Jeden Abend gegen 18 Uhr...

...fährt Manuela Zirk ihren Rechner hoch und loggt sich ein bei „Was hab ich?“

 Privat
Und dann? Übersetzt die 26-jährige Ärztin komplizierte medizinische Befunde für Patienten in verständliches Deutsch: Aus einer „regelrechten Artikulation im Akromioclaviculargelenk“ wird so: „Die Gelenkverbindung zwischen dem Schulterdach, also dem obersten Teil des Schulterblattes, und dem Schlüsselbein ist normal.“ Schnell kommen zwei Seiten zusammen, inklusive Hintergrundwissen, etwa zum Aufbau der Schulter.

Wie kriegt sie das hin? Angefangen hat sie als Studentin, „das war eine tolle ­Berufsvorbereitung“. Nun gehört das Ehrenamt zum Feierabendprogramm. „Den Computer würde ich sowieso anmachen, in einem Nebenfenster kann ich mich mit den anderen Übersetzern austauschen, in einem anderen läuft Facebook.“ Ein halbe Stunde etwa braucht sie pro Befund, ein oder zwei macht sie täglich.

Was gibt es dafür? Dankbarkeit! „Sehr geehrte Frau Zirk, ich bin überwältigt, was Schnelligkeit und Verständlichkeit betrifft. Ich bedanke mich vielmals und werde Sie weiterempfehlen!“, schrieb ihr ein Patient.

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