Theater und Freundschaft im Lübecker Frauengefängnis

Freundinnen fürs Leben
Freundinnen in der JVA

Hanna Lenz

Ungleiche Freundinnen: Lena (l.) und Anke im Freiganghof des Frauenvollzugs

In der JVA Lübeck wird für ein Theaterstück geprobt. Die Spielerinnen sind eine Betrügerin und eine Totschlägerin. Beide verbindet etwas, das es im Gefängnis selten gibt: eine Taufpatenschaft

Für die Liebe braucht Anke Luft. Sie ruckelt am Bund ihrer Jeans, drückt die Schultern nach hinten, atmet tief. „Ich habe die Liebe getroffen. Bin zufällig darüber gestolpert. Er saß da, ruhig, ahnungslos.“

„Stopp“, ruft Ivan. „Mach das noch mal. Lauter, enthusiastischer. Die Liebe, verstehst du, du hast die Liebe getroffen. Ich meine, wie oft passiert einem das im Leben?“

Anke nickt, wie Anke immer nickt. Ein wenig ergeben, ein wenig müde. Anke ist oft müde, zwei Wochen hintereinander acht Stunden Arbeit in der Wäscherei, dann zwei freie Tage, das setzt ihr zu. Und was es bedeutet, die Liebe zu treffen, ist gerade kein Thema in ihrem Leben.

Es ist achtzehn Uhr, draußen in der Freiheit geht ein Spätsommertag in einen milden Abend über, durch die vergitterten Fenster hört man die Vögel zwitschern. Seit acht Wochen probt der Kieler Schauspieler und Regisseur Ivan Dentler mit inhaftierten Frauen in der Justizvollzugsanstalt Lübeck für ein Theaterstück, das öffentlich aufgeführt werden soll. „Ganze Tage, ganze Nächte“, der Franzose Xavier Durringer hat es geschrieben, es ist eine Abfolge von Szenen, in denen es um Gefühle und deren Verlust geht, aber auch um Schabernack und Hintersinn.

Kindstöterinnen haben einen schweren Stand im Knast

Es war Ankes Idee, dass sie und Lena an dem Theaterprojekt teilnehmen. Anke hatte Lust, mehr noch aber wollte sie, dass Lena mitmacht. Damit diese mal ein bisschen selbstbewusster wird. In eine andere Rolle schlüpfen kann. Damit sie lernt, ­laut zu sein und sich zu wehren. Lena, die deshalb im Gefängnis ist, weil sie wie ein Blatt im Winde durchs Leben getrieben wird. Lena und Anke. Anke und Lena. „Das Doppelpack“, sagt Anke. „Uns gibt es nur noch zusammen.“  

Als Lena an ihrem 30. Geburtstag ihre Haftstrafe antrat, 2. April 2016, Frauenvollzug, Haus H, war Anke, sechs Jahre älter, bereits zwei Jahre dort. Sie saß wegen schweren Betrugs, Gesamtstrafe: vier Jahre.

Da hatte sie schon alles im Griff, weil ­Anke eine ist, die immer alles im Griff hat. ­Ordentlich, organisiert. Sie wusste schnell, wie der Hase läuft. Der Alltag. Die Regeln. Anke hatte die Langeweile im Griff, sie füllte sie damit, Briefe an ihre Familie zu schreiben. Das Heimweh, gegen das sie ihre Zelle mit Fotos von zu Hause gepflastert hatte. Die Einsamkeit, die sie vertrieb, indem sie sich verpuppte wie eine Larve. Wollte keinen Besuch, zog immer dieselben Sachen an: Jeans, Turnschuhe, T-Shirt. Keine Eitelkeit. Kein Begehren nach Dingen, die sie sowieso nicht mehr haben konnte. „Alles gut“, sagt Anke oft, wenn es um Gefühle und Befindlichkeiten geht.

Lena kam in den Frauentrakt wie ein junger Bär, der sich verirrt hat. Übergewichtig, mit einem tapsigen Gang, Kindergesicht, Lispeln in der Stimme und einer inneren wie äußeren Orientierungslosigkeit. Sieben Jahre Haft wegen Totschlags.Sie hatte ihr viertes Kind in der Bade­wanne geboren und dort ertrinken lassen. Kindstöterinnen haben einen schweren Stand im Knast. Anke wusste das. Lena wusste das. „Mörderin“, haben sie hinter ihrem Rücken gesagt. „Ich habe sie mal ­lieber unter meine Fittiche genommen“, sagt Anke. „Und seitdem gebe ich mir ­Mühe, sie immer wieder aufzubauen.“

Die ersten Proben sind eine Katastrophe

Freundschaft im Gefängnis ist eine seltene Sache. So wie auch Vertrauen selten ist. Beides währt oft nur so lange, wie es Vorteile bringt. Denn vor allem darum geht es im Knastalltag: für sich selber das Beste rauszuholen. Tricksen, blenden, sich ducken oder sich behaupten. Man muss ­irgendwie überleben, sagt Anke. Und Lena sagt, man muss sich manche Zuneigung erkaufen. Bei Anke aber habe sie das nie gemusst.  

Die Autorin

Andrea Jeska war erstmals für die Recherche im Gefängnis. Wann immer sie es verließ, war sie froh über ihre Freiheit.
Anke und Lena. Die eine lenkt, die ­andere folgt. Lena muss lernen, Pläne zu machen, Ziele zu haben, mal bei einer ­Sache zu bleiben. Nicht alles immer hinzuwerfen, nicht immer vor allem zu kapitulieren. Sich zu wehren. Sie lässt sich von anderen immer alles abschnacken, Kaffee, Kekse, Zigaretten, immer gibt sie alles her. Sagt Anke. „Lena ist einfach zu gut für ­diese Welt. Sie hat ein zu großes Herz.“

„Manchmal bin ich beleidigt mit ihr. Aber ich weiß, dass sie recht hat. Ohne sie würde ich eingehen.“ Das sind Sätze, die Lena über Anke sagt.

Die ersten Proben mit den Gefangenen finden in einem großen Raum statt, der auch Sportraum ist, zwischen Fitnessge­räten und Tischtennisplatte. Vor den Fens­tern sieht man Mauern und Stacheldraht, Gebäude und weitere Mauern. Die ersten Proben sind eine Katastrophe. Keine der Teilnehmerinnen kann sich länger als zwei Minuten konzentrieren, alle fremdeln mit dem Text. Und alles wird in die Proben mit hineingetragen: Ärger, Frust, Heimweh, Bitch-Fights auf der Station. Nichts bleibt außen vor, und wie denn auch, wenn es das Außen nicht mehr gibt, wenn alles – die Schuld der Vergangenheit, die Unfreiheit der Gegenwart und die Unbestimmtheit der Zukunft – sich auf einen Raum von acht Quadratmetern verdichtet. 

Vorher hatte es in Lenas Leben nicht viele Freundinnen gegeben

Dentler versucht, jeden Fortschritt zu ­loben, redet sich den Mund fusselig. „Lernt die Texte, kommt mehr aus euch raus, übt zusammen.“ Sprachübungen, Atem­übungen, Gehübungen. Draußen zieht der Sommer vorbei, aus Sommer mache ich mir ohnehin nichts, sagt Anke. Lena nickt dazu.  

Manches bleibt bis zum Schluss eine Gratwanderung. Vor allem dann, wenn es um starke Gefühle geht, Wut oder Enttäuschung, wenn zwischen Spiel und Wirklichkeit unterschieden werden muss. Einmal soll Lena Anke anbrüllen. „Scheiße. Ich kann nicht mehr.“ Jedes Mal bleibt sie zu leise, zu zahm. Jedes Mal sagt Dentler: „Das war gut, Lena, aber sei noch lauter. Sei wütend. Sei angekotzt.“ Lena kichert dann wie ein Kind, das ein unanständiges Wort hört. Einmal sagt Anke: „Denk doch einfach an deine Mutter. Geh ab, wie du abgehst, wenn sie dir wieder blöd kommt.“ Lena hatte gleich Tränen in den Augen. „Nee. Jetzt...“, hat sie gestammelt. „Jetzt geht gar nichts mehr.“

Bevor Lena und Anke Freundinnen wurden, hatte es in Lenas Leben nicht viele Freundinnen gegeben. Eher Feinde. Die Mutter zum Beispiel, die immer wieder sagte, Lena würde nichts taugen. Gar nichts. Alles falsch machen. Alles. Der Stiefvater, der sich an ihr und ihrer Schwes­ter verging. Wieder die Mutter, die das nicht glauben wollte, die sagte, ihr wollt mir nur meine Beziehung kaputt machen. So war die Kindheit, die Jugend. Kein gutes Wort.

Sie gebar ihr Kind, gab ihm einen Kuss und legte es wieder ins Wasser

Zum ersten Mal wird Lena mit 19 schwanger, vier Jahre später bekommt sie vom selben Mann noch ein Kind. Doch der Vater der beiden Mädchen heiratet schließlich eine andere Frau. Lena findet einen neuen Freund, wieder eine Schwangerschaft, diesmal ist es ein Sohn. Lena ist mit den drei Kindern überfordert. Bringt den Müll nicht raus, kann keine Ordnung halten. „Bis heute kann sie das nicht“, sagt Anke, und auch wenn Anke das freundlich sagt, sackt Lena bei solchen Sätzen zusammen und sagt mit leiser Stimme, sie wisse es ja, sie wolle doch versuchen, sich zu ändern.

Die Fotografin

Hanna Lenz fand, der Männertrakt sah aus, wie man sich ein Gefängnis vorstellt. Der Frauen­trakt wirkte viel wohnlicher.
Irgendwann jedenfalls, Lena war 26 Jahre, Bürokraft, noch immer Fußab­treter für ihre Mutter, kam das Jugendamt. Die Töchter wurden Lena entzogen und zu ihrer Mutter und dem Stiefvater gegeben. Ausgerechnet. Anke hat Angst, der Stiefvater wird Lenas Tochter antun, was er Lena antat. „Ich sag ihr immer, Lena, da musst du was tun, du musst das Kind da rausholen“, sagt Anke. Lena lässt dann die Schultern hängen. „Und was soll ich tun? Ich sitz im Knast, Anke.“

Lena und Anke haben sich von Anfang an alles erzählt. „Die tiefsten Geheimnisse“, sagt Anke. „Alles, was man sonst niemandem erzählt“, sagt Lena. Sie hat Anke als Zeichen ihres Vertrauens ihr Urteil zu ­lesen gegeben. In diesem Urteil stand, wie es dazu kommen konnte, dass die dreifache Mutter Lena an einem Sonntagnachmittag in der Badewanne ihr viertes Kind gebar, dem Kind einen Kuss gab und es wieder ins Wasser legte. Sich im Nebenzimmer anzog, zurück ins Bad ging. Da war das Kind tot. Es stand auch darin, dass Lena unter ihrer Mutter leidet, destruktive Beziehungen einging und niemals gelernt hat, Probleme zu durchdenken und Lösungen zu finden. „Vieles an Lena habe ich vorher nicht verstanden“, sagt Anke. „Aber danach war alles klar.“

Lena hätte das Baby in eine Babyklappe bringen, zur Adoption freigeben, sich Hilfe bei einer Beratungsstelle suchen können. Sie tat es nicht, sagt sie, weil sie sich schämte. Sie sah sich durch die Augen ihrer Mutter. Schon wieder schwanger. Zu blöd für alles.

Endlich, irgendwann, kommt ein Spieltrieb durch

Lena leugnet nichts. Sie weiß, was sie tat, ist unverzeihlich, also verzeiht sie sich nicht, glaubt auch nicht, dass jemand anderes es könnte. Die Entschuldigungen für Lena hat Anke gefunden und findet sie noch. Sieht nicht die Kindstöterin, sondern das geschundene, gescholtene Kind. Ein Kind kann böse Dinge tun, aber es ist selber nicht böse. Das ist die Botschaft, die Anke für Lena hat. Anke sagt, sie habe in ihrem Leben so viel bekommen, dass sie Lena, die fast nichts bekam, davon abgeben könne.

Ivan Dentler hat für sein Projekt Unterstützer in der Anstalt. Den Anstaltsleiter, die Gefängnispastoren. Sie sind Anhänger der Idee, dass auch die Gefangenen Menschen sind, die kreative und schöpferische Talente und Ambitionen haben. Die Seele verkümmert schnell im Knast. „Du wirst innerlich ganz staubig“, beschreibt Anke das.

Es dauert Wochen, bevor nicht nur Ivan Dentler, sondern auch die Schau­spielerinnen denken: Es wird was. Irgendwann brechen die Verkrustungen auf, kommt erst langsam, dann immer stärker, ein Spieltrieb durch. Lena, die Zurück­haltende, hänselt, lästert, beschimpft Anke. Anke beugt sich, gibt nach, zieht den Kürzeren. „Super, legt noch ein paar Kohlen drauf. Ihr könnt das“, ruft Dentler jetzt nach den Szenen. „Na, das will ich meinen“, sagt Anke.

Dann schrieb Lena einen Brief an Ankes Mutter

Bevor Anke ins Gefängnis kam, arbei­tete sie als Altenpflegerin. Wohnte zu Hause, ein Resthof in Nordfriesland. Sie hat einen Freund, der zu ihr hält, auch in dieser Zeit im Gefängnis. Eine gute alte Mutter, von der Anke sagt, sie sei ihr Fels. „Meine ­Mama.“ Eine, die niemals Vor­würfe machte und immer anständig ­kochte: Fleisch, Soße, Kartoffeln – Sachen, die gute Mamas eben kochen.

Der schwere Betrug, der Anke zur Last gelegt wurde, war eine Erbstreitigkeit. So sagt es Anke und hält sich, was ihre Tat anbelangt, bedeckt. Die Schulden, die sie machte, hat sie mit dem Geld, das sie im Gefängnis verdient, fast abbezahlt. Wenn sie wieder rauskommt, wird sie ihre alte Stelle als Altenpflegerin wiederbekommen. Dann, sagt sie, will sie sich auf Sterbebegleitung spezialisieren. Zurück auf den Resthof ziehen, zurück zu Mama und ihren Kartoffeln, zum treuen Freund, zurück zu einem anständigen, sauberen Leben.

Niemand weiß, auch Lena wohl nicht, wie wahr diese Geschichten sind. Anke ist gut mit Worten, gut mit Träumen, und ­Lena ist genau die Richtige, um diese Träume zu würdigen. Anke hat Lena ihr Zuhause so lange in hellsten Worten beschrieben, bis Lena anfing, sich nach so einem Zuhause zu sehnen. So sehr, dass sie Ankes Mutter einen Brief schrieb. Nicht viel, nur ein paar Zeilen. Wie gut Anke zu ihr, Lena, sei und wie stolz diese Mutter auf ihre Tochter sein könne.

Ankes Mutter hat ihr geantwortet. Lena solle doch nach ihrer Gefängniszeit zu Besuch kommen. Wenn Lena von diesem Brief erzählt, wenn sie versucht, mit ihren holprigen Worten zu sagen, dass daraus ein Angenommen-Sein gesprochen habe, das sie nicht kenne, dann weint sie. Vielleicht weint sie auch, weil der Gegensatz zu dem, wo sie herkommt, unerträglich ist. Ankes Zuhause ist in Lenas Herz gepflanzt wie ein Arkadien des Friedens. Was wartet denn schon auf sie, Lena, irgendwann im Jahr 2020, wenn sie rauskommt. Dann, sagt Lena, werde sie wohl in einer kleinen Wohnung alleine leben, von der Mutter wolle sie sich bis dahin gelöst haben. Vielleicht finde sie ja eine Arbeit.

Taufe mit 30: Ein feierlicher Tag für Lena

Wenn Lena weint, weint Anke mit. Und umgekehrt. Meist schauen sie sich dann verlegen an und brechen in Gelächter aus. So ein Schamgelächter ist das. Aber auch komplizenhaft. Am meisten weinen beide, wenn sie von dem Moment erzählen, von dem sie heute glauben, dass er sie für alle Zeit miteinander verbindet. Jener, als Lena Anke fragte, ob sie ihre Taufpatin werden wolle. Es war nämlich so, dass Anke christlich erzogen wurde und Lena in ihrem ganzen Leben niemals in der Kirche war.

Anke hat Lena, die nicht getauft, nicht ­konfirmiert, nie von einem Gotteswort getrös­tet wurde, in den Gefängnisgottesdienst mitgenommen. Anke, die dafür sorgte, dass Lena zum Gefängnispastor geht und mit ihm über das, was Lena am meisten umtreibt, redet: Schuld und Ver­gebung. Verdammnis und Gnade.

Sich taufen zu lassen, sagt Lena, war ihre eigene Idee. „Weil ich einen Halt ­brauche. Weil ich auch mal ein vernünftiges Leben will. So eines, in dem ich was auf die Reihe kriege und meine Kinder wiederhaben kann.“ Das klingt sehr nach Ankes Duktus. Wie vieles, was Lena sagt, so klingt, als habe es Anke gesagt.

Sie haben gemeinsam den Taufspruch rausgesucht. Erstes Buch Samuel, 16,7: Der Mensch sieht, was vor dem Auge ist, der Herr aber sieht das Herz. Es muss ein feierlicher Tag gewesen sein, für Lena der erste in ihrem Leben überhaupt, an dem sie im Mittelpunkt stand. Und der erste, an dem sie zu hoffen wagte, dass ihre Tat vergeben wird, wenn nicht von den Menschen, nicht von ihrer Mutter, dann doch von jemandem, der höher steht als alle anderen.

"Das schaffst du. Ich bin ja bei dir"

Über den Proben ist es Herbst geworden. Lena hat tatsächlich gelernt, Anke anzubrüllen. Anke hat gelernt, mit ihren Sätzen zu spielen. Die Aufführung des Stücks als Teil der 10. Lübecker Nacht des Theaters rückt näher. Es werden hundert Zuschauer erwartet, darunter die schleswig-holsteinische Justizministerin Anke Spoorendonk.

Lena lässt sich die Haare kurz schneiden. Sie sieht jetzt noch kindlicher aus. Anke sagt, sie wisse nicht, ob sie die Aufregung der Aufführung ertragen könne. Zu Lena sagt sie: „Das schaffst du. Ich bin ja bei dir.“

Die Aufführung wird ein hochemotionales Ereignis. Anke und Lena meistern ihre Rollen mit Bravour, ihnen zittern die Hände, aber sie hängen nicht ein Mal. Und dann: Applaus. Endlich Applaus. Verbeugungen, Rosen, wieder Applaus. Den Schauspielerinnen kommen die Tränen, die vielen Menschen, die Aufregung, alles entlädt sich nun in tiefster Rührung. Anke legt die Arme um Lenas Schultern, eng aneinander gelehnt nehmen sie die Publikumsbegeisterung entgegen, dann gehen sie ab, zurück in ihre Zellen.

Anke hat Lena erzählt, dass sie nach der Aufführung entlassen wird. Aber Anke erzählt immer, dass sie bald entlassen wird, und nie ist es wahr, doch jedes Mal schwören sich die beiden, ewig würden sie einander verbunden bleiben. Und jedes Mal hat Lena Angst, Anke könnte diesmal die Wahrheit gesagt haben.

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