Erfahrungen auf einer Palliativstation

Von der Kunst, Menschen in ihrem Sterben zu begleiten

Muss jeder Schmerz beseitigt werden? Nein, sagt der Palliativmediziner Andreas S. Lübbe. Den Patienten komme es auf eine fühlbare Schmerzlinderung an, weil die ihnen Autonomie verschafft - etwa die Möglichkeit, Besuch zu empfangen. Zu erfassen, was ein schwerkranker Mensch wünscht und braucht, das ist die Spezialität dieses Arztes und seines gesamten Teams. Denn die Palliativmedizin kümmert sich nicht nur um den Körper, sondern auch um die Seele. Wichtige Voraussetzung für solch eine lindernde Medizin: dass man wahrhaftig gegenüber den Patienten ist. Lübbe selbst eröffnet solche Gespräche gern mit der Bemerkung, dass er sich um den Patienten Sorgen mache. So kommt man in ein ehrliches Gespräch, was bedeuten kann, dass beide Seiten das Beste hoffen, sich aber auch auf das Schlimmste vorbereiten. Der Autor erzählt lebendig von einer Reihe von Patienten - und man versteht, wie unterschiedlich Menschen in ihrer letzten Lebenszeit sein können, wie vielfältig aber auch die Möglichkeiten eines erfahrenen Palliativteams sind.

Heyne Verlag, 19,90 Euro

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