den Palästen!"?
A    Mit einem Märchensammler und Germanisten
B    Mit einem Theologen und Demokraten aus Butzbach
C    Mit dem Hamburger Gründer der Inneren Mission
D    Mit einem Elsässer Pastor und Sozialreformer

 

Richtig B: Zusammen mit dem Butzbacher Rektor und Prediger Friedrich Ludwig Weidig verfasste der spätere Dichter Georg Büchner den Hessischen Landboten, eine Flugschrift gegen die "Teufelsobrigkeit", die die arme Landbevölkerung auspresst und nicht demokratisch legitimiert ist. Als Märchensammler und Begründer der Germanistik gelten die Gebrüder Jacob und Wilhelm Grimm. Auch sie lebten in Hessen, hatten aber mit Weidig und Büchner keinen Kontakt. Der Hamburger Gründer der Inneren Mission heißt Johann Hinrich Wichern, und der Elsässer Pastor und Sozialreformer Johann Friedrich Oberlin.

 

Wo tagte 1848 das erste deutsche Parlament?
A    In der Wartburg bei Eisenach
B    Im Kölner Dom
C    In der Frankfurter Paulskirche
D    Im Berliner Reichstag

Richtig C: An der Wartburg feierten 1817 Studenten den 300. Jahrestag der Reformation - sie forderten dabei Deutschlands Einheit und Freiheit. Mit der Vollendung des Kölner Doms wollte der preußische König Friedrich Wilhelm IV. vor allem die Aussöhnung von preußischem Obrigkeitsstaat und katholischer Kirche vorantreiben. Aber ein demokratisch gewähltes Parlament kam in Deutschland erstmals 1848 in Frankfurt am Main zusammen. Nachdem ein Vorparlament seine Arbeit erledigt hatte, zogen im Mai die gewählten Abgeordneten in die vormals protestantische Paulskirche ein. Sie verabschiedeten dort die Verfassung, die viele Jahrzehnte später dem demokratischen Deutschland zum Vorbild diente. Der Berliner Reichstag wurde erst in den 1880ern für das Parlament im Kaiserreich erbaut. In ihm tagt heute der Deutsche Bundestag.

 

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