Tipps für den Kirchentag: Armut, Globalisierung und Flüchtlinge

chrismon Redakteur Eduard Kopp mit seinen persönlichen Tipps für den Kirchentag

Sexuelle Ausgrenzung

Der Deutsche Evangelische Kirchentag setzt von der ersten Minute an Akzente. Zwar begannen auch die bisherigen Kirchentage jeweils mit einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus. Die meisten fanden in einer KZ-Gedenkstätte statt. Doch diesmal geht es erstmalig um die Verfolgung der Schwulen und Lesben und ihre Benachteiligung bis in die Gegenwart. Die Gedenkveranstaltung trägt den Titel „Ausgegrenzt und totgeschwiegen - Verfolgung von gleichgeschlechtlich Liebenden“.
Mi, 14.00 - 15.30, Karlsplatz (Programmheft S. 76)

Welthandel und Armut

Die Globalisierung der Wirtschaft hat für viele Länder dramatische Folgen. Sie können dem weltweiten Kostendruck nichts mehr entgegensetzen, ihre Länder werden überschwemmt mit Massenprodukten aus den Industrieländern, ihre eigenen landwirtschaftlichen Produkte können sie nicht mehr verkaufen. „Big Brother, Big Business, Big Family? TTIP und die transatlantische Wertegemeinschaft“ heißt eine Veranstaltung am . Auf ihr treffen zum Beispiel der SPD-Vorsitzende und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, de

r die TTIP-Verhandlungen als Gewinn für die Unternehmen wertet, auf den EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm, einen ausgemachten Kenner der Armutsproblematik. Mit dabei: Cornelia Füllkrug-Weitzel, Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung.
Fr, 15.00 - 18.00, Alte Kelter, Stuttgart-Fellbach, Untertürkheimer Straße 33 (Stadtplan 108, Programmheft S. 270)

Kirchenasyl und Zuwanderung

Beim Thema Kirchenasyl kennt Bundesinnenminister Thomas de Maizière keinen Spaß. Er lässt sich kaum eine Gelegenheit entgehen, die Aktionen der Kirchengemeinden zugunsten der von Abschiebung bedrohten Flüchtlinge als rechtswidrig zu kritisieren. Selbst vor der EKD-Synode in Dresden 2014 beklagte er die mangelnde Rechtstreue der betroffenen Kirchengemeinden. In dieser Frage hat er aber die großen Kirchen in Deutschland gegen sich. Sie halten am Kirchenasyl fest, um den Flüchtlingen die Chance einer sorgfältigen Rechtsberatung zu verschaffen.
Beim Kirchentag trifft de Maizière beim Podium "Letzte Zuflucht Kirchenasyl?" auf den gewieften Kirchenrechtler Professor Hans Michael Heinig, der auch das Kirchenrechtliche Institut der EKD leitet, und auf die grüne Parlamentarierin Katrin Göring-Eckardt, die keinen Zweifel an ihrer Sympathie für die engagierten Kirchengemeinden aufkommen lässt.
Fr, 11.00 - 13.00, Alte Kelter, Stuttgart Fellbach, Untertürkheimer Straße 33 (Stadtplan: 108, Programmheft S. 236)

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