Jürgen Flimm: Evangelisch im Laienspielkreis

BAUS

In Köln 1941 getauft, haben mich meine Mutter und die Gemeindeschwester Ella Luhrmann religiös sensibilisiert, danach erlebte ich die evangelische Kirche im CVJM, in Jungscharlagern und auf Festen. Und: im Laienspielkreis.

Dietrich Bonhoeffer und die Bergpredigt verbinde ich mit dem, was mich bis heute sagen lässt: Ich bin evangelisch. Im Alltag heißt das Toleranz, Geduld, Nachsicht.

Bedeutsam wird der Glaube aber vor allem in Nöten und in Freundschaft.

Schlechte Predigten, inspirationslose Pastoren, Frömmelei und liturgisches Geleier entfernen mich von meiner Religion.

Dagegen sollte die Kirche ein weiter Ort der Seelsorge und so der Nächstenliebe sein und im Gottesdienst wert auf Exegese und das Singen legen.

Wie ich sterben will? Gesund, im Einklang mit meinem Leben.

Jürgen Flimm

Will die kirchliche Trauung noch nachholen: Jürgen Flimm, geboren 1941 in Gießen, ist seit September 2010 Intendant der Staatsoper Unter­ den Linden im Schiller Theater. Nach einem Studium der Theater­wissenschaften, Literaturwissenschaften und Soziologie an der Universität Köln und Tätigkeit als Hochschullehrer an der Harvard University, der New York University und der Universität Hamburg, war er Intendant des Thalia Theaters (1985 – 2001), der Ruhr­Triennale (2005 – 2008) und der Salzburger Festspiele (2006 – 2010). Flimm inszenierte an allen großen Theater- und Opernhäusern der Welt, u. a. an der Metropolitan Opera New York, der Mailänder Scala, dem Royal­ Opera House London, an der Staatsoper Unter den Linden Berlin, in Wien, Amsterdam, Hamburg, München, Zürich und in Bayreuth und Salzburg.

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