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Abendmahl


Abendmahl
Das Abendmahl vergegenwärtigt das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern. Beim Abendmahl bekomme man eine Vorstellung von der künftigen Mahlgemeinschaft im Reich Gottes, glauben Christen. Nach Matthäus 26,29 spricht Jesus von dem Tag, „an dem ich von neuem vom Gewächs des Weinstocks mit euch in meines Vaters Reich trinken werde“. Katholiken und Protestanten erkennen das Abendmahl als Sakrament an, als sichtbares Zeichen von Gottes unsichtbarem Handeln. Dennoch trennt der Streit um das Abendmahl die Konfessionen. Wie sind etwa Jesu Worte „Das ist mein Leib... und Blut“ zu verstehen? Verwandeln sich Brot und Wein in Christi Leib und Blut? Das ist die katholische Vorstellung. Früher herrschte auch innerhalb der Protestanten darüber Uneinigkeit. Reformierte Protestanten verstanden die Gleichsetzung symbolisch, Lutheraner bestanden auf einer wörtlichen Auslegung. Seit der „Leuenberger Konkordie“ von 1973 halten beide die früheren gegenseitigen Verwerfungen für überwunden: Damit leibliche Gegenwart entstehe, bedürfe es keiner Wandlung der Elemente. Sie bedeute vielmehr, dass Christus in der Mahlgemeinschaft geheimnisvoll gegenwärtig sei.