Guterres verlangt Ende der Gewalt gegen Rohingya

UN-Generalsekretär António Guterres hat von der Regierung Myanmars unter Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ein Ende der Militärkampagne gegen die muslimische Minderheit der Rohingya verlangt.

Die Gewalt und die Vertreibung müssten aufhören, forderte Guterres am Mittwoch vor Journalisten in New York. Fast 380.000 Menschen seien nach Bangladesch geflüchtet. Die humanitäre Lage der Männer, Frauen und Kinder sei katastrophal, sagte der UN-Generalsekretär. Guterres betonte zudem, dass den geflohenen Menschen die Rückkehr in ihre Heimat erlaubt werden müsse. Myanmar müsse ihnen die Staatsbürgerschaft zugestehen und ihre Sicherheit garantieren. Der UN-Sicherheitsrat wollte sich noch am Mittwoch mit der Lage der Rohingya befassen.

"Systematische Gräueltaten"

Die Flüchtlinge berichten laut UN-Hilfsorganisationen von systematischen Gräueltaten in Myanmars Bundesstaat Rakhine. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Ra'ad al-Hussein, sieht in der Gewalt gegen die Rohingya in Myanmar klare Anzeichen für eine "ethnische Säuberung".

Immer wieder wurden Rohingya in der Vergangenheit Opfer von Pogromen. Die Behörden im überwiegend buddhistischen Myanmar verweigern der muslimischen Volksgruppe den Status als Minderheit und die Bürgerrechte. Der Konflikt im Rakhine-Staat flammte erneut auf, nachdem sich am 25. August Rohingya-Rebellen zu Angriffen auf Polizei- und Armeeposten bekannt hatten.

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