Klimawandel

Heißzeit statt Permafrost
Waldbrände in Alaska

Peter Essick /Aurora/laif

Forest fire north of Fairbanks, Alaska. (Bildtechnik: sRGB, 58.96 MByte vorhanden)

Das Prinzip Eigennutz führt in die 
Katastrophe. Zeit für mehr Vernunft.

"Nicht vom Wohlwollen des Fleischers, Brauers oder Bäckers erwarten wir unsere Mahlzeit", schrieb 1776 der Moralphilosoph Adam Smith, "sondern von der Bedachtnahme auf das eigene ­Interesse." Der Eigennutz, so Smith, legt den Grundstein für den "Wohlstand der Nationen." Dieses Prinzip kann jetzt die Menschheit in die ­Katastrophe führen. Wir wissen, wer die Tonnen an Kohlendioxid in die Luft bläst, die zur Klimaerwärmung führen: wir Konsumenten. Je wohlhabender, desto mehr. Aber zum Verzicht ist kaum jemand bereit. Die Zahl der Neuzulassungen für die großen Spritschlucker steigt, die Zahl der Flugreisen ebenso. Der Sommer mag noch so heiß sein, die Trockenperiode noch so lang: Das Grillfleisch feiert Hochsaison, die Autobahnen sind verstopft und die Billigflieger ausgebucht.

Burkhard Weitz

Burkhard Weitz ist chrismon-Redakteur und zusammen mit Claudia Keller verantwortlich für die Aboausgabe chrismon plus. Er studierte Theologie und Religionswissenschaften in Bielefeld, Hamburg, Amsterdam (Niederlande) und Philadelphia (USA). Er ist ordinierter Pfarrer und Journalist. Über eine freie Mitarbeit kam er zum "Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt" und war seither mehrfach auf Recherchen in den USA, im Nahen Osten und in Westafrika.      
Lena UphoffPortrait Burkhard Weitz, verantwortlicher Redakteur für chrismon plus

Leider ist es genau das Prinzip Eigennutz, wes­wegen die Politiker radikale Wenden fürchten. Eine Ökowende in der Landwirtschaft würde das Fleisch verteuern, umweltschonende Schiffsantriebe die ­Kosten für Importgüter aus Fernost, eine radikale Energie­wende die Strompreise und die Investitionen beim Hausbau. Statt mit strengen Abgaswerten die Automobil­indus­trie vor sich herzutreiben und das ­öffentliche Verkehrsnetz
attraktiver zu machen, setzen Politiker auf ein "Weiter so" und treffen allenfalls Maßnahmen für die Zeit nach der Erwärmung, bauen Deiche aus, halten Klima­flüchtlinge fern. Und Populisten streiten ab, dass wir überhaupt ein Problem haben.

Es ist auch bequem, die Augen zu verschließen. Schon aus Eigennutz. Seit 1981 ist die monatliche globale Durchschnitts­temperatur um mehr als ein halbes Grad gestiegen. Das von Populisten viel gescholtene Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung warnt vor Dominoeffekten, ausgelöst von einer Klimaerwärmung ab zwei Grad. Vor Effekten, die in eine Heißzeit führen. Wenn nämlich die sibirischen Permafrostböden tauen und ihre Methan­hydrate freigeben, wenn die Meere kippen und die Schneepanzer an den Polen abschmelzen. All das heize das Klima weiter an, so die Potsdamer Forscher. Gerade der Beitrag einer großen Auto- und Industrie­nation wie Deutschland zum Klimaschutz könnte­ ­immens sein. Ideen gibt es viele. Noch fehlt es an 
Mut und Entschlossenheit. Ob sich das ändert, liegt 
an – uns.

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Lesermeinungen

Ich möchte Herrn Weitz für seinen erfreulich klaren Beitrag danken. Es ist immer sehr unbefriedigend, wenn die moralisch anständigen Menschen, zu denen wir alle doch wohl hoffentlich gehören wollen, sich nicht ganz sicher sind, wer die Guten und wer die Bösen sind.

Beim Klima ist das jetzt endlich klargestellt. Die Verbraucher sind die Bösen. Ist ja auch logisch. Würden alle PKW-Fahrer, alle Omnibuslenker und alle Trucker ihre Fahrzeuge einfach stehen lassen, gäbe es keine klimaschädigenden Abgase. Wo soll da noch eine Frage offen sein?

Und warum sind wir Verbraucher so böse? Auch dafür erteilt der Artikel die glasklare Antwort: Der Eigennutz macht uns böse. Auch dem kann wohl nicht widersprochen werden. Würde keiner von uns mehr irgend etwas wollen, wäre das Klima gerettet.

Also, liebe Verbraucher: Tut Buße und schnallt den Gürtel enger! Das ist nicht nur sehr christlich, sondern auch generell sehr gern gesehen. Als starker Anreiz für diese vorbildliche Konsumbeschränkung wirkt die überschaubare Höhe gewöhnlicher Löhne und Gehälter. Das soll auf jeden Fall so bleiben und keinesfalls irgendwelchen Änderungen oder gar radikalen Wenden unterzogen werden.

Wo es Gute und Böse gibt, gibt es auch besonders Böse und weniger Böse. Da gäbe es am ansonsten hervorragenden Artikel vielleicht eine kleine Korrektur anzumelden. Je wohlhabender einer ist, um so mehr Kohlendioxid soll er in die Luft blasen. Beim SUV contra Kleinwagen ist klar: Dicker Geldbeutel = Großes Auto = großer Sünder, Tariflohn = Kleinwagen = kleiner Sünder. Der topmoderne Privatjet eines Wohlhabenden verbraucht jedoch weniger Kerosin als der Billig-Ferienbomber zum Ballermann, den wir Normalos verantwortungslos besteigen, nachdem wir schon vorher durch unsere Fahrt zum Supermarkt im Gebrauchtwagen das Klima übel ruiniert haben.

Als langjährige begeisterte Leserin von chrismon sehe ich jeder Ausgabe mit Vorfreude und hohen Erwartungen entgegen. Werden die wie im vorliegenden Artikel sogar noch übertroffen, drängt es mich zum Ausdruck meiner Begeisterung und Dankbarkeit.

Lisa Müller

Schöne Wünsche haben noch nie ein Problem gelöst. Ob es Gebete getan haben, ist mehr als ungewiss, denn im Krieg wurde viel für den Sieg und die Heimkehr gebetet. Tut Buße, welche? Schnallt den Gürtel enger! Sollen das alle tun oder nur wir, die wir uns moralisch so hoch einordnen? Was wir als hochmoralisch einordnen, gilt in anderen Ländern noch lange nicht so. Wir als die moralischen Wächter der Welt? Und was ist, wenn die, die nicht rabiat den Gürtel enger schnallen, dann letztlich die Mächtigeren sind? Auch wenn sie das dann dank dem klimatischen Weltuntergang nur kurzfristig sein sollten. Wir sind mitten drin, weil immer noch unsere Gürtel weiter sind, als die von Denjenigen, die dann immer noch weitaus weniger haben als wir. Dann versuchen Sie doch einmal, den Kindertransporteurinnen und Brötchenholern ihre SUV's zu nehmen. Da das mit schönen Worten und Kämmerlein-Wünschen kaum gelingen wird, müssen Sie schon Gewalt anwenden. Auch die Rubrik Klimawandel könnte man, wie die Kampfbereitschaft der Bundeswehr, versuchen unter dem Oberbegriff "Toleranz der Intoleranz" zu beeinflussen um so den ewigen Frieden herbeizusehnen. Aber auch die frommsten Wünsche der "Kanzel" haben schon immer der Gewalt für ihre Umsetzung bedurft. Und was sagen Sie Denen, die mit einer gewissen alttestamentarischen Logik neuerdings behaupten, dass der klimatische Weltuntergang, bzw. der der modernen Zivilisation, Gottes Wille gemäß Sodom und Gomorrha ist? Eins ist gewiss: Nach dem Verbrauch eines erheblichen Teils unserer Naturschätze wird es eine Menschheit geben, die auch damit zurechtkommen muß und wird. Ob schlechter oder besser, entzieht sich unseren Weissagungsfähigkeiten.

Gerne beantworte ich Ihre durchaus sachbezogenen Fragen.

1.) "Ob es Gebete getan haben, ist mehr als ungewiss". Weder Wünsche noch Gebete haben je das Ziel der Wünsche näher gebracht. Das weiß auch Herr Pastor und warnt eindringlich davor, diese Hoffnung mit dem Gebet zu verbinden. Warum dann also nicht auf das Gebet verzichten? Weil das Gebet den Beter in seiner Vorstellungswelt fester verankert. Das findet Herr Pastor ganz trefflich und der Beter auch.

Denselben Fehler gibt es auch ganz ohne den lieben Gott. Da heißt das Gebet "positives Denken", der Pastor nennt sich Psychologe und die lieben Zeitgenossen bemühen sich allen Ernstes um positives Denken. Dem Ziel ihrer Wünsche bringt sie das keinen Millimeter näher. Und das freut dann ganz andere.

2.) "Sollen das alle tun oder nur wir, die wir uns moralisch so hoch einordnen?" Die Moral muss immer für alle gelten, sonst machen die, die den Schaden von der Moral haben, nicht mit. Den Gürtel enger schnallen, aber oberhalb von 10 000 Euro netto pro Monat hat man freie Bahn, das funktioniert nicht. Da kommt keine Begeisterung beim Normalverdiener auf.

3.) "Wir als die moralischen Wächter der Welt?" Aber immer doch! Ich kenne keinen Christen, der seiner Hauptmoral "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" irgendwelche geografischen oder sonstigen Grenzen setzen würde. Auch die grüne Verzichtsmoral ist ganz stolz darauf, weltweit zu gelten: "Global denken...".

4.) "Dann versuchen Sie doch einmal, den Kindertransporteurinnen und Brötchenholern ihre SUV's zu nehmen. Da das mit schönen Worten und Kämmerlein-Wünschen kaum gelingen wird, müssen Sie schon Gewalt anwenden." Genau das ist doch geplant. Selbstverständlich keine individuelle Gewalt, also dem SUV die Reifen aufschlitzen, sondern die viel schlagkräftigere Staatsgewalt. Also Gesetze, Verordnungen, Gerichtsurteile und Verteuerungen, bis die Normalmami am besten im Lastenfahrrad die lieben Kleinen zur staatlichen Unterweisung in der Schule abliefert. Die besseren Kreise schicken ihren Nachwuchs sowieso auf die Privatschulen mit angeschlossenem Internat in Deutschlands schönsten Gegenden. Da ist es zur Schule nur ein Katzensprung, der zu Fuß zurückgelegt wird. Das Klima wird vorbildlich geschont.

5.) "Aber auch die frommsten Wünsche der "Kanzel" haben schon immer der Gewalt für ihre Umsetzung bedurft." Genau so ist es. Das ist allerdings keine Spezialität frommer Kanzelwünsche, sondern gehört zum Wesen jeder Moral, auch der unfrommen. Moral und Gewalt sind nicht voneinander zu trennen. Die Moral dient dazu, dass die Gewalt Erfolg hat. Wenn der demokratische Rechtstaat beschließt, dass seine Untertanen, die freien Bürger, gefälligst weniger Auto fahren und weniger Fleisch essen sollen, dann setzt er das mit seinen Mitteln der Staatsgewalt durch. Die grün-christliche Verzichtsmoral dient dazu, dass dieses Vorhaben gelingt und nicht an Aufmüpfigkeit oder gar Ungehorsam scheitert.

Traugott Schweiger

Zustimmung! Bis auf?
Nahezu Allem kann man zustimmen. Gebete geben Halt. Aber Punkt 4 ist, auch wenn er noch so richtig ist, nach meiner Meinung doch zu sehr Wunschdenken. Denn bisher und auch künftig wird leider das tägliche Kotelett jeden Wettlauf gegen die Aussicht auf das schönste Dessert im Paradies gewinnen. Und sollte es tatsächlich einmal zu "Nöten" kommen, dann werden absolut zuverlässig alle menschlichen Schwächen die Oberhand gewinnen. Weder ist eine Erziehung noch eine Überzeugung vererbbar. Jede Generation ist gezwungen, sich alle Erfahrung neu zu erarbeiten.
Und auch der moralische Anspruch ist leider nur relativ. Denn genau die von unseren linksliberalen Eliten und Meinungsführern vorgegebenen hochmoralischen Ansprüche, mögen sie noch so berechtigt sein, werden uns von einem großen Teil unserer Nachbarn als typisch deutsche Bevormundung vorgehalten. Unsere Moral-Werte sind im persönlichen, besonders im familiären Bereich, unverzichtbar. Aber im europäischen, noch mehr im globalen Miteinander gelten Regeln, die sich jeder gewohnten bürgerlichen Moralvorstellung entziehen. "Die grün-christliche Verzichtsmoral" ist von der Sache her unersetzlich. Leider folgen ihr die weltweiten menschlichen, gesellschaftlichen und politischen Schwächen und Ziele nicht. Genuß und Verzicht sind feindliche Eigenschaften. Der "Krieg" zwischen ihnen hat als Sieger nicht die Vernunft. Und nicht zuletzt: Alle Religionen und Ideologien haben schon immer versucht, sich die Umworbenen durch Umschulung, durch Almosen und Versprechungen gefügig zu machen. Es ist nicht gelungen. Und erst recht nicht in der eigenen Organisation. Nicht mal ansatzweise. Man muß deshalb nicht Pessimist sein. Realist bis hin zum Possibilist macht das Leben erstrebenswerter als die Verzweiflung über die Moral der Anderen.

"Gebete geben Halt." Das trifft zu. Und genau das ist das Furchtbare am Gebet. Wer Halt sucht an der heißen Herdplatte oder an der Schmierseife, bekommt umgehend ein eindrückliches kostenloses Angebot durch die Erfahrung geliefert, sich seinen Einfall doch noch einmal zu überlegen. Beim Gebet und seinem säkularen Pendant, dem positiven Denken, unterbleibt jeder solche Warnhinweis. Da muss der Beter oder der an die psychologische Weltsicht Glaubende selber auf andere Weise darauf kommen, dass und warum er in einem verheerenden Irrtum begriffen ist.

"Denn bisher und auch künftig wird leider das tägliche Kotelett jeden Wettlauf gegen die Aussicht auf das schönste Dessert im Paradies gewinnen." Da dürfte eine Verwechslung vorliegen. Das himmlische Dessert hat leider noch immer gegen das irdische Kotelett gewonnen. Im christlichen Mittelalter hat der Hintersasse seinen trüben Alltag ausgehalten, weil er an das Jenseits mit Hölle und Paradies glaubte. Beim Adolf nannte sich das paradiesische Dessert der Lebensraum im Osten und hielt die Volksgenossen auch bei Ersatzkaffee und Bombenhagel bei der Stange. Im verflossenen Reich des Bösen hieß das himmlische Dessert Aufbau des Sozialismus und sollte über fehlende Bananen und ausbleibende Fahrradersatzteile hinwegtrösten.

Hier und heute buchstabiert sich das himmlische Dessert als: "Die Kinder sollen es mal besser haben." Das soll den Verzicht auf den Urlaub, die tägliche Einschränkung beim Wohnen und die Altersdürftigkeit schmackhaft machen.

Das ganz aktuelle himmlische Dessert nennt sich "Bewahrung der Schöpfung für spätere Generationen". Deswegen gibt es beim Grillabend nur noch Tofupampe, die der Gastgeber bei Regen und mit Kniearthrose aus dem Driite-Welt-Laden mit dem Lastenfahrrad geholt hat.

Das tägliche Kotelett verliert noch jeden Wettlauf gegen die schönsten Desserts im Paradies. Damit das auch in Zukunft so bleibt, geben nicht nur die linksliberalen Eliten, sondern auch die rechtskonservativen Vordenker ebenso wie die Artikelschreiber nicht nur in chrismon ihr Bestes.

Traugott Schweiger

Sehr geehrter Herr Weitz!
Den "Hohen Mut" liest man gern, allein es fehlt die Einsicht. Man könnte das Problem auch noch etwas anders formulieren: Das Edle in ewiger Konkurrenz zum Profanen. Wer hat uns wie nach christlicher Lehre geschaffen? Gestern war es die Häresie, der 30jährige Krieg, die Pest, dann kam die militärische Allmacht, das tödlich braune Gezeter, der Kalte Krieg, das Atom, jetzt das Klima und der widersinnige Ressourcenverbrauch. Wir haben nun mal in uns und in unseren Gesellschaften und in jedem einzelnen diese ewigen bipolaren Gegensätze von gut und Böse, von Altruismus und Egoismus, von haben wollen und behalten, von dünn und fett von dumm und intelligent. Erst mit diesen Widersprüchen war die moderne Zivilisation möglich. Und leider funktioniert der angeblich ewige Wohlstandsmotor nur durch diesen Antrieb und dass unsinnige Habenwollen. Wir haben viel, keinen Hunger, der Staat lässt niemanden, der auch will, im Regen stehen. Bei uns ist selbst der Ärmste immer noch wesentlich reicher als die Notleidenden der übrigen Welt. So wie wir wollen alle Anderen auch leben. Wollen wir denen dass zur Befriedigung ihrer Sehnsüchte verwehren? Mit welchem Hochmut wird in letzter Konsequenz das gefordert? Um diesen fatalen Zustand, bzw. die weitere Entwicklung zu beeinflussen oder gar zu verhindern, müssten wir die menschlichen Eigenschaften der ganzen Weltbevölkerung nach unseren Maßstäben gegen deren Willen entscheidend verändern. Das wäre dann auch ein Eingriff in die Schöpfung. Hochwohllöblich aber doch widersinnig. Diesen Plan haben schon alle Religionen und weltlichen Herrschaften gehabt. Sie sind alle kläglich gescheitert. Es hat noch immer das tägliche Kotelett jeden Wettlauf gegen die Aussicht auf das Dessert im Paradies gewonnen. Das ist quasi ein Naturgesetz. Als Reaktion, nicht als Antwort, die nicht möglich ist, hilft nur noch ein positiver Fatalismus. Optimistisch stimmt, dass in der gesamten überschaubaren Vergangenheit die Menschheit immer einen Weg gefunden hat, der letztlich positiv war. Es kütt wie es kütt. Bei den kleinen Kindern und Einfältigen zur Errettung der ganzen Welt die höchsten Erwartungen wecken, in dem man sie auffordert, Kronkorken, Aluverschlüsse und Korken zu sammeln, ist naiv.