Mann im Leben? Muss nicht sein

Aber Kinder, die wollte sie unbedingt. Sie bekam Zwillinge – per Samenspende

Foto: Maria Irl

Schon als kleines Mädchen wusste ich, dass ich mal Kinder haben will. Nur von einem Mann habe ich nie geträumt. Mit Anfang zwanzig hatte ich ein paar Dates und auch Sex, aber ich fand es längst nicht so aufregend, wie es immer dargestellt wird. Es war okay, aber ich dachte nie: Das brauchst du jetzt! Also hielten meine Beziehungen nur kurz, und wenn ich mich wieder getrennt hatte, vermisste ich nichts. Ich bin auch nicht der Typ, der wegen jedem Husten Zuspruch braucht. Ich habe zwei beste Freundinnen und meine Schwester. Ich brauchte keinen Mann an meiner Seite.

Aber ich wünschte mir Kinder, ganz klar.

Ein One-Night-Stand ist nichts für mich, blieb also nur die ­Samenbank. Ich beendete mein Mathematik- und Physikstudium und fing an, als Realschullehrerin zu arbeiten. Dann, so vor sechs Jahren, postete ich eine Anzeige in einem Samenspender-Portal: „Singlefrau, hetero, sucht Samenspender zur Erfüllung von ­Kinderwunsch.“ Keine fünf Minuten später hatte ich lauter anzügliche Mails im Postfach von Typen, die mich überzeugen wollten, dass ich mit Sex viel schneller schwanger werde. Gruselig! Nie im Leben hätte ich einen dieser Männer getroffen.

Ich meldete mich sofort wieder ab und traute mich erst ­Wochen später in ein anderes Forum. Dort können Singlefrauen ihren ­Samenspender nach Augenfarbe, Ausbildungsstatus und Hobbys auswählen. Es ist ein bisschen, als würde man sich ­einen Pulli in einem Katalog bestellen. Aber meine über 80-jährige Großmutter sagte cool: Wenn du Kinder willst und keinen Mann hast, ja, irgendwie musst du zu Kindern kommen!

"Er zahlt keinen Unterhalt und hat keine Pflichten, kann sein Kind aber alle paar Monate sehen."

Ich bestellte mir also Sperma von einem Studenten und ließ es mir in einer Frauenarztpraxis übertragen. Es fühlte sich merkwürdig an, fast ein bisschen eklig. Nach der Behandlung starrte ich die Männer meiner Umgebung an und dachte: Oh nein, ­hoffentlich kaut der Spender nicht genauso Kaugummi! Oder: Hoffentlich hat er nicht solche Finger! Als der Schwangerschaftstest negativ ausfiel, war ich erleichtert. Ich wollte keine anonymen Versuche mehr. Ich dachte: Du solltest den Vater deines Kindes wenigstens so sympathisch finden, dass du vier Stunden mit ihm im Zoo aushältst, und du suchst dir jetzt bewusst einen schwulen Mann.

Dann lernte ich in einem Onlineforum, in dem man Namen und Fotos der spenderwilligen Männer erfahren kann, einen jungen Mann kennen, der sich Kinder wünschte so wie ich. Wir schrieben uns hin und her, es war angenehm normal. Dann wollten wir uns kennenlernen, um herauszufinden, ob wir für eine Elternpartnerschaft taugen. Es lagen 300 Kilometer zwischen uns, trotzdem trafen wir uns an den Wochenenden im Theater oder Restaurant. Wir wurden uns in den wichtigsten Punkten schnell einig: Er würde keinen Unterhalt zahlen und keine Pflichten haben, könnte sein Kind aber alle paar Monate sehen.

Er fing an zu bechern, und ich spritzte mir sein Sperma zum Eisprung mit einer Einwegspritze selbst ein. Erst nach anderthalb Jahren und einer intracytoplasmatischen Spermieninjektion im Ausland, bei der das Spermium direkt in die Eizelle eingebracht wird, klappte es. Ich war endlich schwanger und gleich doppelt mit Zwillingen!

Inzwischen sind meine Mädchen zweieinhalb und die ­wunderbarsten Kinder, die man sich vorstellen kann. Dass sie Samenspenderkinder sind, interessiert auf dem Spielplatz und im Freundeskreis niemanden. Aber wenn ich mal gefragt werde, erzähle ich, wie sie entstanden sind. Auch als Mutter kann ich mir für die Zukunft keine Beziehung zu einem Mann vorstellen. Übrigens erst recht nicht zu einer Frau. Manchmal wäre es natürlich schön, wenn jemand den Tisch abräumt, während ich sie ins Bett bringe. Aber ein Argument für einen Partner ist das halt auch nicht.

Der Vater der Kinder kommt alle zwei Monate zu Besuch. Dann sind sie ganz aus dem Häuschen. Er genießt es, mit ihnen herumzutoben. Für mich ist wichtig, dass meine Töchter ihren Vater überhaupt kennen, dass sie also nicht aus einer anonymen Spende entstanden sind. Dann wüssten sie heute nicht mal, wo er wohnt. Und könnten ihre zweiten Großeltern und die Tante nicht besuchen. Die lieben sie nämlich sehr.

Lesermeinungen

Da haben wir hier mal einen geschilderten Fall, bei dem die Mutter dem Spender tatsächlich keinen Unterhalt abverlangt. Schön, wenn es wirklich auf Dauer so klappt.

Das ist aber kein gesicherter Dauerzustand!!! Solche zuvor getätigten persönliche Absprachen treten ggf. ganz schnell ins Hintertreffen, sobald die Mutter finanzielle Probleme - oder schlichtweg einfach plötzlich doch Bock auf die Kohle bekommt.
Da nützt dann auch kein noch so ausführlich aufgesetztes schriftliches Dokument. Kindesunterhalt KANN man nicht ausschließen!

Jeder Mann, der eine Samenspende für sowas abgibt, tätigt damit einen Offenbarungseid, das kann man gar nicht oft genug betonen.
Und Unterhalt kann auch NACHTRÄGLICH auf einen Schlag in voller Höhe eingefordert werden! Ein Recht auf Abstottern gibt es nicht! "Adieu, du gerade mühsam aufgebaute Existenz" kann es dann ganz schnell heissen!

Samenspende? Nein Danke!
Wer sich heutzutage bei der derzeitigen Gesetzgebung und Gerichtspraxis auf derartige Spielchen einlässt, kann nur ein hoffnungsloser Idealist oder bekloppt sein! Oder beides...

Jeder soll nach seiner Façon glücklich werden sagte der alte Fritz einmal. Warum also nicht auch eine Mutter, die eine Nichtbeziehung wünscht. Wir leben heute in einer Welt voll von marktwirtschaftlichen Prinzipien, eine Leihmutter mit Eispende gibt es für 30.000 € irgendwo in Indien, Samenspender fast kostenlos. Und der (rechtlich nicht gültige) Verzicht auf Unterhalt wird die Mutter hier auch einiges kosten. Angebot und Nachfrage und eine Kirche die nicht nachfragt. Schade!

Hier haben sich ein paar Menschen im Leben gefunden, eine Frau die keine Beziehung, vor allem keine Beziehung zu einem Vater wünscht. Denn anders kann man die paar Stunden alle paar Monate nicht bezeichnen, als Nichtbeziehung. Es erinnert an einen Menschen im vollbesetzten Bus, der auf der letzten freien Bank platz genommen hat und nun versucht zwei Fahrscheine zu lösen, damit er die Fahrt auf dieser Bank alleine bis zur Endstation genissen kann. Ethische Fragen bitte nicht erst aufkommen lassen, nicht in unserer Wohlfühlkirche! Moralische Fragen, wozu, der Mutter geht es doch gut. Aber sonst?

Sie möchte eine Samenspende, dann den Vater kennen lernen damit die Kinder nicht diese dicken Finger haben, aber bitte bitte jemanden der ihr nicht dreinredet. Dann muss er noch schwul sein, warum, egal! Wie hat der Vater das alles denn empfunden? Wie fühlt er sich als Ergebnis eines marktwirtschaftlichen Selektionsprozesses? Wie war sein Elternhaus, das er sich auf einen solchen faulen Deal eingelassen hat. Vater ja, aber bitte ohne Rechte und Pflichten. Hätte er lieber etwas mehr Vaterschaft gehabt, hat aber keine Chance das durchzusetzen? Warum hat er dieses Modell genommen? Weil es die einzige Möglichkeit für einen homosexuellen war sich fortzupflanzen? All das ist egal, denn es wird nicht erwähnt, wozu auch, es geht hier um Mütter, nicht Väter und schon gar nicht Kinder.

Wie geht es den Kindern dabei? Sicherlich erst einmal besser wie Kindern in hochstrittigen Familien. Doch was passiert mit Kindern deren Vater so abwesend ist? Anscheinend, so sieht man es auf dem Bild, sind es Mädchen. Sie selber werden sich später genau so verhalten, ich bin die Mutter, Vater nein Danke! Erwischen sie aber einen Mann der das anders sieht, dann ist Konflikt vorprogrammiert, dann kommt es höchstwahrscheinlich zu solch hochstrittigen Trennungskonflikten. Was aber passiert wenn es Jungen sind? Wie werden sie diese Situation empfinden, bei denen der eigene Vater zum Erzeuger und Besucher verdonnert wird? Wie werden sie einmal als Vater sein? Wenn sie es besser machen wollen, dann kann man zumindest davon ausgehen das dieses Modell nicht ideal war.

Was mich hingegen am meisten schockt, die Kirche interessiert nur die Sichtweise der Mutter. Nach dem Artikel von Frau Holch, in dem sie mal Karneval als Mann spielt und mal Püppirufend die Sau rauslässt, nun dieser Artikel, der rein die Sichtweise der Mutter zeigt, alles andere aber ausblendet. Eine Kirche für alle war einmal, heute ist es eine Kirche für Egoistinnen und Egomaninnen. Da ist der Ausspruch von Spartaner (den auch ich von Vätern gehört habe) nur noch konsequent, wenn Mama nicht will, dann muss Papa sich bitte irgendwo mit einer anderen Frau neue Kinder machen, zumindest wenn es nach Familienberatungen der ev. Kirche geht.

@tempora
Sie sprechen alle Menschen an, die keine Ahnung von Ihren und mancher Frauen Wünsche haben:
"Die keine Ahnung haben (und sich vielleicht auch keine Gedanken darüber machen) was es für eine Frau bedeutet, mit diesem unerfüllten Wunsch leben zu müssen?"

Umgekehrt muss mann fragen, ob diese Frauen
- eine Ahnung haben, was es für einen Kind bedeutet, einen Vater zu haben?
- eine Ahnung haben, wie sehr die KInder unter dem unerfüllten Wunsch leiden, einen Vater zu haben?

Ich nehme an, die Gefühle des Vaters sind Ihnen vollkommen egal, hauptsache er überweist die Werte und besteht nicht darauf, sie zu vermitteln.

Womit wir dann auch beim Thema wären: Welche Werte vermittelt uns heutzutage die Kirche, wenn es solche Artikel als gesellschaftsrelevant vermittelt?

Eine Ahnung, wie sehr auch ein Vater unter dem unerfüllten Wunsch seine Kinder in seine Arme zu schliessen - was ihm durch solche Lebensentwürfe vollkommen unmöglich gemacht wird - scheinen Sie nicht zu haben, tempora.

Arbeitssklave und Zahlesel???
Der Spender zahlt doch gar keinen Unterhalt, siehe Artikel.
Erst denken, dann schreiben :-)

Eltern haben ist genauso traumatisch, wie Eltern sein, insofern interessiert mich ein fremdes Leben gar nicht. Ich liebe meine Kinder, aber auch mich selbst. Und ich würde es nicht wagen, meinen Lebensentwurf , einem anderen Menschen vorzuschreiben. Womit ich auch sage, dass ich es mir von anderen ebenfalls nicht vorschreiben lasse. Das ergibt, alles in allem, eine komplizierte Mischung aus Toleranz, Gewähren Lassen, Durchsetzung , Eigenwille. Der Mann, der sich damit schwertut, darf sich fragen, warum . Und nach Antworten suchen. So wie ich es tun musste. Ich glaube auch, dass weder Frau, noch Kind, den Mann/ Vater "brauchen", denn wenn man einander "braucht" , wird es ohnehin nicht gut gehen. Erst wenn man sich der gemeinsamen Aufgabe sicher ist, gibt es eine Basis, die zwar keine Garantie in sich birgt, aber ein Option für die Zukunft. So Gott es will.

Die Gesellschaft ist dem ständigen Wandel unterworfen.
Mir kommen im Wandel der Familenstrukturen folgende Gedanken auf:
Kurz nach dem Kriege wurde in einem mir bekannten Dorf in Schleswig-Holstein eine Rinderbesamungsstation geschaffen.
Das galt als Neuerung.
Zu einer annähernd vergleichsweisen Station entwickeln sich offenbar die Beziehungen zwischen Mann und Frau in dieser "fortschrittlichen" Gesellschaft des Überflusses, gepaart mit Beziehungsunfähigkeit und Egoismus.

Keinem Mann, der (den unmöglichen) Versuch unternehmen würde, sich Kinder anzuschaffen aber die Mutter auszusortieren, würde man mit Verständnis begegnen.

Und Feministinnen, die sonst so hämisch davon sprechen, die Vater-Mutter-Kind-Familie habe ausgedient, wären nicht so begeistert, wenn es die Mutter und nicht der Vater wäre, die in den gefeierten "alternativen" Restfamilien auf der Strecke bliebe.

Die ungeheuerlichste Macht auf diesem Planeten ist die Schöpfungsmacht, die nur vom Schöpfer geteilt wird, nicht vom Menschen, weder Mann und Frau. Nur Frau und Mann zusammen (!) können neues Leben zeugen, in Liebe und gegenseitiger Bezogenheit. Der Anspruch, allein ein Kind zu zeugen und den anderen Elternteil auszusortieren ist blasphemische Anmaßung, Größenwahn.

Welcher in der Praxis auch nicht funktioniert. Während Feministinnen stur behaupten, vom leiblichen Vater getrennt aufzuwachsen sei eine gute Sache, sprechen alle Erfahrungen dagegen:

Kinder, die ohne Väter aufwachsen, sind
· 5mal mehr gefährdet, Selbstmord zu begehen
· 32mal mehr gefährdet, von zu Hause wegzulaufen
· 14mal mehr gefährdet, Vergewaltigung zu begehen
· 9mal mehr gefährdet, frühzeitig aus der Schule auszusteigen
· l0mal mehr gefährdet, Drogen zu nehmen
· 9mal mehr gefährdet, in einer Erziehungsanstalt zu landen
· 20mal mehr gefährdet, sich im Gefängnis wiederzufinden
· 33 mal mehr gefährdet, ernstlich körperlich mißhandelt zu
werden
· 73mal mehr gefährdet, Opfer tödlichen Mißbrauchs zu sein

Die Macher einer Studie, die den Lebensweg alleinerzogener Kinder untersuchten, kamen zu einem vernichtenden Ergebnis: Anstatt dass sich eine Mutter als alleinerziehend versuchen solle, sollte sie ihre Kinder zur Adoption freigeben - das sei besser für den Nachwuchs.

Feministische Familienpolitik ist somit kinderfeindlich, aber bis dieser Wahn beendet wird, wird noch viel Wasser den Rhein hinunterfließen in einer Gesellschaft, in welchen Vätervereine sich selbst finanzieren müssen, während Vereine wie der "VAMV", der eine Politik betreibt, welche das Alleinerziehendenmodell fördert, mit öffentlichen Mitteln und Bundesverdienstkreuz bedacht werden.

Interessiert Sie die männliche Perspektive, tempora? Wirklich? Die ‚Zeugungsunwilligkeit’ ist hausgemacht, und zwar weil hierzulande - anders als offiziell verkündet - Mutter und Kind nach wie vor als Einheit betrachtet und Vater mehr denn je auf rechtloser ‚Erzeuger‘ reduziert wird. Das geht mit dem Recht auf anonyme Geburt los und hört mit der ‚Mütterrente‘ nicht auf. Letztere beinhaltet EINEN Rentenpunkt, der unteilbar ist und automatisch an Muttern fällt. Hälftig betreuende Väter erhalten: nichts. Und seltsamerweise stört sich da auch keiner unserer allgegenwärtigen Sprachpolizist_*Innen am Begriff ‚Mütterrente‘. 60 Geschlechter her oder hin – das geht schon in Ordnung, gell?
Über die hiesige Unrechtspraxis/gesetzlichen Rahmenbedingungen muss eigentlich nichts mehr gesagt werden. Auch wenn unsere Medien diese schreiende Ungleichbehandlung vorsätzlich NICHT thematisieren, haben sich die massiven strukturellen Benachteiligungen, von denen insbesondere unverheiratete Väter betroffen sind, natürlich rumgesprochen. Ganz egal ob Hausmann oder nicht – Mutter hat in JEDEM Fall recht.
Die Beratungsstellen der EKD folgen dieser antiemanzipatorischen Mutterfixierung und raten Trennungsvätern sich „andere Kinder“ zu suchen.

Usw usw, die Liste der Benachteiligungen/Instrumentalisierung von Männern liesse sich fortsetzen.
Beziehungen sind heute brüchig. Und wenn von mir als potentiellen ‚Erzeuger’ ohnehin erwartet wird, nicht an den eigenen Kindern zu hängen, sie mir von der Kindsmutter nach Belieben entzogen werden können und ich dem quasi rechtlos und zahlend zuzusehen habe, dann ziehe ich daraus die entsprechenden Konsequenzen. Und die lauten: OHNE MICH!

Was soll diese "Selbstdarstellung" einer Außenseiterin in Ihrem/einem christlichen Magazin?!
Ich wünsche ihr alle erdenkliche Hilfe an Beratung und echter Lebenshilfe, aber es kann doch nicht sein - bei aller Toleranz (für mich inzwischen fast -duselei), diesem Lebensentwurf das Wort zu reden.
Ich hoffe, dass nicht nur meine Altersgruppe innerlich und äußerlich "aufschreit"!
Sigrid Rogge, Dresden, 71 Jahre

@ Benno Schwarzer: Gibt es in Ihren Augen wirklich nur Beziehungen zwischen Frauen und Männern, dass Sie aus dem Desinteresse der Zwillingsmutter aus dem Artikel an einer solchen auf "beziehungsunfähig" schließen? Können nicht gute Beziehungen zu Eltern, Geschwistern, engen Freunden etc. ebenfalls eine gute Vorbildwirkung auf Kinder haben? Vielleicht eine bessere als eine problembehaftete Beziehung zwischen zusammenlebenden Eltern?
Es steht Ihnen ja natürlich frei, den hier vorgestellten Lebensweg abzulehnen. Dass Sie allerdings auf der Grundlage der Informationen aus dem Artikel gleich eine negative Sozialprognose für die Töchter von Frau L. abgeben, zeugt wohl eher von einer ziemlichen Ignoranz Ihrerseits. Das finde ich traurig.

Danke an den Chrismon für die Veröffentlichung dieses ermutigenden Artikels! Ich wünsche mir, dass viele Kinder in einem so liebenden Umfeld aufwachsen können, wie es hier der Fall zu sein scheint.

Ich sehe hier keine "Beziehungsunfähige" Frau, sondern nur eine Frau, die kein Bedürfnis nach einer klassischen Beziehung zu einem Mann hat. Die auch ohne Partner zufrieden war/ist (die wenigsten Menschen können das von sich sagen, brauchen immer ihren "Gegenpol" zur Sinnerfüllung), die in sich ruht und zu sich steht (auch hier, wieviele können das? ), die ihren Weg geht, auch gegen die gesellschaftlichen Konventionen. Die nichts vermisst hat, außer der Erfüllung des ihr von Gott und der Natur gegebenen Wunsch und Recht, sich fortzupflanzen.
Und um sich dieses Bedürfnis zu erfüllen, ist sie ihren Weg mutig gegangen.
Was spricht dagegen??
das es nicht der gesellschaftlichen Konvention entspricht??
Warum werden es immer mehr Frauen tun??

Vielleicht liegt es an der wachsenden Zahl der Zeugungsunwilligen Männer, die ihre Partnerinnen immer wieder vertrösten oder mit ihrem Kinderwunsch einfach alleine lassen. Die keine Ahnung haben (und sich vielleicht auch keine Gedanken darüber machen) was es für eine Frau bedeutet, mit diesem unerfüllten Wunsch leben zu müssen?

Dieser Artikel zeigt doch nur, dass es andere Möglichkeiten gibt, und ich wage mal die Behauptung, dass Kinder das als Normal annehmen, mit dem sie aufwachsen. Hier ist kein Geheimnis im Raum, keine Lüge über die Herkunft oder ihre Entstehung.

viele Grüße
Weiblich, dem Beispiel folgend.

Schon die Überschrift zeugt von einem merkwürdigen Verständnis von Familie. Männer sind gegenwärtig nur noch Projektionsfläche für alles Übel der Welt und ansonsten obsolet geworden. Aber sind sie das wirklich? Alle Untersuchungen zeigen, dass Kinder von Alleinerziehenden später häufiger Suicid begehn, öfter drogenabhängig und auch sonst öfter straffällig werden. Chrismon ist seit langem ein feministisches Kampfblatt mit dem ersten Glaubenssatz: "Mann = böse + Täter und Frau = Opfer + gut".

Wollen Sie mal was über Gerechtigkeit und Liebe erfahren, dann lesen Sie dieses "Wort zum Sonntag von Kai V.
http://frontberichterstatter.blogspot.de/2014/08/das-wort-zum-sonntag.html

Es geht dabei um die Liebe, wie sie in der Bibel vorkommt und wie sie der EKD zunehmend anhanden kommt.

Gruß
Reiner

Vielen Dank für diesen Artikel! Es gibt ja leider immer noch die überholte Vorstellung von der Idealfamilie bestehend aus Vater-Mutter-Kind. In der Realität habe sich längst andere Familienmodelle etabliert, die sich mittlerweile als ebenso gut bewährt gaben. Männliche und weibliche Rollenvorbilder finden sich ja nach wie vor in der Großfamilie oder eben auch außerhalb, so dass sich Kinder erwiesenermaßen ebenso gut in anderen Familienkonstellationen entwickeln, wie in der klassischen Familienform.

Mir tun die Kinder kein bisschen leid, denn sie waren von ganzem Herzen gewünscht und werden geliebt... und das kann man längst nicht von jedem Kind, das in einer "klassischen Familie" entstanden ist, behaupten!
"Beziehungsunfähigkeit" zu attestieren, ohne den betroffenen Menschen zu kennen, ist ein Armutszeugnis... und zu behaupten, dass sich die Kinder vermutlich "alles andere als optimal entwickeln werden", schlichtweg eine Unverschämtheit. Warum nur fühlen sich manche Menschen von anderen Lebensmodellen so angegriffen???

Männer fällt die Rolle als Zahlesel und Arbeitssklave zu.
Beziehungsunfähige Frauen dürfen Familie simulieren.
Super!
Bravo!
Weiter so!

Wer dem nicht zustimmt, der verlasse das sinkende Schiff so irgend möglich...

Diesen Artikel empfinde ich als heilsam, da er berichtet und nicht wertet. Alles, das was bei gleichegschlechtlichen Partnerschaften als problematisch für die Kinder ist, trifft hier nicht zu: Kein unbekannter Vater oder Mutter, sogar Kontakt zu den Familien beider Seiten. was ist denn mit den Vätern, die auf Montage sind? Sehen die ihre Kinder im Alltag? Bitte in der Realität bleiben. Eine Traditionelle Ehe und Elternschaft ist nicht immer optimal für die Kinder...... Und wieviele Familiengeheimnisse belasten die Kinder in traditionellen Familien? Ich empfinde die Klarheit und Offenheit dieser Frau als heilsam - mag es andere auch abstoßen.

Die Kinder tun mir leid.
Sie haben einen "Vater", der als Besuchsonkel alle paar Wochen mal auftaucht.
Sie haben eine Mutter, die offensichtlich beziehungsunfähig ist.
Das mag ja im Moment noch ganz gut aussehen. Für eine gute Entwicklung brauchen die Kinder aber einen Vater und eine Mutter. Bei diesen Voraussetzungen ist zu vermuten, dass die Kinder sich alles andere als optimal entwickeln.
Warum veröffentlicht Chrismon eigentlich diesen Beitrag? Soll hier propagiert werden, dass das Modell als Vorbild dienen soll?

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