Liebe Erde: Müll-Upcycling in der Machbar

Liebe Konsumenten, das könnt ihr auch!
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Foto: Katrin Binner

Den eigenen Verbrauch und Müll reduzieren: Zweimal in der Woche bastelt die Evangelische Jugend Wesermarsch, Niedersachsen, in der Machbar neue Produkte aus Abfall. Sie nähen alte Kleidung um und werten ausgediente Sachen auf. „Wegwerfen war gestern“ lautet ihr Motto
Deutschland spricht 2019

chrismon: Wie kamen Sie darauf, mit Müll zu basteln?

Sandra Bohlken: Den entscheidenden Impuls gab eine Frau aus der Kirchen­gemeinde. Sie ging vor einem Jahr zur Pastorin und zeigte ihr, wie viel Müll ­während der Weihnachtstage angefallen war: Pralinenschachteln in schönen ­Farben und Formen – da musste man etwas daraus machen! Schon vorher habe ich mich mit dem Thema beschäftigt und mit Konfirmandengruppen Projekte über Umweltverschmutzung und Müllvermeidung gemacht.

Liebe Erde

Chrismon stellt außergewöhnliche Ideen und viele Initiativen vor, die vormachen, wie unsere Welt von morgen aussehen kann.

Verändert das die Welt?

In der Machbar werden Konsumenten zu Produzenten – das verändert das Kaufverhalten und man wird sensibilisiert ­ für die Frage: Was kann man daraus noch machen? Ich liebe es, ausgediente Sachen umzufunktionieren. Unser Lese­sessel zu Hause ist ein alter Autositz. Es ist faszinierend, wenn aus einer leeren Flasche ein Federmäppchen wird. 2014 habe ich versucht, mir nichts Neues zu kaufen, keine Kleidung, nichts Technisches.

Stellen Sie sich vor, Sie sind Superwoman und können ein Problem auf der Welt lösen. Welches?

Ich würde das Geld abschaffen. Daher kommt viel Ungerechtigkeit auf der ­ Welt. Aus Spanien habe ich gehört, wie Menschen wegen der Wirtschaftskrise statt mit Geld mit Zeit handeln: Haus anstreichen gegen Babysitten zum Beispiel. Dieses Prinzip finde ich gut.

Sandra Bohlken

Sandra Bohlken ist Jugenddiakonin und Leiterin der Machbar.

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