Was macht Sekten und ihre Anführer so gefährlich?

Sehnsucht nach Geheimnis
Was macht Sekten und ihre Anführer so gefährlich? Reinhard Hempelmann über ­individuelle Religiosität, Manipulation und esoterische Seelenfänger

chrismon: Seit einigen Jahren hört man wenig von Sekten, woran liegt das?

Reinhard Hempelmann: Unter anderem daran, dass die Zahl der Sektenmitglieder in Deutschland relativ konstant bleibt. Als Sekten im theologischen Sinne bezeichnet man Gruppen, die sich von einer Mutterreligion abgespalten haben, so wie die Zeugen Jehovas mit etwa 160 000 Mitgliedern in Deutschland. Sciento­logy ist deshalb streng genommen keine Sekte, sondern ein konfliktträchtiges Angebot des Psychomarktes. Von Scientology hört man nur, wenn die Organisation in einer Stadt ein neues Büro eröffnet und gezielt Leute anwirbt. Große Werbeerfolge konnte Scientology in Deutschland bisher nicht erzielen. Experten schätzen die Zahl der nahestehenden Personen auf etwa 5000.

Und was ist gefährlich am Esoterikmarkt?

Viele glauben, seine Angebote seien unverbindlich und deshalb harmlos. Bei uns melden sich aber immer wieder Menschen, die von einem Wochenendseminar erzählen, bei dem sie einem Guru verfallen sind, der vorgibt, über besondere Heilkräfte zu verfügen. Die Seminarteilnehmer investieren viel Geld und werden enttäuscht. Wer sich für Esoterik interessiert, sollte misstrauisch werden, wenn eine Einzelperson für sich eine Autorität beansprucht, die andere nicht hinterfragen und korrigieren dürfen.

Gibt es Autorität nicht auch bei den großen Volkskirchen?

Die römisch-katholische und die evangelische  Kirche sind vielfältig. Es gibt progressivere und konservativere Strömungen. Wo es Vielfalt gibt, geschieht Selbstkorrektur. Selbstverständlich kann es auch in den christlichen Kirchen sektiererische Vereinnahmungen geben, die Menschen verletzen. 

So etwas wie den Missbrauch Minderjähriger?

Ja. Wir haben ja gerade in den christlichen Kirchen und in der Gesellschaft einen intensiven Diskurs darüber geführt, der zeigt, dass auch religiöse Autorität missbraucht werden kann. Aber das ist kein Grund, Religion pauschal zu verurteilen.

Was entgegnen Sie Atheisten, die Religionen generell für sektiererisch halten?

Auch in atheistischen Gruppen sind Menschen gedemütigt und unterdrückt worden. Kernaufgabe der Kirchen ist, das Evange­­lium zu verbreiten. Dafür nutzen sie keine manipulativen Mittel, sondern sprechen eine offene und transparente Einladung aus. Christliche Werte und christliche Moral sind jedem bekannt. Charakteristisch für Sekten und den Psychomarkt sind vereinnahmende und nicht transparente Formen der Kommunikation.

Ist der Psychomarkt vielleicht gerade deshalb attraktiv, weil er nicht zu durchschauen ist?

In einer säkularen Kultur sehnt man sich nach dem Geheimnisvollen. Der Psychomarkt und esoterische Lebenshilfeangebote deuten auf Ermüdungserscheinungen einer rationalen Weltbewältigung hin. Viele Esoteriker verstehen sich als Suchende, die aus ganz unterschiedlichen religiösen Quellen schöpfen. Interessant ist: Während das Individuum in Sekten untergeht, kann es bei der Esoterik und bei  neuen religiösen Strömungen mit seinen subjektiven Bedürfnissen ganz im Vordergrund stehen. Die eigene Religion wird zusammengebastelt, dabei greift man etwa auf buddhistische Meditation, auf japanische Heilpraktiken oder auf schamanistische Ekstasetechniken zurück.

Welche Rolle hat die Kirche da noch?

Die christliche Glaubensüberzeugung ist in unserer religiös-­pluralistischen Kultur nicht mehr selbstverständlich. Die Kirchen müssen fragen: Was bewegt Menschen, sich in alternative religiöse Milieus zu begeben, welche Orientierung kann der christliche Glaube geben – und ab wann wird’s gefährlich, wann müssen wir die Menschen vor falschen Versprechen warnen?

Und ab wann ist Protest geboten?

Bei überzogenen Heilungs- und Heilsversprechen, wenn die Gebrochenheit menschlichen Lebens verharmlost wird. Menschliche Identität entwickelt sich durch Kommunikation. Der Mensch wird am Du zum Ich, hat Martin Buber formuliert. Der christliche Glaube geht davon aus, dass nicht alle Kräfte der Heilung im ­Menschen selbst liegen. Die Frage, wie mit Begrenzungen, mit Krankheit, Leiden und mit dem Tod umgegangen wird, ist ein zentrales Kriterium zur Beurteilung religiöser Bewegungen und ihrer ­Ansprüche auf Wahrheit und Glaubwürdigkeit.

Reinhard Hempelmann

Reinhard Hempelmann, Jahrgang 1953, leitet die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW). Er beschäftigt sich mit Grundsatzfragen, Strömungen des säkulären und des religiösen Zeitgeistes und mit Evangelikalismus.

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Lesermeinungen

Also in einem Punkt muss ich entschieden widersprechen als Physiker:

Auch die evangelische und katholische Kirche erklären die Welt nicht rational!

Und natürlich bastelt man sich seinen Glauben oder Nicht-Glauben selber zusammen - das ist auch das gute Recht jedes Menschen, der sucht. Die Quäker sind da weiter als die EKD und sicherlich keine Sekte.

Als Naturwissenschaftler hat man immer einen anderen Glauben, als Geisteswissenschaftler über den Sinn des Lebens, über Fortpflanzung, über Abtreibung, über den Tod. Auch eine andere als die EKD! Und das ist in einer Demokratie auch gut so.

Pluralismus, Bunte Republik Deutschland: Und ja, wir feiern das böse, heidnische inspirierte katholische Halloween und gehen nicht zum Lachen mit unseren Kindern in den Keller!

Der "Psychomarkt ", die Esoterik und das Christentum könnte man als recht inkompatible Systeme bezeichnen, die in der Konfrontation, in extremen Fällen, tödlich ausgehen können, in leichteren, sicher, nicht, damit lässt sich leben. Das Thema ist schwerwiegend, weil gerade die Psychosomatik hier mit einem Mischmasch an Methoden arbeitet, für deren Erfolg kaum ein verantwortlicher Mediziner bürgt, aber viele Bedürftige Patienten fliegen darauf wie die Motten ins Licht ! !! Mit recht zweifelhaften Erfolgen, dafür aber einer Menge Missbrauch, oder auch Naivität und neuen Abhängigkeiten.

Wenn die Kräfte der Heilung im Menschen selbst liegen, welche Rolle spielt dann die Kommunikation ? Selbst die Medizin weiß heute um die psychologische Wirkung der Selbstheilungskräfte ? Aber was ist gute Kommunikation ?
Das "Geheimnisvolle" ist auch das christliche, aber ein Christentum ohne Geheimnis ist eines , das kaum noch etwas zu bieten hat. Der intellektuelle Geist will immer mehr und mehr, dann ist es doch selbstverständlich, dass die Grenzen des Rationalen in der Suche nach dem Transzendenten sich oft verirren müssen ! Wer kann sich mit einer rationalen Erklärung zufrieden geben, wenn er doch im Grunde weiß, dass es mehr gibt, als das Jetzt, und das Hier und Heute ? Wenn die Kirche als Institution mit ihrem institutionellen Alltag an gewöhnliche menschliche Grenzen stößt, darf man nicht , wie üblich, das Kind mit dem Bade ausschütten, und alle Energien an die Werbung neuer Mitglieder verwenden, dafür von Neuorientierung sprechen, und gleichzeitig nur arrogant das Eigeninteresse vertreten ! Im Grunde ist es wie eine Firma im Konkursverfahren. Was soll man von so etwas halten ? EIN SAMKEIT, wie steht es darum auch für die Kirche ? Heißt Gott nur Realer Sozialismus, um es politisch als System zu benennen, oder Sozialdarwinismus ? ! Macht aus Gewohnheit , oder macht Gewohnheit auch leer, träge ....Gute Kommunikation ist immer fruchtbar. Wie gut funktioniert die Kommunikation von Menschen, oder zwischen Menschen , die professionell kommunizieren ? Nur zum Schein gut, ansonsten ist es ein einseitiger Prozess ! "Alle menschliche Gebrochenheit " geht darauf zurück. Ist es nicht an der Zeit, das Geheimnis des Glaubens, eine gute Kommunikation mit Gott, neu aufleben zu lassen ? Unter einer Neuorientierung verstehe ich eine Rückbesinnung, eine Aufarbeitung der Vergangenheit , die Erforschung des Glaubensweges von Jahrhunderten, aber im Hinblick auf das Heute, die Völkerwanderung in Hinblick auf die Migration, die schwindende Bedeutung von Kultur, scheinbar , oder vernachlässigt, angesichts der existenziellen habituellen Problematik? Das sind viele Themen, die mehr berühren als nur die rein sozialgesellschaftlichen diskriminierenden Ausschlusskriterien ! Der Mensch geht auf einen Urvater zurück, aber er entwickelte sich weiter. Diese vielfältig differenzierte Wahrnehmung geht nicht über Nacht verloren, und nur weil eine beredte Unruhe die Weltbevölkerung, angesichts einer sich klimatisch verändernden Umwelt , befällt , verliert er doch keinesfalls seine Einzigartigkeit vor dem Angesicht Gottes ?!
----------------------------Was kann ein atheistisches Weltbild dagegen setzen ? Was mich an der Gestalt Jesu fasziniert, ist sein universeller Geist. l

Zitat aus dem Artikel: "Als Sekten im theologischen Sinne bezeichnet man Gruppen, die sich von einer Mutterreligion abgespalten haben.." Ach ja? Und wenn die abgespaltene Gruppe ca. 500 Jahre nach der Abspaltung eben diese Abspaltung mit einer Fete sondergleichen zu feiern gedenkt, dann bezeichnet man sie weiter als Sekte? Da kann die Sekte aber bitterböse werden! Deshalb vermeidet die Mutterkirche das Wort Sekte. Sie meint aber trotzdem, dass die dem alten Pferch entlaufenen Schäfchen nicht einfach dadurch, dass sie selber neue Pferche gebaut haben, die dem alten Schafsstall von einigen Details abgesehen zum Verwechseln ähnlich sehen, es zu mehr als bloßen Sektierern gebracht hätten. __________________________________________ Zitat: "Viele glauben, seine Angebote seien unverbindlich und deshalb harmlos." Das ist keine Spezialität des Esoterikmarktes, sondern trifft in voller Schönheit ebenso auf den Glaubensmarkt zu. Oder empfindet jemand eine Gottesdiensteinladung als verbindlich und bedrohlich? __________________________________ Zitat: "...die von einem Wochenendseminar erzählen, bei dem sie einem Guru verfallen sind, der vorgibt, über besondere Heilkräfte zu verfügen." Vor rund 2000 Jahren soll es einen Guru gegeben haben, der bisweilen nicht mal ein Wochenendseminar benötigte, um ihm Verfallene hervorzubringen. Die Verfallenen bekamen später den Ehrentitel Jünger. ___________________________________ Zitat: "..wenn eine Einzelperson für sich eine Autorität beansprucht, die andere nicht hinterfragen und korrigieren dürfen." Wie heißt doch gleich der erfolgreiche Sektierer, der gesagt haben soll: "Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben." Die Hinterfragung dieses Anspruches durch die Pharisäer soll er sich auch verbeten haben. ____________________________________ Zitat: "Kernaufgabe der Kirchen ist, das Evangelium zu verbreiten. Dafür nutzen sie keine manipulativen Mittel, sondern sprechen eine offene und transparente Einladung aus." Damit die offene und transparente Einladung auch ja nicht zu spät kommt, wird schon der Säugling besprenkelt und der Kindergottesdienst ist keineswegs von vornherein eine einzige Manipulation, sondern immer nur eine transparente, also für die Kinder durchsichtige, Einladung. Und weil sie so schön durchsichtig ist, haben die lieben Kleinen hinterher im Regelfall einen klaren Blick auf den und ein gutes Bild vom lieben Gott, das sie ihr Leben lang nicht los werden, sondern unter fachkundiger Anleitung von Religionslehrern und später Pfarrern ständig manipulationsfrei weiterentwickeln. Die Sektierer allerdings manipulieren bloß. ______________________ Wer den Streit um Kirchen oder Sekten im Institut für vergleichende Irrelevanz beheimatet sieht, irrt. Das hat sehr handfeste Auswirkungen, ob gläubiges Denken und Handeln im Rahmen einer angesehenen Glaubensgemeinschaft geschehen oder bei Sektierern. Wer mit einem Messerchen in der Hand auf einen Säugling zugeht, um ihm die Vorhaut in einer schmerzhaften Prozedur zu entfernen, sollte besser einer ehrbaren großen Kultusgemeinde angehören. Dann gesellt sich zum Gottessegen, der auf diesem Handeln unzweifelhaft ruht, sehr schnell der staatliche Segen. Wer mit der Schere in der Hand auf einen Erwachsenen zugeht, um ihm den Bart zu scheren, wartet vergeblich auf den Staatssegen, wenn er nur einer Sekte angehört. Das musste Bischof Sam Mullet Sr., geistiges Oberhaupt einer Amish-Abspaltung, schmerzlich erfahren. Der Holmes County Municipal Court in Millersburg, Ohio, USA befand am 20. September 2012 den wackeren Gottesmann nämlich ganz umstandslos für schuldig eines religiös motivierten Hassverbrechens, woraus auch mal 10 Jahre Knast werden können. Und von einem solidarischen Aufschrei der großen Kirchen gegen diesen Anschlag auf das Menschenrecht der Religionsfreiheit habe ich auch nichts vernommen.

Leider kann ich die Behauptung, dass Sekten eine Gefahr seien, nicht nachvollziehen. Darauf abzustellen, dass immer wieder Betroffene, die verfallen seien, in die Beratung kommen, erübrigt nicht die Frage, wieviel Menschen durch Sektenbesuche nicht geschädigt werden.

Wer den Menschen einredet, dass sie für zeitlich begrenzte "Sünden" ewig in der Hölle leiden, ist nun auch nicht gerade ein Hort der Vertrauenswürdigkeit.

Das mit der Hölle ist zwar kein Heilsversprechen, dafür aber um so mehr ein Unheilsversprechen.
Und dann zu behaupten, nur, wenn du zu uns gehörst, hast du die Chance, an der Hölle vorbeizuschrammen, besitzt meiner Meinung nach ein nicht zu unterschätzendes Drohpotential. Und es soll sogar Menschen geben, die an dieser Drohkulisse krank geworden sind - sie leiden an ekklesiogener Neurose......Wo kann man da noch zu Sekten abgrenzen?

Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge und sieh dann zu, dass du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst!

Sehr geehrter Herr Hempelmann sie behaupten "...Christliche Werte und christliche Moral sind jedem bekannt....".
Leider muss ich dem widersprechen. Die christlichen Werte, die ich in meiner Kindheit (Religionsunterricht, Konfirmantenunterricht, etc.) kennengelernt habe, beschränken sich auf die 10 Gebote aus denen ich leider kaum etwas für meine eigenen Moralvorstellungen ableiten kann.

Im Gegenteil, die ersten beiden Gebote Widersprechen meiner Grundeinstellung. Das dritte Gebot ist einfach nicht wichtig und die restlichen sieben Gebote, für die haben die Christen sicher kein Alleinstellungsmerkmal.
Jeder humanistisch denkende Mensch geht da viel weiter. Auch die Menschenrechte, für mich eine der größten Errungenschaften der Menschheit nimmt es jederzeit mit den so hoch gepriesenen christlichen Werten auf. Womit ich überhaupt nicht umgehen kann, ist die Behauptung, dass sich die Kultur Mitteleuropas eine „Christliche Leitkultur“ sei. Unsere Kultur hat ihre Basis in der Aufklärung wobei die Rechte der Menschen auf Freiheit, Selbstbestimmung und Wissen dem Klerus mühsam abgerungen werden musste.

Die Missbrauchsfälle sind sicher die kriminellen Taten einzelner Mitglieder der kirchlichen Organisationen (die gibts auch im weltlichen) aber die Vertuschung, das stillschweigende Versetzen dieser Kriminellen, ist für mich ein Problem der fehlenden Moralvorstellung des gesamten kirchlichen Apparats bis hoch in die Spitze und einfach nicht tragbar.

Ähnlich verhält es sich mit den Arbeitnehmern der Diakonie und der Caritas, die keinen Arbeitsschutz im weltlichen Sinn geniessen. Hier kann es zu Kündigungen wegen weltanschaulicher Sicht kommen.

HAbe selten so gelacht, auch darüber, dass ich, meine Familie und Freunde und Kollegen, alles Atheisten, soweit mir bekannt, eine separate Gruppe bilden, die auch gedemütigt und unterdrückt werden??? Selbstverständlich kommen menschliche Verhaltensweisen bei christlich Glaubenden, Anders-Glaubenden und Nicht-Glaubenden vor. Aber die Nicht Glaubenden unterscheiden sich von den beiden anderen dadurch, dass sie wissen und nicht glauben wollen!!! In diesem Sinne bin ich gerne eine separate Gruppe - aber ohne anführenden Papst oder Bischof oder sonstiger Guru.