Jedes Jahr im März...

Privat

...steigen Helene und Bernd-Dieter Drost an der Nordseeküste in ein Postschiff

Und dann? Geht’s für drei Wochen auf die Hallig Habel: siebeneinhalb Hektar meerumtoste Graslandschaft, kein Mensch, aber Hunderte von Vögeln. Und ein einziges Haus. Dahin zieht Ehepaar Drost, 69 und 71, für die erste Schicht nach dem Winter: Vögel zählen! Später folgen andere Freiwillige, bis zum Herbst.

Was ist zu tun? Mit dem Fernglas auf der Warft stehen: Sind Eiderenten, Rotschenkel, Alpenstrandläufer zu sehen? 64 Vogelarten gibt es. Jeden Tag wird grob, alle 14 Tage genau gezählt. Die Ergebnisse sind fürs Nationalparkamt. Sie zeigen, wie Vögel auf Veränderungen reagieren. Wichtig etwa, um Offshore-Windanlagen zu planen.

Urlaub oder Arbeit? Holz hacken, Zäune reparieren, Türen lackieren, Arbeit ist genug da. Aber: „Das Meer, das seine Farbe wechselt. Luftkämpfe zwischen Silber­möwen und Austernfischern. Dafür möchte ich nicht bezahlt werden!“, so Herr Drost. Während der Fußball-WM 2006 war er freiwillig allein auf Habel – ohne Fernseher.

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