"Impulse" für die Kirche: gestufte Mitgliedschaft, Räume der Begegnung, Diversity

Neulich auf der Synode
Kirche und Gesellschaft - Impulse auf der Synode der EKD Herbst 2017

Axel Heimken/picture alliance

Bischöfin Kirsten Fehrs bei der Ausstellungseröffnung von „Bill Viola – Installationen" in den Hamburger Deichtorhallen

Die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Nordelbischen Kirche, Kirsten Fehrs, steht am 01.06.2017 in Hamburg in den Deichtorhallen in der Ausstellung 'Bill Viola - Installationen' die vom 2. Juni _ 10. September 2017 in der Hansestadt zu sehen ist.

Auf der Synode wurde über die gestufte Mitgliedschaft, Räume der Begegnung und Vielfalt in der Kirche diskutiert. Was war damit genau gemeint?

Neue Ideen für die Kirche, vorgetragen auf der Herbstsynode der EKD. Wir fragen nach, was gemeint ist: Die mitteldeutsche Bischöfin Ilse Junkermann schlug eine gestufte Kirchenmitgliedschaft vor. Heißt das: getauft und nicht zahlend? Oder: nicht getauft, aber zahlend? Offenbar beides. Denn Junkermann denkt an Sänger in Kirchenchören und Ehrenamtliche in diakonischen Einrichtungen, die sich taufen lassen wollen, die aber Kirchensteuer und jede Verbindlichkeit abschreckt. Aber auch an Hauptamtliche der Diakonie, die sich nur taufen lassen, weil ihr Arbeitgeber es so will – „ein Schatten über der Taufe, die ja ein geistlicher Akt sein soll".

Zum Beispiel: Die Bill Viola-Ausstellung

Eine Anregung des EKD-Synodalen Hans-Peter Strenge: Räume der Begegnung. Was das sein soll? Kulturveranstaltungen wie die Ausstellungseröffnung von „Bill Viola – Installationen" in den Hamburger Deichtorhallen. Strenge war dabei und erlebte, wie Bischöfin Kirsten Fehrs Menschen erreichte, die den Kirchen sonst nicht nahestehen.

Und Kirche in Vielfalt? Der Frauenanteil in der mittleren Führungs­ebene müsse gestärkt werden, sagt ­Jantine Nierop vom EKD-Studienzentrum für Genderfragen. Indem man stereotype Frauen­bilder in Trainings gezielt abbaut, Stellen besser ausschreibt und Anforderungen klar benennt.

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