Unter Schatzsuchern

September 2013

Foto: Pedelecs/Wikipedia

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Kontaktinformationen der Gemeinde: 

Evangelische Lutherkirchengemeinde
Sartoriusstraße 16
65187 Wiesbaden
Tel: 06 11 - 8 90 67 30
www.lutherkirche-wiesbaden.de

 

Bewertung

Liturgie: 
5
Predigt: 
4
Musik: 
4
Atmosphäre: 
5

Es ist ein richtig warmer Sommertag. Ob bei diesem Wetter überhaupt jemand in die Kirche kommen mag? Offensichtlich ja! Im großen Vorraum begrüßen sich  die Gemeindemitglieder herzlich und plaudern. Als der Gottesdienst beginnt, sind über 70 Menschen da.

Der Kirchenraum fasziniert: Die ­Gewölbedecke der 1911 eingeweihten ­Lutherkirche ist mit vielen Ornamenten in kräftigen Farben verziert. Der Raum erinnert an eine orthodoxe Kapelle, er wirkt festlich und einladend.

Orgelklänge eröffnen den Gottesdienst. Pfarrerin Monika Kreutz stellt das heutige Thema vor: „Suchen und finden“. Schön, dass die Gemeinde häufig einbezogen wird, nicht nur im Wechselgebet von Psalm 136. Dass die Organistin hier frühzeitig unterbricht, weil ihr nicht der gesamte Psalmtext vorliegt,  bringt Kreutz nicht aus der Ruhe. Spontan verschiebt sie den Rest des Textes auf ein andermal.

Pastorin Kreutz predigt zu einem Gleichnis aus dem Matthäusevangelium (13, 44–46): Es vergleicht das Himmelreich mit einem Schatz, den ein Mann zufällig findet, als er einen Acker umgräbt. Und es ist wie beim Kaufmann, der jahrelang eine wertvolle Perle sucht. Als er sie findet, verkauft er dafür alles, was er besitzt.

Kreutz schlägt geschickt einen Bogen in die heutige Zeit: Manche Momente im Leben beglücken und bereichern uns – zufällig. Sie sind wie Geschenke des Himmels. Zu anderer Zeit zweifeln wir, sind unzufrieden, suchen bewusst etwas Neues. Doch die Gleichnisse ermutigen: Bleibt auf der Suche, habt den Mut, etwas aufzugeben, um neue Wege zu gehen. Wir dürfen uns dabei auf Gott verlassen. Das ist Kreutz‘ Botschaft.

An vielen Stellen des Gottesdienstes kehrt der Gedanke wieder, dass Christen auf ihrer Suche nach dem Himmelreich auf einen gütigen Gott hoffen dürfen. In Gebeten, Psalmen und Liedern ist er der rote Faden.

Die Pfarrerin erzählt frei und ausführlich in einem lockeren Ton. Dazu bringt sie viele anschauliche Beispiele: In einem Tanzkurs, den sie begleitet, legt sie ein Buch aus, in dem Menschen von Momenten berichten, die sie berühren – Geschichten vom Suchen und Finden. Ihre Botschaft wiederholt sie häufig, aber an ein paar Stellen hätte sich die Kirchgängerin weitere Anstöße gewünscht.

Ein beschwingtes Orgelstück zum Ende, an der Tür verabschiedet die Pastorin die meisten Besucher mit Namen. In dieser Gemeinde haben anscheinend viele einen Schatz gefunden.

Was erleben Sie im Gottesdienst?
Schreiben Sie uns an: chrismon plus, Stichwort Kirchgang, Postfach 50 05 50, 60394 Frankfurt/Main; Fax: 069/580 98-286; E-Mail:

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