Konfirmation: Wie schwer kann eine Rede schon sein?

Festrede leichtgemacht
Mit diesen - nicht ganz ernst gemeinten - Tricks gelingt Ihre Konfirmationsrede!

Die Konfirmation ist ein schöner Anlass: um vorab zu fasten. Um den Schwippschwippschwager wieder­zutreffen. Vor allem aber, um mit einer Festrede zu ­glänzen. Konfirmandeneltern aufgepasst, es ist einfach: ­Zunächst beleuchten Sie das gemeinsam erlebte Heranwachsen des Zöglings, besonders die charmanten Aus­rutscher. Gehen Sie ruhig auf alle vollen Hosen, verunglückten Schulauftritte und zerbrochenen Erbvasen ein, und falls ­bereits passiert, unbedingt auf die erste Romanze. Willkommen sind hierbei Parallelen zu anwesenden Verwandten. Es schweißt zusammen, Ähnlichkeiten zu entdecken.

Sodann ein Blick auf die hoffnungsvolle Zukunft. Greifen Sie zur "Wir"-Form, um Ihre Teamstärke zu betonen: "Nun freuen wir uns darauf, das Abitur zu bestehen und unser Medizinstudium aufzunehmen." Die Vorschau auf die un­weigerlich kommenden Erfolge darf keinesfalls fehlen: die Klinik­leitung, die Villa am Starnberger See und den Enkel­segen, die das Kind Ihnen zur rechten Zeit bescheren wird.

Tun Sie Ihrem Kind Gutes und stützen Sie sich beim ­Sprechen auf seine Schulter. Es freut sich, als tragendes ­Familienmitglied wahrgenommen zu werden.

Sabine Oberpriller

Sabine Oberpriller ist freie Autorin bei chrismon und unter anderem zuständig für die Rubrik "Geht doch". Sie studierte Deutsch-Italienische Studien in Regensburg und Triest und absolvierte die Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München. Sie interessiert sich besonders für den Austausch zwischen Kulturen, Fragen der Gleichberechtigung in der Gesellschaft – und für Menschen in besonderen Situationen.
Lena UphoffPortrait Sabine Oberpriller, chrismon Redaktion, Redaktions-Portraits Maerz 2017

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