Film über den Anschlag in Boston

Filmtipps der Woche: Nach dem Marathon
Boston, Lion, Neruda, Worlds Apart

Boston

Am 15. April 2013, dem „Patriot’s Day“, zünden  die beiden aus Tschetschenien stammenden Brüder Dzhokhar und Tamerlan Tsarnaev auf der Zielgeraden des Boston-Marathon zwei Sprengsätze. Regisseur Peter Berg hält sich nicht zu lange mit den Tätern auf – sein Thema sind die Opfer. Nüchtern, ohne Pathos, schildert er das Geschehen auf den Straßen nach dem Anschlag, als Chaos und Verzweiflung die Gemüter beherrschten. Patriotismus begreift dieser Film nicht als Nationalismus, sondern als Humanismus, der die Menschen im Zeitalter des Terrors verbindet.

© Studiocanal

Regie: Peter Berg. Buch: Peter Berg, Matt Cook, Joshua Zetumer, Eric Johnson. Mit: Mark Wahlberg, Michelle Monaghan, Kevin Bacon, J.K. Simmons, John Goodman, Melissa Benoist. Länge: 133 Minuten. FSK: ab 12 Jahre. (epd)

www.studiocanal.de/kino/patriots_day

Eine ausführliche Filmkritik zu "Boston" lesen Sie bei epd-film.

Lion

Als der fünfjährige Inder Saroo auf dem Bahnhof einer indischen Kleinstadt, in der ihn sein Bruder für einige Stunden sich selbst überlassen hat, übermüdet in einen Zug steigt, um sich auszuruhen, verändert sich sein Leben für immer. 1500 Kilometer später wacht er wieder auf – allein, orientierungslos. Nach einer Odyssee durch Kalkutta wird er von einem amerikanischen Ehepaar aufgenommen und verlässt das Land. Der auf einer wahren Geschichte beruhende Film überzeugt vor allem in der ersten Hälfte, wenn er die Verlorenheit des Jungen thematisiert. Im zweiten Teil übernimmt der für einen Oscar nominierte Dev Patel als erwachsener Saroo, der sich daran macht, seine Mutter wieder zu finden.

© Universum Film

Regie: Garth Davis. Buch: Luke Davies. Mit: Dev Patel, Rooney Mara, Nicole Kidman, David Wenham, Sunny Pawar, Abhishek Bharate, Priyanka Bose. Länge: 118 Minuten. FSK: ab 12 Jahre. (epd)

lionmovie.com

Eine ausführliche Filmkritik zu "Lion" lesen Sie bei epd-film.

Neruda

Pablo Neruda, war, neben seinem Senatorenamt, Dichter und Kommunist im Chile der 1940er Jahre. Nachdem er die Regierung in einer Rede des Verrats beschuldigt, wird er seines Amtes enthoben und befindet sich fortan auf der Flucht. Gemeinsam mit seiner Familie versucht er, aus einem Land zu entkommen, das vom Kalten Krieg  und inneren Konflikten zerrissen ist Der chilenische Autorenfilmer Pablo Larraín, gerade auch mit „Jackie“ im Kino, situiert „Neruda“ zwischen Fakt und Fiktion – ein Verfahren, mit dem sich der Film auch auf Nerudas berühmte Poesie einlässt.

© Piffl Medien

Regie: Pablo Larraín. Buch: Guillermo Calderón. Mit: Gael García Bernal, Luis Gnecco, Alfredo Castro, Mercedes Morán, Pablo Derqui, Alejandro Goic, Francisco Reyes. Länge: 107 Minuten.   (epd)

http://www.neruda-der-film.de/

Eine ausführliche Filmkritik zu "Neruda" lesen Sie bei epd-film.

Worlds Apart

Drei verschiedene Liebesgeschichten im krisengeschüttelten griechischen Athen. Da ist Giorgios, verheiratet und von Beruf Abteilungsleiter, der sich auf eine Affäre mit der schwedischen Personalmanagerin Elise einlässt. Zur selben Zeit verliebt sich die Studentin Daphne in den Syrer Farris, was ihrem fremdenfeindlichen Vater gar nicht gefallen würde. In der dritten Episode des Films lernt, trotz Sprachschwierigkeiten,  der deutsche Historiker Sebastian in einem Supermarkt die Hausfrau Maria kennen. Konventionell, zuweilen plakativ verbindet Regisseur Papakaliatis Politik und Privates in seinem Blick auf das heutige Athen.

© Kairos

Regie: Christopher Papakaliatis. Buch: Christopher Papakaliatis. Mit: J.K. Simmons, Maria Kavoyianni, Christopher Papakaliatis, Andrea Osvárt, Tawfeek Barhom, Niki Vakali, Minas Hatzisavvas. Länge: 103 Minuten.  (epd)

www.trigon-film.org/de/movies/Worlds_apart

Eine ausführliche Filmkritik zu "Worlds Apart" lesen Sie bei epd-film.

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