UN: Fast 1.000 Tote und Vermisste 2017 im Mittelmeer

Gerettete Flüchtlinge im Mittelmeer

epd-bild/Christian Ditsch

Bei Bootsunglücken auf dem Mittelmeer sind laut den Vereinten Nationen seit Anfang des Jahres 962 Migranten und Flüchtlinge gestorben oder gelten als vermisst.

Im gleichen Zeitraum hätten knapp 43.000 Flüchtlinge und Migranten Europas Küsten erreicht, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf mit.

Rund 80 Prozent der Menschen seien in Italien an Land gegangen, die restlichen 20 Prozent in Spanien und Griechenland, fuhr die IOM fort. Tausende von ihnen seien aus Seenot gerettet worden. Die große Mehrheit der Menschen stamme aus afrikanischen Ländern, sie hofften auf ein Leben in Europa frei von Armut und Gewalt.

Unterdessen könnte sich laut dem Flüchtlingshilfswerk UNHCR ein neues schweres Unglück im Mittelmeer ereignet haben. Zeugen hätten von einer Tragödie mit 100 Toten und Vermissten berichtet. Das mutmaßlich verunglückte Schiff sei in Libyen in See gestochen und habe Kurs auf Italien genommen. Die Aussagen seien noch unbestätigt.