Plastik in der Kosmetik und in den Meeren

Kügelchen im Peeling
Bitte verbieten! Das landet nämlich in Speisesalz und Fisch

Die Meere sind voller Plastikmüll. Schlimm, diese Bilder von verendenden Meeressäugern, in den Mägen Plastiktüten statt Krill. Aber auch Mikroplastik ist ein Problem. Es entsteht, wenn Tüten, Flaschen, Folien im Meer durch Sonne, Wind und Wellen zerfallen. Und es ist in vielen Kosmetika. In Peelings kann es zum Beispiel sein. Es gelangt über die Abflüsse in die Gewässer – und ­findet sich dann in Fischen, See­vögeln oder Muscheln. Sogar im Meersalz. Welche Auswirkungen die synthetischen Polymere auf die Gesundheit von Tieren oder Menschen haben, weiß man noch nicht so genau, klar ist aber: Das Plastik zieht Schadstoffe an wie ein Magnet.

Mareike Fallet

Mareike Fallet, Jahrgang 1976, ist stellvertretende Textchefin. Sie studierte Sozialwissenschaften in München und Göttingen. Redakteurs-Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München. Ihr Schwerpunkt sind gesellschaftspolitische Themen, sie betreut die Rubriken "Begegnungen", "Fragen an das Leben" und "Andererseits". 
Lena Uphoff

Ich habe den Badschrank durchforstet: Meine Sonnencreme enthält Acrylates Crosspolymer, das Deo Polyethylen, die Bodylotion, die Gesichtscreme, das Shampoo ... Klar kann ich die jetzt ­meiden! Aber dazu muss man die Begriffe kennen – und sie in den klein gedruckten Inhaltsstoffen entziffern können.

Statt wieder den Ver­braucher in die Verantwortung zu nehmen, sollte sich die Bundesregierung mal gegen eine Industrielobby ­stellen – und Mikroplastik in Kosme­tika verbieten. So, wie es ­
die USA und Groß­britannien längst ­beschlossen haben. Den großen Plastikmüll ­können vielleicht irgendwann Maschinen abschöpfen. Aber bei ­Mikroplastik gilt: einmal drin, ein paar Jahrhunderte drin.

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