Mahlzeit: Susanne Breit-Keßler über ihr neues Blog

Mahlzeit: Susanne Breit-Keßler über ihr neues Blog
Mahlzeit!

Mahlzeit! Um die Mittagsstunden schallt einem allenthalben dieser muntere Ruf auf Fluren und Gängen entgegen. Er wird quer über die Tische in Kantinen geschmettert und von einer Straßenseite zur anderen gebrüllt. Besonders apart, wenn man sich gerade auf der Toilette die Hände wäscht und einem jemand vertraulich "Mahlzeit!" zuraunt.

Mahlzeit! Warum eigentlich, wenn man unterwegs ist und das Essen noch gar nicht auf dem Tisch steht, jemand lieber joggt oder auf Shoppingtour geht, statt zu essen? Wenn eine mit Akten bepackt durch die Gegend rennt, ein anderer wegen wichtiger Telefonate gar nicht zum Essen kommt oder sowieso lieber ackert, als ein Päuschen zu machen?

"Mahlzeit!" ist eigentlich eine Verkürzung

Mahlzeit! Ich bin keine große Freundin dieser kurzen Floskel. Aber Moment mal. Mahlzeit! ist eine Verkürzung des Wunsches "Gesegnete Mahlzeit". Das ist doch gleich was ganz anderes: Gesegnet soll sein, was man da isst - von seinem Ursprung bis dahin, dass es einem auch wohl bekommt. Prosit, sozusagen: Es möge dir von Nutzen sein.

Warum also nicht einfach warten, bis man wirklich zu Tisch sitzt? Und dann das Essen anschauen, sich ins Gesicht blicken, ein Gebet sprechen - still, unauffällig für sich oder gemeinsam - und in aller Ruhe sagen: "Gesegnete Mahlzeit wünsche ich." Sie meinen mit Friedrich Schiller: "Prost Mahlzeit! da fällt das Ganze gleich. Die Furcht ist weg, der Respekt, die Scheu ..."?

Warten Sie's ab. Wir lesen uns wieder. Zum Thema Mahlzeit. Sie werden sich wundern, was es da alles zu besprechen gibt.

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Über diesen Blog

Essen und Trinken hält Leib und ­Seele zusammen. Und darüber Neues zu lesen, macht den Geist fit. Susanne Breit-Keßler wünscht Guten Appetit!

Susanne Breit-Keßler
Susanne Breit-Keßler schrieb viele Jahre die Kolumne "Im Vertrauen" für chrismon. Seit 2000 ist sie Regionalbischöfin des evangelischen Kirchenkreises München-Oberbayern und seit 2003 Ständige Vertreterin des bayerischen Landesbischofs. Ihre journalistische Ausbildung absolvierte sie bei der Süddeutschen Zeitung und beim Bayerischen Rundfunk. Mehrere Jahre sprach sie "Das Wort zum Sonntag" in der ARD und war bereits Autorin des chrismon-Vorläufers "Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt".

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