Präsidentschaftswahl in den USA

Trump oder Clinton?
Wer im Herbst um die US-Präsidentschaft kämpft, scheint ausgemacht

 chrismon-Redakteur Burkhard Weitz
Wer soll fürs höchste Amt der USA kandidieren? Die Demokraten favorisieren die Berufspolitikerin Hillary Clinton, die republikanischen Vorwähler den Populisten Donald Trump.

Er will weniger Freihandel und höhere Steuern für Reiche, sagt Trump. Das erfreut Gewerkschafter. Trump sagt: George W. Bush habe 2003 den Irakkrieg mit einer Lüge angezettelt und den Nahen Osten ins Chaos gestürzt. Das Partei-Establishment ist entsetzt. Vorwürfe perlen an Trump ab. Er hat sich durch Steuertricks bereichert? Ja, sagt Trump, er kenne die Schlupflöcher und wisse sie zu stopfen. Er hat früher Hillary Clintons Wahlkämpfe finanziert? Ja, sagt Trump, weil sie käuflich sei.

Kann Clinton Trump stoppen? Trump will die neue gesetzliche Krankenversicherung durch „etwas Großartiges“ ersetzen. Was, sagt er nicht. Er will Einwanderer mit einer Mauer aufhalten, die Mexiko bezahlt. Wie, sagt er nicht.

Das Amt erfordere Kompetenz, mahnt Präsident Obama. Das Problem: Clinton ist kompetent, aber ohne klare Botschaft. Trump hat eine: „Amerika muss wieder gewinnen!“ Amerika verliere gegen islamistische Terroristen, chinesische Währungsmanipulanten und illegale Billiglöhner. Sobald die Kandidaten feststehen, wird Clinton Trump als Schaumschläger attackieren. Trump wird mit miesen Geschichten über sie kontern. Es droht eine hässliche Schlammschlacht.

Leseempfehlung

Frauke Petry und Donald Trump zielen mit Provokationen auf Wählerstimmen
Der Sieg der AfD lässt erkennen, wie verletzbar unsere Demokratie ist
Was ist deutsch? Die Comedian Gayle Tufts und der Regisseur Yaron Goldstein über Identität und Klischee

Neue Lesermeinung schreiben

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank! Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • wir beleidigen oder diskriminieren niemanden
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.

Lesermeinungen