Christuskirche, Mannheim, Samstag, 19 Uhr
Zur Gemeinde
Christuskirche
Werderplatz 15
68161 Mannheim
Tel.: 0621/412482
Fax: 06 21/415891
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Bewertung
- Liturgie:
- Predigt:
- Musik:
- Atmosphäre:
Der Kirchgang beginnt mit einer Schnitzeljagd. Rund um die Christuskirche lotsen Pfeile zum Seiteneingang. Wer ihn findet, wird mit einem Schokoriegel begrüßt. Eine süße Einstimmung auf den Jugendgottesdienst zum Thema "Fast Food". In der Mannheimer Kirche werden seit 2002 vier Mal im Jahr in der Reihe "Update" Gottesdienste für junge Menschen zwischen 13 und 30 Jahren gefeiert. Der Gemeindesaal ist mit 100 Jugendlichen gut besucht.
19 Uhr. Licht aus. Die "Update"-Nachrichten beginnen. Der Videoclip ist im Stil der Tagesschau gestaltet. Witzige Beiträge beschäftigen sich mit Fast Food. Die Wirtschaftsnews berichten zum Beispiel von Guthaben auf den Hüften. Applaus. Dann rockt die Band los: Gitarre, Schlagzeug, Bass, Keyboard. Vier Mädchen singen "We're singing for the glory of the risen king Jesus." Text und Übersetzung werden auf der Leinwand eingeblendet. Nun folgt eine Quizrunde mit Guido und Daniel: Das heitere Kalorienraten leiten sie in ein Gebet über: "Danke, dass wir Spaß haben können und Du bei uns bist." Dann legen wieder die Musiker mit dem Charme einer Abiband los: "Herr, Du allein gibst mir Freude, die von innen kommt." Klingt nicht immer perfekt - aber der Funke springt über. Im Publikum stehen viele auf, klatschen mit.
Kurze Umbaupause für das Anspiel: Ein Pärchen findet kaum noch Zeit füreinander. Stress im Büro, das alltägliche Chaos. Beide fühlen sich reif für die Insel. Szenenwechsel: Selbst im Urlaub fällt das Abschalten schwer. Dem Pärchen gelingt es nicht, einander zuzuhören und miteinander zu reden. Stress und Hektik - wie finde ich raus aus dem Hamsterrad?
Tipps gibt's in der Predigt, die Pfarrer Gerrit Hohage von der Bonhoeffergemeinde in Hemsbach hält. Das rote Hemd trägt er über der Jeans. Humorvoll, aber auch mit eindrücklichem Ernst redet Hohage zu den Jugendlichen. "Kennt ihr das? Man rennt und rennt, kommt nicht zur Ruhe." Vollgepackte Stundenpläne, Stress im Job, in der Freizeit. Hohage erzählt von Martha. Die schuftet in der Küche, um Jesus zu bewirten. Und ihre Schwester? Statt zu helfen, sitzt Maria bei Jesus, hört ihm zu. Als Martha klagt, meint Jesus, Maria habe das gute Teil gewählt. Kurzum: Arbeit einfach auch mal Arbeit sein lassen.
Die BibelDie Bibel (griechisch „biblia“ = Bücher) ist die Heilige Schrift der Christen. Die Bibel ist in das Alte und in das Neue Testament aufgeteilt. Das Alte Testament ist ursprünglich in Hebräisch geschrieben. Es beginnt mit der Schöpfungsgeschichte und enthält neben den Urgeschichten der Menschheit Prophetenbücher, Weisheitstexte und die Geschichte des Volkes Israel. Viele Schlüsseltexte der westlichen Kultur finden sich im Alten Testament, wie zum Beispiel die Zehn Gebote. Das Neue Testament ist ursprünglich in Griechisch geschrieben. Es enthält unter anderem die vier Evangelien, die vom Leben, von Kreuz und Auferstehung Jesu Christi erzählen, und eine Anzahl theologischer Briefe, von denen die des Apostels Paulus am wichtigsten sind. Bis ins 15. Jahrhundert wurde die Bibel fast nur in ihrer lateinischen Übersetzung (Vulgata) gelesen. Martin Luther übersetzte die Bibel von 1520 bis 1536 ins Deutsche. Alle christlichen Kirchen berufen sich in ihrer Lehre und in ihrer Praxis auf die Bibel, auf das Alte und das Neue Testament, als wichtigste Quelle. hilft beim Entschleunigen, sagt Hohage: innehalten, ruhig werden, über die Worte nachdenken, das Gute im Leben erfassen. "Gott möchte uns das Leben schenken, das Ewigkeit verspricht", betont Hohage. "Amen!" Applaus, Musik, Abkündigungen: Alle sind nun ins Bistro eingeladen, nächster "Update"-Gottesdienst am 22. Januar. Nach VaterunserDas Vaterunser ist eines der zentralen und ältesten Gebete der Christen. Es wird auch „Gebet des Herrn“ oder gelegentlich „Jüngergebet“ genannt, weil Jesus selbst es seinen Anhängern als Gebet empfohlen hat. Im Neuen Testament sind zwei Versionen überliefert. Jene des Matthäusevangeliums, 6. Kapitel, ist die allgemein bekannte und in der Liturgie gebräuchliche mit ihren sieben Bitten. Im Lukasevangelium, 11. Kapitel, fehlen hingegen die Bitten „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden“ und „sondern erlöse uns von dem Bösen“. Das Vaterunser gilt als eine sehr knappe Zusammenfassung wichtiger Inhalte des Evangeliums. Es steht in der Mitte der Bergpredigt (Matthäusevangelium, Kapitel 5 bis 7). Die Formel „Und führe uns nicht in Versuchung“ meint übrigens keine aktive Rolle Gottes als Verführer der Menschen, sondern hat die Bitte zum Inhalt, Gott solle die Menschen nicht der Gewalt der Versuchung überlassen. und Segen rockt noch mal die Band. Der Ohrwurm "Gott hört dein Gebet" klingt auf dem Heimweg nach.


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