Erste Schritte: Tipps für Senioren für Facebook, Google, Mail

Hallo, Opa! Hallo?

Slobo Mitic

E-Mail, Facebook, googeln - so geht es

Im Internet können Enkelkinder lange auf ihre Großeltern warten. Nur jeder Dritte der über 65-Jährigen ist online. Und nur die wenigsten davon sind bei einem sozialen Netzwerk wie Facebook angemeldet, auf dem Nutzer ein persönliches Profil erstellen und sich mit anderen Mitgliedern austauschen. Die Firma „Facebookmarketing.de“ zählt in Deutschland über 270 000 Senioren über 65 Jahre, die bei Facebook aktiv sind. Klingt viel, aber bei 21,5 Millionen Menschen, die älter sind als 60 Jahre, ist nur ungefähr einer von hundert Senioren auf Facebook unterwegs. Solche wie Klaus Schmolz. Der 71-Jährige findet im Netz alte Bekannte wieder und schaut sich die neuesten Fotos seiner Enkel an. „Wer heute nicht mitschwimmt, geht unter“, sagt er. Und wer sich mit dem Computer beschäftige, könne auch Facebook bedienen. Na, dann kann es ja losgehen:

Ein E-Mail-Konto einrichten

Ohne E-Mail-Adresse geht fast nichts im Internet. E-Mails sind die moderne Variante von Briefen. Um sie verschicken und empfangen zu können, müssen Sie sich zuerst im Internet ein persönliches Postfach zulegen - eine E-Mail-Adresse. Es gibt verschiedene Anbieter von kostenlosen E-Mail-Adressen, zum Beispiel web.de, gmx.de und yahoo.com. Das Ende „de“ steht dabei immer für eine deutsche Seite, während „com“ international ist. Auf den Seiten dieser Anbieter können Sie unter Eingabe ihrer Daten (Name, Adresse etc.) ein kostenloses Konto eröffnen. Sie wählen dazu einen Namen für Ihr persönliches E-Mail-Konto: z.B. Klaus.Meyer. Ihr Konto könnte also klaus.meyer@web.de heißen. Achtung: Für bestimmte Zusatzleistungen, etwas für besonders große Speicherkapazitäten, verlangen manche Anbieter auch Geld.

Internetrecherche

Die Suche über Google ist die einfachste und effektivste Art, im Internet nach Informationen zu suchen. Man öffnet über den Internetbrowser die Startseite: www.google.de für Google Deutschland. In das Feld kann nun ein beliebiger Suchbegriff eingegeben werden. Zusammenhängende Wörter, wie zum Beispiel Vor- und Nachname einer Person, werden mit Anführungszeichen umschlossen. Für eine genauere Suche kann über die „erweiterte Suche“, die sich rechts der Suchfläche befindet, detailliert nach Ergebnissen gesucht werden.

Unter dem Suchfeld befinden sich zwei Buttons: „Google Suche“ und „Auf gut Glück“. Mit der Google-Suche werden Ihnen alle Ergebnisse angezeigt, die Google zu diesem Begriff findet. „Auf gut Glück“ leitet Sie direkt auf die erste angezeigte Webseite weiter. Mit Hilfe der Seite www.yasni.de können Sie gezielt nach Personen suchen.

Und weil Google nicht unumstritten ist, gibt es die Suchmaschine Ixquick. Grundgedanke bei Ixquick: Bei der Suche wird keine IP-Adresse gespeichert. Das ist so etwas wie die Visitenkarte eines Computers. Wer von einer bestimmten Adresse aus nach einem bestimmten Buch sucht, kann sicher sein, dass der Computer wie von Geisterhand beim nächsten Mal andere Bücher desselben Autors bewirbt. Das Internet vergisst nicht…

Wikipedia

Wenn Sie nach einer Erklärung zu einem Begriff suchen, gehen Sie am besten auf Wikipedia. Geben Sie dort das gewünschte Wort oben rechts bei der Suche ein. Nun wird eine Seite zu dem Begriff angezeigt. Wikipedia wird ständig aktualisiert – allerdings handelt es sich um eine Open-Source-Plattform – das bedeutet, jeder kann etwas zu dem Thema schreiben. Daher genügen die Beiträge auf Wikipedia nicht immer den hohen Standards gedruckter Lexika. Als erste Recherchequelle sind sie jedoch gerade auch wegen der Literaturtipps und Weblinks am Ende der Seite hervorragend geeignet.

Anmelden auf Facebook

Facebook ist das weltweit größte soziale Online-Netzwerk. Hier kann man mit Menschen rund um den Globus kommunizieren und alte Bekannte aus der Schulzeit wiederfinden. Die Anmeldung ist leicht: Auf der Startseite: www.facebook.com können Sie sich registrieren. Alles was Sie dazu brauchen, ist eine E-Mailadresse. Daraufhin haben Sie die Möglichkeit, Ihre eigene Seite zu gestalten und ein Foto von sich einzustellen. Oder auch: ganz viele Fotos aus Ihrem Leben.

Achten Sie aber darauf, mit wem Sie Ihre Informationen teilen: Wichtig ist es, das eigene Profil zu privatisieren. Dazu gehen Sie rechts oben in der blauen Leiste auf Konto: Privatsphäreeinstellungen, dann auf benutzerdefinierte Einstellungen und stellen bei „Dingen, die ich teile“ jeweils „Nur für Freunde“ ein. So können nur die Leute in Ihrer Freundesliste auf Fotos und Ihr Profil zugreifen. Mitglieder, die nicht in Ihrer Kontaktliste sind, sehen die von Ihnen privatisierten Details nicht. Ihr Name und Ihr Foto sind allerdings für alle sichtbar.

Nun können Sie über die Suchfunktion Leute suchen, die Sie kennen – dazu geben Sie einfach deren Namen in die Suchleiste ein – wenn Sie sie gefunden haben, können sie diesen eine Freundschaftseinladung schicken.

Platinnetzwerke

Es gibt auch einige soziale Online-Netzwerke speziell für Senioren, die so genannten Platinnetze. Eines davon ist Silbernetzwerk. Dort können Sie sich mit Ihrer E-Mailadresse anmelden - und Leute Ihres Alters kennen lernen. Singles können hier auch auf Partnersuche gehen. Die Anmeldung auf Silbernetzwerk.de ist kostenlos.

Gefahren des Internets

Bei allen Vorteilen – das Internet birgt auch eine Menge Gefahren. Daher an dieser Stelle ein paar Regeln, wie Sie das Internet sicher nutzen können.

  1. Gehen Sie nur mit einer aktivierten Firewall ins Internet. Sie schützt vor Viren, die Ihren Computer außer Gefecht setzen können. Eine kostenlose Firewall gibt es zum Beispiel unter: http://www.avira.com/de/avira-free-antivirus
  2. Fallen Sie nicht auf Werbe- und Gewinnspielmails herein – meistens stecken unseriöse Firmen dahinter.
  3. Häufig öffnet sich beim Besuch einer Seite auch eine Werbung – ein sogenanntes Pop-Up-Fenster, häufig mit Inhalten wie: Sie haben gewonnen. Einfach nicht beachten, sondern das Fenster gleich wieder schließen, indem Sie auf das Kreuz rechts oben klicken.
  4. Prüfen Sie genau, wo im Internet Sie Ihre Kontonummer und Ihre persönlichen Daten angeben
  5. Achtung bei Spam-Mails: Häufig kommt es vor, dass Ihre E-Mailadresse von Spam-Mails überflutet wird – das sind E-Mails die massenweise an E-Mailkonten geschickt werden. Oft sind diese betrügerisch und zielen darauf ab, an Ihr Geld zu kommen. Inhalte einer Spam-Mail können z.B. sein: Sie haben gewonnen, Sie müssen eine Rechnung bezahlen, für etwas, dass die nie bestellt haben, die E-Mail enthält einen Link auf den Sie aufgefordert werden zu klicken. Solche Spam-Mails sollten Sie immer sofort löschen. Außerdem können Sie in Ihrem E-Mail-Konto einen Spam-Ordner einrichten, der diese E-Mails sofort in diesen Ordner verschiebt.
  6. Wenn Sie die genaue Adresse einer Seite wissen, geben Sie diese direkt in die Adressleiste des Browsers ein, anstatt auf Links zu klicken – diese könnten Sie auch auf betrügerische Seiten leiten.

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Lesermeinungen

Hallo Team von Chrismon, es gibt auch eine Suchmaschine im Internet, die mit einem Teil ihrer Einnahmen hilft den Regenwald zu schützen: www. ecosia.org Viele Grüße Angela

Etwas umfassender zu folgenden Themen. - Warum sollte man auf Sicherheit und Anonymität achten? - Eigenes Verhalten (Worauf sollte man achten ?) - Sicherer Computer, Laptop, Notebook, Netzwerk, W-Lan - Datenschutz, Datensicherheit (Verschlüsseln, Daten sichern, Daten schützen) - Anonym Surfen & Zensur umgehen (Proxy, TOR, VPN, DNS, usw.) - Anonym Mailen & Chatten (Anonyme eMail Adressen, Chat, Messenger) Besuchen Sie die Webseite http://anondat.com

Liebes Team von Chrismon, liebe Frau Sanhop, als ich auf Seite 6 Ihrer aktuellen Zeitschrift unter "kreuz und quer" Ihre **Werbung** für facebook las, dachte ich: "Reichlich naiv, wo doch facebook dieser Tage den Big Brother Award von FoeBud erhalten hat, weil es eine Datenkrake ohne gleichen ist". Als ich dann aber Ihre Einleiung auf www.Chrismon.de aufsuchte, sah das Bild schon ganz anders aus. RESPEKT, mit welch einfühlsamen, offenen Worten Sie auf die Probleme hinweisen, die es rund um die sozialen Netzwerke gibt. Wenn die silversurfer das beachten sind sie medienkompetent, und wie! Weiter so und viele Grüße, Ewald Zimmermann, Berlin