Ökumenische Kapelle in Muhr am See

"Platz für Visionen"

Foto: Roland Fitzner

Im fränkischen Muhr am See hat ein Bürgermeister eine ökumenische Kapelle gebaut

71 Jahre ist Bürgermeister Roland Fitzner alt, seit 60 Jahren wohnt er im fränkischen Muhr am See. Trotzdem hat er noch nach Jahren zu hören bekommen, er gehöre als katholischer Heimatvertriebener nicht in diese protestantische Gegend. Fitzner wollte das nicht hinnehmen. „Wir glauben doch an einen Gott“, sagt er. In ruhigen Stunden bei seinen Brieftauben träumte er deshalb von einer ökumenischen Kapelle – nicht nur für den Religionsfrieden.

Als Bürgermeister wollte er den Menschen auch einen Ort geben, an dem, mitten in der Natur, noch „Platz für Visionen“ ist. Seine Kinder waren nicht begeistert, als er anfing, 5000 Meter Latten zu verschrauben. Mitten in der Bauzeit starb plötzlich der Zimmermeister; Fitzner musste operiert werden. Gleichzeitig meldeten sich aber immer mehr Spender und hilfsbereite ­Bürger. Auch für ein Fenster vom Glaskünstler Johannes Schreiter fand sich Geld.

Nun konnten Regionalbischof Christian Schmidt und Domvikar Reinhard Kürzinger die Franziskus-Kapelle endlich einweihen. Was noch fehlt? Hinweisschilder. In­zwischen fragen nämlich immer mehr Leute, wo das Kirchlein sei.

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