Ursula Ott über Engel und einklappbare Flügel auf der Gamescom

Ursula Ott über Engel und einklappbare Flügel auf der Gamescom
Wer ist dein Engel?

Wer war für euch heute ein Engel? Das haben meine Online-Kollegen von evangelisch.de gefragt, weil gestern "Sei-Ein-Engel-Tag" war. Sei-ein-Engel-Tag? Nie gehört. Ich kenne den Rote-Nasen-Tag und den Welttoilettentag. Aber das mit den Engeln war mir neu.

Wie toll, dass wir neuerdings diese  "Große Lage" haben. Immer montags um 11 Uhr sagen uns die News-Freaks von epd , was diese Woche in Berlin, Barcelona oder der evangelischen Hauptstadt Wittenberg los ist. Die Onliner tragen Höhepunkte aus der digitalen Welt bei - und alle anderen, von chrismon bis zum "Wort zum Sonntag",  berichten von ihrer Agenda. 

Meistens fallen Stichworte wie: Terror. Bundestagswahl. Reformationsjubiläum. Diese Woche war der Running gag:  Engel. Engel? Auf facebook fragt evangelisch.de "Wer war für euch heute ein Engel?" Die Antworten sind übrigens anrührend. "Meine Kinder". "Meine Katze" , so schreiben die User, aber auch: "Mein Engel heißt Simone. Danke".  Der Engel-Tag entfachte gerade  eine heitere Debatte in der "Großen Lage", da kündigte der Digitalchef an, er sei diese Woche erstmal auf Dienstreise.Auf der Gamescom in Köln. "Als Engel?" fragten alle, denn man muss wissen: Hanno hat rauschend lange Haare. Er wäre ein hübscher Engel. Aber das geht ja dieses Jahr nicht wg: Terror. Sicherheit. Kostümregeln. So, und das ist jetzt kein Witz: Wer 2017 als Engel verkleidet auf die Gamescom will, muss folgende Maße befolgen: "Feststehende Flügel mit einer maximalen Spannweite von 1m. Flexible Flügel zum anlegen maximal 2m je Flügel." Das ist natürlich schade. Ein Engel mit eingeklappten Flügeln. Das wäre ja wie  Martin Luther mit Nagelfeile statt Hammer.  Nein, Hanno geht unkostümiert. Als Digitalchef. Und berichtet übrigens auf evangelisch.de, was es Neues gibt auf der gamescom. 

Apropos Martin Luther. Ganz viele chrismon-Leute sind diese Woche in Wittenberg, denn heute beginnt die Themenwoche Medien. Zum Programm gehts hier. Ich bin  am Sonntag dran, diskutiere mit unserer Herausgeberein Margot Käßmann über Hate Speech. Ein Dank an das Team chrismon.de: Die haben sich für meine Vorbereitung nochmal durch den Schlamm unserer Hate Mails auf chrismon.de gewühlt. Is nicht schön, aber ich soll ja was zu erzählen haben am Sonntag. Danke dafür. Mein Engel heute heißt Manon.

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Seit Chefredakteurin Ursula Ott Print und Online managt, versucht sie sich als interkulturelle Dolmetscherin

Ursula Ott
Ursula Ott hatte als Schülerin den Berufswunsch Dolmetscherin. Aber dann wollte sie doch lieber selber reden und schreiben. Heute tröstet sie Print-Reporterinnen, wenn ihre mühsam gehäkelten Sätze als Shareable bei Facebook zerschreddert werden. Und lässt sich von den Onlinern erklären, warum Mails nur noch was für alte Leute sind.

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