Trump zerstört Martin Luther Kings Traum

Ich habe einen Albtraum
Schüler der South Eugene High School demonstrieren nach der Präsidentschaftswahl am 9. November 2016  für Frieden, Harmonie und Einheit. Aus einer kleinen Gruppe von politisch aktiven Studenten, wurde ein Marsch mit Hunderten

Foto: Andy Nelson / AP / picture alliance

One love, one heart. Let's get together and feel all right. Sayin', "Give thanks and praise to the Lord and I will feel all right." Sayin', "Let's get together and feel all right." (Bob Marley)

Ich habe einen Traum - lautet die berühmte Zeile aus der Rede von 1963. Heute könnte der Traum von Martin Luther King zu einem Albtraum werden. chrismon-Autor und Fotograf Dirk von Nayhauß dichtet neu

Ich habe den Albtraum,
dass unsere Kinder, ­ ob in Europa oder in den USA, ­ in Nationen leben,
in denen sie nicht nach dem Wesen ihres Charakters beurteilt werden,
sondern wegen der Farbe ihrer Haut verachtet.

Ich habe den Albtraum,
dass kleine schwarze Jungen und Mädchen und kleine weiße Jungen und weiße Mädchen
keine Schwestern und Brüder sind, dass man sie lehrt, einander zu hassen.

Ich habe den Albtraum,
dass die Schatten des Hasses und der Missgunst den Geist und die Seelen der Menschen verdunkeln.

Ich habe den Albtraum,
dass die Lüge lauter ist als die Wahrheit,
Hass stärker als Versöhnung und Liebe.

Ich habe den Albtraum,
dass die Glocken der Freiheit übertönt werden von dem Geschrei des Hasses,
dass die Glocken der Freiheit drohen zu verstummen und zu zerbersten.

Wir sehnten herbei den Tag, an dem alle Kinder Gottes,
schwarzer Mann und weißer Mann, Juden und Christen, Protestanten und Katholiken einander an den Händen halten.
Der Tag schien näher zu rücken.

Und heute?
Der Traum, den Martin Luther King einst für die USA und die Welt träumte, klingt wie das Lied einer vergangenen Zeit.
 

In Erinnerung an Martin Luther Kings Rede "I have a dream"
vom 28. August 1963 in Washington, D.C.

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Lesermeinungen

Ich erinnere mich daran, daß meine Eltern und wir Kinder um die 5 Jahre alt am Fenster standen und sangen: we shall overcome! Aber heute ist was anders: Es ist uns allen nicht nehr fremd. + Alle Welt steht dagegen auf. Mir begegnete im Internet bei einem jungen Pastor in Facebook eine "Unterschriften-Liste der Zeitung Welt" über avaaz gegen Trump. Fast 2,75 Mio. sind es schon. Aus aller Welt. + Vorhin auf der Suche nach einem Zeichen "Emoticon" für Gott, begegnete mir (nicht witzig gemeint) ein wirklich (nur mich?) bestürzendes + unheimliches Bild. Hier als Hand, Gott, Wolken bezeichnet. Der Link dazu ist unendlich + fehl am Platz.