Die verlorene Idylle

Das Ende des Kommunismus brachte Ungarn eine Renaissance des Religiösen. Doch heute haben die reformierten Christen im äußersten Osten nur eine Sorge: überleben in Zeiten des wilden Kapitalismus

Manchmal kommt einem Erdöbénye paradiesisch vor. Schwälbchen drängeln sich auf den Hochspannungsleitungen, eine Kröte hüpft einem über den Fuß, am Horizont reihen sich wie ein grüner Saum bewaldete Hügel und Weinberge. In der evangelisch-reformierten Dorfkirche, die sich in Sichtweite der katholischen Kirche befindet, proben Pfarrer und Brautpaar die bevorstehende Hochzeit.

Vor dem Altarraum steht mit glühenden Wangen das Brautpaar. Die Braut ist 19 Jahre alt und schwanger, der Bräutigam, Sohn eines Lebensmittelhändlers am Ort, Ende 20. Fremd wirken sie in der Kirche, unsicher halten sie den Blick auf den Pfarrer gerichtet. Zoltán Tóbiás spricht das Trauversprechen vor. Satz für Satz, die Hände ineinander gelegt, wie es Sitte ist, sprechen die Brautleute nach. Am Ende der Probe betet der Pfarrer, selbst erst 29 Jahre alt, für das Paar und das Gelingen der Hochzeit. Einen Moment ist es ganz still.

Ungarische Eiche

Lebendig, aufblühend, genau so hatten wir uns das Gemeindeleben im Nordosten Ungarns vorgestellt, in jenem Vierländereck, wo sich die Slowakei, die Ukraine, Rumänien und Ungarn ganz nah kommen. Obwohl tief im Osten gelegen, zählt dieses Stück Europa zu den protestantischen Stammlanden. Und wirklich fühlen wir uns im Wohnzimmer des Pfarrerehepaars Tóbiás in ein deutsches Pfarrhaus versetzt. An der Wand hängt ein Abendmahlsbild, über dem Türrahmen, in Holz geschnitzt, gefaltete Hände. Nur das Kreuz fehlt. Es gilt unter den Reformierten als Insignie des Katholizismus. Wir nehmen an einem großen Eichentisch Platz. "Ungarische Eiche", bemerkt der Pfarrer.

Der jungenhaft aussehende, schmale Mann mit schwarzem Haar, die dreijährige Tochter auf dem Schoß, guckt undurchdringlich. Was er sagt, klingt ernüchternd. Der Altersdurchschnitt in der reformierten Gemeinde des 1500-Einwohner-Ortes liege bei über 70 Jahren. Wortlos holt er das Kirchenbuch. In den achtziger Jahren taufte der Pfarrer noch mehr als zwanzig Kinder pro Jahr, im vergangenen Jahr gab es zwei Taufen, und einer der Täuflinge war sein Sohn.

Merkwürdig. Aus Budapest, der Hauptstadt, hatten uns Kirchenleute von einer regelrechten Renaissance des christlichen Lebens berichtet. Speziell den Reformierten schien demnach die Zukunft offen zu stehen. Hatten sie nicht einst mit der Kraft des biblischen Wortes die Türkenherrschaft überlebt, später gegen die katholischen Habsburger ihre Freiheitsrechte erkämpft? Und hatte sich nach dem Zusammenbruch des Kommunismus nicht der damalige Ministerpräsident Viktor Orbán vom Atheisten zum reformierten Christen gewandelt. Überall im Land gründeten die Kirchen staatlich geförderte Kindergärten, Schulen, Hochschulen und Behindertenwerkstätten.

Unser Gott ist groß, viel größer, als wir denken.

Mag ja sein, dass es in der Hauptstadt Anlass zum Optimismus gibt, meint der Pfarrer. Aber hier im Grenzland, wo viele Jüngere nach Westungarn abwandern, kämpft die Gemeinde ums Überleben. Er hält die geöffneten Handflächen hin, als stünde er mit leeren Händen da. Seine Zuversicht hat etwas Trotziges: "Unser Gott ist groß, viel größer, als wir denken. Es gibt Hoffnung."

Gerade mal 220 reformierte Christen tragen in Erdöbénye einmal im Jahr ihr Kirchgeld direkt ins Pfarrhaus und erhalten ihre Quittung. Der jährliche Mindestsatz liegt bei zehn Euro. Die Zahlen hat der Pfarrer im Kopf. Aber wie viel sagen sie über seine Gemeinde? "Kommen Sie", sagt Zoltán Tóbiás und winkt uns hinaus in die glühende Mittagshitze, "ich zeige Ihnen das Gesicht von Erdöbénye."

An der Dorfstraße leuchten Malven und Stockrosen. Alle paar Meter wird der Pfarrer angesprochen, meist hört er nur zu. Wir kommen nicht voran. Eine Frau weint, weil ihr ein Dieb in der letzten Nacht vier neu bepflanzte Blumentöpfe gestohlen hat. Es könnten die Zigeuner gewesen sein, vermutet einer der Umstehenden.

Neugierig kommt uns Erzébet Vékony entgegen, eine agile Frau mit runzliger Haut. Wie eine Taucherbrille umrahmt ein großes Brillengestell ihr kleines Gesicht. In ihrem kargen Zimmer verteilt sie zwei Hocker, der Pfarrer soll sich auf die Küchenbank setzen, sie will stehen. Die 76-Jährige wickelt Schokoladenstücke aus einer Plastikfolie und kredenzt den eigenen sauren Wein. "Ich denke gar nicht daran, einen Kredit für ein Badezimmer aufzunehmen", erklärt sie. Der Brunnen neben dem Haus reiche aus. Im Garten zieht sie Bohnen und Kartoffeln, Hühner hält sie und ein Schwein, zusammen mit ihrer Rente von 160 Euro sei das "voll und ganz genug für uns", für sie selbst und ihren Sohn, der in der Stadt Miskolc als Firmenvertreter arbeitet.

Ich bin arm, aber in der Seele reich.

Nur das Alleinsein sei "nicht so einfach", seit ihr Mann vor 14 Jahren starb. Ihr Kinn zittert. Die Häuser rundherum stehen leer. Die Sommerfrischler, die sie gekauft haben, kommen nur am Wochenende. "Ich renne immer zur Kirche", jetzt muss die alte Frau wieder lachen. "Da kommt meine Seele zur Ruhe. Ich bin arm, aber in der Seele reich." Auf dem Rückweg sagt der Pfarrer: "Jetzt haben Sie meine Gemeinde gesehen", und es klingt, als sei er stolz: "So wie Tante Erzébet sind auch die anderen. Sie besitzen nicht viel und haben trotzdem etwas zu geben."

Den Kampf um die Existenz, um Wohlstand für sich und die nächste Generation, den kämpfen die Jüngeren, jeder für sich. Erdöbénye ist reich. Aber im Ort heißt es, ausländische Versicherungsgesellschaften und eine Hand voll Leute, die schon früher wichtige Posten besetzten, hätten die besten Weinberge und Wälder unter sich aufgeteilt. Den über 600 Meter hohen, von uralten Eichen bestandenen Szokolya-Berg nennen manche "den gestohlenen Berg". Ein Politiker brachte ihn durch geschickte Machenschaften bei der Reprivatisierung in seinen Besitz, ebenso ein riesiges Jagdhaus. Dagegen sei nicht anzukommen. Die Reichen beherrschten auch den Gemeinderat.

"Mit der Kirche haben die Reichen nichts zu tun"

"Mit der Kirche haben die Reichen nichts zu tun", wehrt Zoltán Tóbiás fast zornig ab. Dann greift er doch zum Handy, um ein Treffen mit einer wohlhabenden Familie zu arrangieren. An der Tür dreht er um, als handle es sich um feindliches Terrain. Die Küche von Mária Gonda, einer rundlichen, rotblonden Frau, wirkt einfacher, als wir es erwartet hatten, eine Standard-Einbauküche. Verlegen schaut die 49-Jährige auf den eigenen Tisch. Sie nennt ein paar dürre Fakten. In der kommunistischen Zeit leiteten ihr Mann und sie als Agronomen den Kolchos für Schafzucht. Nach der Wende kauften sie anderen Mitarbeitern deren Entschädigungsanteile ab, und seitdem betreiben sie den Export lebender Lämmer nach Italien als Privatunternehmer weiter. Heute besäßen sie rund 500 Mutterschafe, 100 Hektar Weideland, zu zwei Dritteln gepachtet, 25 Hektar zum Getreideanbau und 4,5 Hektar Weinberge. Mehr mag sie dazu nicht sagen. Die neuen Besitzverhältnisse ­ ein wunder Punkt, den man lieber meidet.

Kein Wort über die Tagelöhner, die in der Gegend die Wald- und Feldarbeit verrichten. Dabei ist "Tagelöhner" wieder ein gebräuchlicher Ausdruck geworden. "Sich von Woche zu Woche verdingen, so leben die meisten", klärt der Pfarrer auf. Bei einem Gang durch die Gewölbe des 3,5 Kilometer langen Weinkellers des neuen "Weinmuseums" treffen wir Oláh Istvanné, 53. Über eine Treppe bringt sie uns tief unter die Erde, wo der "Azzu", ein süßer Dessertwein, reift. Müde schaut uns die Tagelöhnerin an, sie hat zimtfarbene, kurze Haare, runzlige Backen. Ihr gehe es noch gut, meint sie. Ihre Verwandten gäben ihr täglich Arbeit, schickten sie heute zum Etikettenkleben, morgen in den Weinberg. Etwa 12 Euro sind ihr Tageslohn. Früher hätte sie ein besseres Leben gehabt. Da gab es für sie noch Urlaub, Krankengeld und eine Rentenversicherung.

Leben die Tagelöhner nicht beinahe in so großer Abhängigkeit wie in Zeiten des Feudalismus? "Absolut", der junge Pfarrer bleibt auf der Straße stehen. Aber wer sollte daran etwas ändern? Manchmal schlägt er im Gesetzestext nach und bringt bei den Behörden eine Beschwerde vor. Er hilft einem Bauern, einen Brief ans Amt zu schreiben. Er streitet mit der Gemeindeverwaltung um die alten Holzrechte, die der Kirche eine bestimmte Menge an Brennholz garantieren. Er tut seine Arbeit. Jede Woche veranstalten sie reihum Hausgottesdienste. Jüngere, die bei den Eltern wohnen, sind mit dabei. Beharrlich setzen sie alles daran, die christliche Lehre unter das Volk zu bringen. Als Lebenshilfe in einer Zeit, in der die alten Lebensgrundlagen nicht mehr gelten.

Pünktlich um elf Uhr läuten am Sonntag die Glocken der Kirche mit dem silbernen Stern an der Spitze. Fast alle Besucher sind ergraut, viele tragen die große Standardbrille. Gegenüber dem Eingang sitzen die Männer, vor dem Altar und auf der linken Seite die Frauen, 45 Besucher. Der Pfarrer hat das traditionelle Gewand angezogen, einen Umhang mit Samtkragen und feinen Fältchen. "Es kommt nicht darauf an, wie viele wir sind", sagt er ernst, "sondern dass Christus unter uns ist. Dann genügt es, wenn nur zwei oder drei zusammenkommen."

Manchmal ziehen wir uns in den Vorhof des Dreisternehotels "Magita" zurück, um Wasser und Wein zu trinken, den hellen, fruchtigen Tokajer. Aus dem Radio klingt ein Popsong, hinten planschen Jugendliche im Pool, ein Doppelzimmer kostet 35 Euro. Ungarische Touristen bevölkern das Hotel, zur Jagdsaison treffen deutsche Jäger ein. Erdöbénye schaut nach Westen, nach Westungarn und in die Europäische Union. Von dort kommen die Urlauber, und dort versucht, wer von hier fortzieht, sein Glück.

"Das 1000-jährige Schicksal Ungarns"

Aber die Landkarte, die im Pfarrhaus in einer Ecke des Wohnzimmers steht, zeigt nach Osten. Es handelt sich um ein Poster unter dem Titel: "Das 1000-jährige Schicksal Ungarns". Als das Bild unsere Aufmerksamkeit erregt, hält es den Theologiestudenten, der aus dem nahen Kollegium in Sárospatak als Übersetzer angereist ist, nicht auf seinem Stuhl: "In den Nachbarländern, in der Slowakei, der Ukraine, Rumänien und Serbien, überall leben ungarische Minderheiten. Die Siegermächte haben uns nach dem Ersten Weltkrieg zwei Drittel unseres Landes weggenommen." Der Student, 24, holt seinen Schlüsselanhänger, auf dem Ungarn in den alten Grenzen abgebildet ist. Den tragen die Leute bei sich, "die Groß-Ungarn lieben".

In reformierten Kreisen hält man enge Kontakte zu den ungarischen Gemeinden jenseits der Grenzen. Auch wir unternehmen einen Abstecher ins nahe Rumänien, in den Ort Rosiori. Aber das sei nicht der richtige Name, beharrt der Theologiestudent, ungarisch heiße der Ort: Biharfélegyháza. Hinter der Grenze beherrschen Pferdewagen das Bild, Zementsäcke werden auf Fahrrädern transportiert, Scharen von Gänsen watscheln über die Dorfstraßen. Die neue Außengrenze der Europäischen Union trennt zwei Welten voneinander.

In dem Ort erwartet uns die Bauersfamilie Uri, Vater und Sohn engagieren sich als Kirchenvorsteher in der reformierten Gemeinde. Nach der Wende und dem Ende der Zwangskollektivierung hat die Familie das alte hölzerne Joch wieder hervorgeholt und beackert ihre zurückerstatteten Felder mit ihren beiden Kühen. Der ältere Sohn, Gabor Uri, 32, hat seine Arbeit als Gerber in einer Lederfabrik in Oradea aufgegeben. Die neuen Fabrikbesitzer, italienische Schuhfabrikanten, sagt er, bezahlten noch schlechter als die vorherigen. "Bei uns herrscht der wilde Kapitalismus." Sein Vater erhält vom Staat monatlich 16 Euro Rente. Ihnen bleibe nur das Land und ihr Glaube.

"Uns hat niemand freigekauft, wie Deutschland es mit den in Polen und Russland lebenden Deutschen gemacht hat", sagt Gabor Uri bitter. Eigentlich wollten sie ja auch gar nicht fort. Eine tausendjährige Geschichte verbinde die Ungarn mit diesen Orten. Aber seit langem würden sie vom rumänischen Staat unterdrückt. Gegenwärtig fördere die Regierung die orthodoxen Kirchen, während die reformierten benachteiligt blieben. Der Pfarrer des Ortes spricht von "Verbitterung, Alkohol, Glaubensverlassenheit" in seiner Gemeinde.

Zurück in Ungarn erscheinen die Sonnenblumenfelder noch leuchtender, die Weinberge noch üppiger als zuvor. Der Pfarrer hat das Poster zur Geschichte Ungarns wieder in die Ecke gestellt. Seine Gemeinde hat eine ungarische Partnergemeinde im rumänischen Siebenbürgen, aber es besteht nur Briefkontakt. Erdöbénye ist mit sich selbst beschäftigt.

Noch einmal begleitet uns Zoltán Tóbiás ans andere Ende des Dorfes, wo einige Roma-Familien leben. Auf dem Weg nimmt ein kleines Mädchen den Pfarrer bei der Hand. Sie kennt ihn von den Religionsstunden im Kindergarten her und nennt ihn "Zoli-Baci" (Onkel Baci). Die Kleine lebt mit ihren Eltern und zwei Geschwistern in einem winzigen Haus. Durch das an den Seiten offene Dach pfeift der Wind. Es gibt keine Stühle, nur ein Bett, Herd und Fernseher in einem fensterlosen Raum. Die Frau erwartet ihr viertes Kind.

Ein Stück entfernt bricht es aus dem Pfarrer heraus, wie schwer es sei, den Roma zu helfen. Eine Familie habe Fenster und Türen eines gemeindeeigenen Hauses herausgerissen und verfeuert, eine andere zur Aufzucht überlassene Ferkel einfach verzehrt. Trotzdem, viele Roma gehörten zu seiner Gemeinde. Alle kennen ihn. Manchmal lassen sie ein Kind von ihm taufen.

Am Samstag zieht die Hochzeitsgesellschaft feierlich in die Kirche. Ganz Erdöbénye strahlt. "Wir lieben uns", hatte das Paar erklärt, die Eltern bestanden auf Hochzeit. Nun sollen modernes Leben und Tradition miteinander verschmelzen.

Tante Erzébet und einige andere alte Frauen beten und singen mit dem jungen Pfarrer. Stumm, wie Fremde, die diese Sprache nicht sprechen, lauschen die Übrigen. Für einen Moment versuchen sie sich dem uralten Ritus zu öffnen ­ doch die Distanz zur Tradition bleibt. Den Blick in die Augen des anderen versenkt, geben die Brautleute einander das Trauversprechen. Einen Augenblick lang ist es still.

Geschichte 1526 erringen Türken die Herrschaft über Zentralungarn. Gleichzeitig verbreiten sich die Ideen der Reformation, besonders die des Schweizer Reformators Calvin. 1531 eröffnet in Sárospatak eine reformierte Schule. In der Gegenreformation gewinnt die katholische Kirche wieder an Einfluss. 1848 spielen Protestanten im Kampf gegen die Habsburger um nationale Freiheitsrechte eine führende Rolle. Im Ersten Weltkrieg kämpft Ungarn an der Seite Österreichs. Danach verliert das Land im Vertrag von Trianon etwa 70 Prozent seines Staatsgebiets. Religion: Bei der jüngsten Volkszählung bekannten sich 7,3 von insgesamt rund 10 Millionen Einwohnern zum Christentum. Davon sind rund 60 Prozent katholisch, circa 20 Prozent reformiert, etwa 4 Prozent sind Lutheraner.

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