Sonderausstellungen zum Reformationsjubiläum

3x Hammer: Die volle Wucht der Reformation
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Foto: PR

Von Luthers Mantel bis zu den gesellschaftlichen Veränderungen der Reformation: drei besondere Ausstellungen

Berlin: „Der Luthereffekt“

Der Protestantismus veränderte Politik und Arbeitswelt, Gesellschaft und Religion wie auch das Alltagsleben der Menschen. Die Berliner Ausstellung zeigt das exemplarisch unter anderem an der Geschichte Schwedens, Nordamerikas, Koreas und Tansanias. Dort gab es nicht nur sanfte Missionierungsversuche – oft kam es zu heftigen kulturellen und politischen Konflikten.

Deutsches Historisches Museum, 12. April bis 5. November 2017

Wartburg, Eisenach: „Luther und die Deutschen“  

Sein Schreibtisch, sein Tintenfass, sein Reisewagen: Die Wartburg bei Eisenach zieht jährlich 350 000 Besucher an. Es ist der Ort, an dem der vogelfreie, mit der Reichsacht belegte Martin Luther von seinem Landesherrn in Sicherheit gebracht wurde. Hier hat er, in ­einer spartanischen Stube, in elf Wochen das Neue Testament übersetzt. 1848 trafen sich in der Burg die rebellischen Burschenschaften zum Wartburgfest – die erste bürgerlich-­demokratische Kundgebung auf deutschem Boden.

Gibt es Brücken von der Reformation zu den Anfängen der parlamentarischen Demokratie? Zur Einigung der Deutschen hat jedenfalls Luthers Bibel­übersetzung viel beigetragen, legte sie doch die Basis für die gesamtdeutsche Sprache. Die große Ausstellung der Wartburgstiftung zeigt dies und auch die politische Sprengkraft der Reformation anhand etlicher Flugschriften. Bundespräsident Joachim Gauck ist Schirmherr der drei Sonderausstellungen. 

4. Mai bis 5. November 2017

Wittenberg: „95 Schätze – 95 Menschen“ 

Eine Doppelausstellung zeigt die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, und zwar im Augusteum, dem alten Universitätsgebäude beim Lutherhaus, dem ehemaligen Wohnhaus des Reformators und seiner Frau Katharina. Die Ausstellung „Luther! 95 Schätze – 95 Menschen“ präsentiert ­im ersten Teil unter anderem ­Alltagsgegenstände aus dem ­Leben der Reformatoren: die schwarze Mönchskutte des ­Reformators oder den Esstisch seiner Familie, an dem auch r­eisende Theologen und Studenten Platz nahmen. Zu sehen sind auch Drucke und Gemälde aus der Werkstatt der Cranachs. Sie sollen erfahrbar machen, wie Luther lebte und arbeitete. 

Der zweite Teil der Ausstellung macht bekannt mit 95 Menschen aus fünf Jahrhunderten, die sich an Luther ein Vorbild nahmen: Revolutionäre, Auf­klärer, Nationalisten, Musiker, Philosophen. Allesamt Personen, die keinen Zweifel zulassen: Die Reformation geht immer weiter.

13. Mai bis 5. November 2017

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