Vom Leben mit Maulwurf und Schnecke im Garten

Macht euch vom Acker!
Illustration von Damoun Tamir und Andrea Weber/WRK zum Thema Ungeziefer im Garten

Maulwurf und Schnecken: Die nerven!

Damoun Tamir und Andrea Weber/WRK

Harmonisch soll’s im Garten zugehen. Und hübsch. Mit Blümchen, Salat und Rasen sattgrün. Doch dann schleichen gefräßige Schnecken herbei, und Maulwürfe vermasseln das Idyll. Bis zu welcher Eskalationsstufe soll man gegen sie kämpfen? Ein Erfahrungsbericht
Die Schnecke

Ein mieses Tier hat unseren Garten über­fallen. Es hat die Dahlienzöglinge abgeraspelt bis zum Grund. Drum herum weißliche Spuren. Da, jetzt machen sie gerade den Ritter­sporn nieder: Spanische Wegschnecken – lange rotbraune Teile mit gerunzeltem Rücken, unangezogen sehen die aus, so ohne Haus. Drecksschleimer, ihr!

Cool bleiben, Internet fragen. In Videos sieht man Gartenbesitzer in der Abenddämmerung über ihre Beete gebeugt, wie sie die Nacktschnecken aus ihren Beeten voll Salat und Zucchini klauben, mit bloßen Händen oder mit Grillzange. Wie sie die Tiere in kochendes Wasser werfen oder mit der Garten­schere zerschneiden. Bah! Haben diese Schnecken denn keine Fressfeinde? Nur wenige, sagt Manfred Türke vom Zentrum für integrative Biodiversitäts­forschung an der Uni Leipzig. Kein Wunder: „Ihr Abwehrschleim ist bitter und zäh, der klebt jedem Räuber die Schnauze zusammen.“

Eigentlich können sich viele Pflanzen selbst wehren, sagt der Biologe. Sobald sie die Salicylsäure im Schneckenschleim bemerken, leiten sie fiese Stoffe in die Blätter und werden so selbst für Schnecken unattraktiv. Auch der Salat konnte das mal – bis man ihm die Bitterstoffe abgezüchtet hat. Unsere Dahlien können das offensichtlich nicht, die kommen ja auch aus Mexiko, da haben sie wohl keine Spanische Wegschnecke.

"In einem gesunden Garten leben an die 30 Schneckenarten, davon macht nur eine einzige Probleme"

Wobei – so sollte man die gar nicht mehr nennen. Sie kam nicht Ende der 60er Jahre mit Gemüsekisten aus Spanien nach Deutschland, wie man lange annahm. In Spanien gibt es die nämlich gar nicht, fanden Biologen jüngst heraus. Wahrscheinlich lebte Arion vulgaris immer schon irgendwo in Mittel­europa. Nur nicht in so ­großer Zahl und nicht überall. Jetzt ist sie auch in Rumänien und Litauen angekommen. Und der Einsatz von Schneckengiften steigt und steigt, weiß Manfred Türke.

Ha, Schneckenkorn! Das ist was für mich: Töten, ohne was davon zu sehen. Wie unehrlich ist das denn?, meint dazu Vollrath Wiese, Schneckenwissenschaftler in Cismar. „Man sollte wenigstens dazu stehen, dass man die Spanische Wegschnecke umbringt.“ Von Schneckenkorn hält er eh nichts, auch nicht vom biologischen mit Eisen-III-phosphat. Das töte nämlich auch die nützlichen Schnecken. „In einem gesunden Garten leben an die 30 Schneckenarten, davon macht nur eine einzige Probleme. Die anderen, die man meist gar nicht sieht, darunter Nacktschnecken wie der Tigerschnegel, fressen vor allem faule Pflanzenteile und Pilze. Da bin ich doch froh, dass die da sind!“

Christine Holch

Christine Holch regt sich gerade am meisten über die Ausläufer mancher Pflanzen auf – wo wollen die denn noch überall hinwuchern! Geradezu er­schüttert ist sie von diesem Willen zur Aus­breitung. Gärtnern ist halt nichts für Sensibelchen.
Lena Uphoff
Was macht denn er gegen Arion ­vulgaris? An Salat und Basilikum dürfen sie nicht, davon halte sie ein Sperrriegel aus Ringel­blumen ab, Schnecken fänden die igitt. „Ansonsten töte ich selektiv“, sagt Vollrath Wiese, „mit Spaten oder Schere.“ Können wir uns nicht vorstellen. Wir sind halt städtische Sensibelchen. Bierfalle ist aber ebenso blöd, Ertrinken ist auch für Schnecken nicht schön. Außerdem zieht so ein Glas die Schnecken der ganzen Umgebung an: Freibier!

Es muss was anderes geben, was ohne Totmachen. Genau das war der Antrieb für die junge Biologin Nadine Sydow, als sie Studentin an der Uni in Kiel war: eine nichttödliche Schneckenabwehr entwickeln. Was nicht zuverlässig funktionierte, wusste sie schon: Schneckenzäune um Beete und Schneckenkragen um einzelne Pflanzen. Von wegen, dass Schnecken nicht über Kopf kriechen mögen! Sie habe einen Videobeweis. Aber wie wäre es mit einem Antihaftanstrich für senkrechte Flächen – für Töpfe, Terrassen­stufen und Beetumrandungsbretter?

Wo viele Regenwürmer, da weniger Schneckenschäden

Sie probierte rund 400 Materialien aus. Auch Teflon, Lotus, sogar eine Haarbürste. „Aber Schnecken können wirklich an allem kleben! Die brauchen nur wenige Quadratmillimeter Fläche, um ihr eigenes Gewicht zu tragen.“ Irgendwann schlug sie Gips mit Seife schaumig. Das war die Lösung. Wenn die ­Schnecke eine solcherart eingepinselte Fläche, äh, beschleicht, darf man sich das vorstellen wie beim Bergsteigen an einer bröseligen Wand: Just der Stein, an dem man sich gerade festhält, löst sich aus der Wand. Nadine Sydow gründete ein Start-up für bio­logische Schädlingsabwehr, mittlerweile kann sie von ihrer Erfindung leben.

 Damoun Tamir und Andrea Weber/WRK
Leider sind wir faul. Beetumrandungen bauen und vorher wirklich jedes Schneckenei aus dem Beet grubeln? Nö. Selbst das Sprühen von Lebermoosextrakt oder sogar nur von Rasen­moos­brühe auf gefährdete Pflanzen, von Wissenschaftlern der Uni Bonn als wirksam belegt – vielleicht später mal.

Kann man diese Mistviecher vielleicht auch durch Nichtstun in Schach halten? Könnte hinhauen, meint Daniel Dörler von der Uni in Wien. Der junge Biologe erforscht die Verbreitung von Arion vulgaris in Privatgärten. Eins weiß er schon: Wo viele Regenwürmer, da weniger Schneckenschäden. Super, wir haben viele Regenwürmer – und vergleichs­weise wenig Schneckenschäden.

Warum das so ist, weiß man noch nicht so genau. Vielleicht bekommen die Pflanzen durch den Regenwurmkot mehr Nährstoffe, sind also fitter und damit schneckenresis­tenter. Vielleicht könnte auch dies der Grund sein: Regenwürmer knabbern gern an feinen Würzelchen, dagegen wehren sich Pflanzen – Pflanzen in regenwurmreichem Boden haben also bereits ein trainiertes Immunsystem, wenn dann auch noch Schnecken ihre Raspel­zungen anlegen wollen.

20 Meter weiter aussetzen - und alles ist gut

Mit den restlichen, eher zufällig gefundenen Nacktschnecken mach ich Weitwurf. Ja, genau: Ich werfe Schnecken. Über den Zaun und über einen Weg in die ungepflegte städtische Wiese. Jaha, ich weiß, man soll keine Arion vulgaris in Biotope werfen. Aber diese Wiese ist nicht naturnah, sondern eine städtische Hundeauslaufwiese.

Fragt sich nur, ob die Geworfenen dort bleiben. Zwei Briten haben genau das erforscht. Sie warfen eine in England übliche Gehäuseschnecke ein paar Meter weit aus dem Garten ins hohe Gras einer Wiese. Vor dem Wurf bekam jede Schnecke einen Tipp-Ex-Punkt auf ihr Haus. Die ersten wurden am 13. Tag wieder aufgegriffen, bei Regenwetter schafften sie es sogar an einem Tag zurück. Nicht alle kamen wieder, aber viele. Eine konnte bis zum Herbst 13 Heimpunkte sammeln.

Im nächsten Jahr erweiterten die beiden ­Forscher ihr Experiment: Sie setzten die Schnecken gleich 20 Meter weiter aus, auf dem Grundstück eines neugierigen Nachbarn. Diesmal kamen nur drei von 151 Schnecken zurück.

Was sagt uns das? Wer keine Schnecken abschlachten will, muss sie mindestens 20 Meter weiter weg aussetzen, sagen die beiden Wissenschaftler. Das Wegbringen reduziere die Zahl der Fraßschnecken im Garten genauso stark (oder eher: genauso schwach) wie Töten. Denn auch die Schneckenzerschneider er­wischen nur einen kleinen Teil der Population in ihrem Garten. Jetzt heißt es bei uns zu Hause oft: „Kannst du mal bitte den Schneckeneimer wegbringen?“

 

Der Maulwurf

Drei Maulwurfshaufen in Reihe, direkt vor der Terrasse. Nur eine Woche waren wir weg gewesen. Wir starren in unser Gärtchen. Ich sage noch schwach: „Na ja, wir wollten es doch immer naturnah im Garten haben.“ Dann sagen wir beide: „Dreckskerl!“

Was kann man tun? Wir tauchen ins Internet und stoßen sogleich auf die einschlägigen Videos: Da stapfen Leute mit hassverzerrten Gesichtern durch ihren Garten und rammen Mistgabeln in den Boden. Einer hält einen aufgespießten Maulwurf vor die wackelnde Kamera. Andere Leute diskutieren in Foren, ob man den Maulwurf mit einer Hochspannungskaskade aus Batterien „toasten“ könne.

In vielen Gärten tobt ein Krieg, von dem wir bislang nichts wussten. Ein Mann prahlt, dass er frische Hügel mit der Kleinkaliberpistole durchsiebe, „dann ist erst mal für lange Zeit Schicht im Schacht“. Ein anderer leitet die Auspuffgase seines Mopeds in den Maulwurfshaufen, harr, harr. Er erntet viele Likes. Aber auch Dislikes: „Das bringt nichts, der Maulwurf macht einfach den Gang dicht, wenns stinkt. Und es ist verboten.“ Antwort: „Du Oberpussy!“

Rasenchirurgie. Sind wir bekloppt?

Der Maulwurf scheint ein furchtbarer Gegner zu sein, wenn man Krieg gegen ihn führt. Egal, zu welcher Waffe man greift, es ist ihm schnurzegal, er setzt den nächsten Haufen. Eine Provokation. Wollen wir so enden, als vertrottelte Mistgabeljäger?

Sowieso ist der Maulwurf gesetzlich „besonders geschützt“. Nicht „streng geschützt“ wie Libellen, aber doch. Seit 1980. Der Gesetzgeber sah wohl das Bedrohungspotenzial durch Kleingärtner. Der Bußkatalog reicht bis zu 50 000 Euro. Wenn es Zeugen gibt. Nachbarn zum Beispiel, gar Nachbarn mit Handykamera. Man darf noch nicht mal die „Ruhe­stätten“ zerstören. Höchstens darf man es ihm ein wenig ungemütlich machen, so dass er vielleicht das Weite sucht.

 Damoun Tamir und Andrea Weber/WRK
Wir wollen cool bleiben. Machen die Haufen platt und schaufeln die feinkrümelige Erde in die Beete. Bald sieht der Rasen aus wie immer. Doch dann sinken wir an immer mehr Stellen ein. Knöchelverknacksungsgefahr. Vielleicht sind da Gänge eingebrochen? Wir schneiden die Grasnarbe fein säuberlich ab, füllen Erde in die Gänge darunter, legen die Grasnarbe wieder drauf. Rasenchirurgie. Sind wir bekloppt?

Neue Hügel tauchen auf. Wir stampfen drumherum. Hoffentlich sieht uns niemand. Lärm soll ihn vertreiben, heißt es. Am nächs­ten Morgen hat der Maulwurf gerade dort
neue Abraumhalden aufgeworfen. Eine Kriegserklärung?

"Ja, mein Maulwurf ist schon ein ganz besonders Agiler, ein Wahnsinniger"

Bevor wir die nächste Eskalationsstufe einleiten können, wird der Nachbar tätig, mit dem wir uns diesen Maulwurf teilen. Er steckt Ultraschallpiepser in die Haufen, solarbetrieben. Hört sich an wie eine Waschmaschine, die endlich geleert werden will. Die Piepser vertreiben eher uns als den Maulwurf. Dann steckt der Nachbar stinkige Lappen in die Gänge. Paar Tage darauf finden sich die Lappen oben auf neuen Hügeln.

Sollen wir mehr ausprobieren? Dafür haben wir als Berufstätige weder Zeit noch Nerv. Aber jemand anderes hat beides: Rentner Helmut Meinhövel, vormals Personalchef. Er hat über seinen Kampf mit dem Maulwurf im Selbstverlag ein Buch geschrieben: „Nervensache Maulwurf. Wie ich meinen Rasen doch noch vor ihm retten konnte.“

Anruf bei Meinhövel: Und, wie sieht’s aus? Meinhövel hat seinen Maulwurf noch immer. Aber nicht mehr im Rasen, nur noch in den Beeten! „Ja, mein Maulwurf ist schon ein ganz besonders Agiler, ein Wahnsinniger“, sagt Meinhövel mit grimmiger Anerkennung.

Was löst denn nun das Maulwurfproblem?

Anderthalb Jahre haben sie miteinander gekämpft, Meinhövel hat alles durchprobiert: WC-Steine in die Gänge, Knoblauch, Zwiebeln, Ultraschallgeräte... Er spülte die Hügel in den Boden zurück. Streute säcke­weise Kalk auf den Rasen, damit die Regenwürmer – Maulwurfs Hauptnahrung – da nicht mehr leben können. Steckte Pflöcke (zwölf!) in den Rasen und hämmerte wochenlang darauf herum. Stach mit Eisenstange rund um die Haufen in die Erde, um die Gänge zu zerstören – und verlor den Faden, weil der Maulwurf im Zickzack gräbt. Alsbald zog es den 84-Jährigen heftig in Schulter und Oberarm, er musste pausieren.

Wie oft hatte Meinhövel jubiliert, wenn tagelang nichts passierte: „Gewonnen!“ Dann entdeckte er neue Haufen. Ja, er hat sich oft die Laune verderben lassen, das gibt er freimütig zu. Eigentlich fast jeden Tag. Immerhin war er viel an der frischen Luft. Und abgenommen habe er auch.

Bei uns ist gerade Ruhe. Vielleicht ist „Unserer“ ein Männchen, das im Frühjahr nur deshalb neue Gänge buddelte, damit es auf das Revier eines Weibchens stößt? Ober­irdisch mag das Tier nicht rumspazieren, zu gefährlich wegen Greifvögeln. So was wissen wir mittlerweile aus dem Standardwerk von Günter R. Witte, Professor für Biologie: „Der Maulwurf“. Pensionär auch er.

Man würde den Professor gern fragen, was Maulwürfe wirklich vertreibt, aber er ärgert sich gerade ausgiebig über die Wühlmäuse in seinem Garten. Jetzt lege er „Giftbonbons“ aus. So halte man sich gegenseitig die Waage. „Aber ich bin immer einen Finger breit vorneweg!“ Nur so viel ist dem Professor zu entlocken: „Dass Lärm Maulwürfe vertreibt, ist ein Märchen.“

Sehbehindert, sauber und pfiffig

Wir versuchen, unseren Gegner lesend zu ergründen. Sympathie wächst dadurch nicht, wohl aber Respekt: Was für ein extremer Lebensraum, eng und sauerstoffarm! Trotz schwerer Sehbehinderung findet er sich zurecht: mittels Tasthaaren vorn und hinten.

Mit seinem Schwanz tastet er wie mit einem Blindenstock die Gänge hinter sich ab, immer auf der Suche nach hereingefallenen Regenwürmern und anderen Wirbellosen. Trotz Wühl­arbeit ist er sauber, dank Schüttel­technik. Sogar die Fingernägel an den Schaufel­händen. Braucht nicht extra zu trinken – Regenwürmer sind sein Getränk.

Pfiffig ist er auch: Überzählige Regenwürmer hält er frisch, indem er ihnen ins Vorder­ende beißt, das macht sie bewegungsunfähig. Dann legt er sie in Kammern ab oder drückt sie in die Gangwand, als Wegzehrung. ­Zusatzinfo: Wenn die Regenwürmer nach ein paar Wochen ausgeheilt sind, können sie wegkriechen.

Der Maulwurf ändert sich nicht. Nur man selbst ändert sich

Juhu, der Maulwurf wird meist nur zwei Jahre alt. Zu früh gefreut, sagt die Maulwurfsforschung, ein Jungtier wird das leere Revier beziehen. Immerhin: Mittlerweile macht er seine Haufen fast nur noch in den Beeten. Klar, da muss er sich nicht durch die dichte Grasnarbe ackern. Lernfähiges Kerlchen. Lupft er dabei Stauden an, drücken wir die halt wieder fest. Natürlich, die Gänge gräbt er auch weiterhin unter dem Rasen, und die Senken nerven durchaus. Aber operiert und unterfüttert wird nicht mehr. Wir schütten jetzt ratzfatz Erde auf die Dellen, irgendwann wird das Gras schon wieder durchwachsen. Sieht bisschen blöd aus, so ein gefleckter Rasen, die Nachbarn feixen von den Balkons herunter. Aber man kann gegen den Maulwurf keinen Krieg führen, das haben wir eingesehen. Er ändert sich nicht. Nur man selbst ändert sich. Nicht zum Guten.

Und wie hat nun Rentner Meinhövel ­seinen Rasen gerettet? Er hat ein Kunststoff­gitter rund um das große Rasengeviert in den ­Boden gegraben. 40 Zentimeter tief, das reiche, sagt er. Es war eine Schufterei. Und er kann sich nie sicher sein, dass der Maulwurf nicht auch mal oberirdisch über die Grenze hinwegkrabbelt. Aber derzeit, toi, toi, toi, wühle sein Maulwurf nur noch in den Beeten am Grundstücksrand.

Wir haben Inselbeete, viele, mitten im Rasen, da ist nichts abzusperren. Außerdem sind wir gemütlich, wir wollen nicht in einer Hassspirale enden. Der Maulwurf versteht uns nicht, der lebt in einer anderen Welt. In seinem Schmodder da unten können wir ihm gar nichts. Er wird stur weitergraben, er hat nichts anderes gelernt.

Also teilen wir uns den Garten. Er unten, wir oben. Wir sind halt nicht allein. Hat auch was, so ein letztes bisschen unbeeindruckbare Restnatur. Manchmal fragen wir uns geradezu sorgenvoll: Man sieht gar nichts mehr von ihm, geht’s dem noch gut?

Neue Lesermeinung schreiben

Lesermeinungen

Liebe Frau Holch,

ich kann nicht anders, ich muss Ihnen schreiben. Beim Lesen Ihres Artikels habe ich wirklich Tränen gelacht. Die sind mir quasi auf meinen Sommerrock getropft. Glückwunsch zu diesem Artikel. Gibt es eigentlich auch ein Buch von Ihnen? Ich würde gerne noch mehr lachen.

Liebe Grüße

Brigitte Schiffer

Hallo,

nach vergeblichen Versuchen, die Schneckenplage im Garten in den Griff zu bekommen, habe ich im Herbst (August-September/Oktober) angefangen, die Eiergelege der Schnecken aufzuspüren und zu zerstören. Nach einiger Übung findet man sie in Kuhlen an Rasenkanten, an feuchten Stellen unter Büschen, die bodennahe Triebe haben, und an Füßen von Mauern usw. im Garten.

Diese Maßnahme, über drei Jahre durchgehalten war sehr effektiv, auch in den Nachbargärten wurden die Schnecken erheblich reduziert.

Allerdings werden dadurch alle Schneckenarten dezimiert, bis auf die Weinbergschnecken, deren Eier in Erdhöhlen abgelegt werden.

Übrigens, die Schneckeneier sehen wie kleine echte Perlen aus; sie sind überhaupt nicht eklig, nicht so wie die erwachsenen Tiere von manchen angesehen werden.

Mit freundlichem Gruß,

Dr. Klaus Reiber

Das mit den Schnecken finde ich auch nicht lustig (habe früher gerne Weinbergschnecken gegessen), aber es gibt da eine bessere Lösung, bevor wir zu Totschlägern werden. Laufenten anschaffen. Ein niedliches Liebespaar hält ihren Garten, oder die der Nachbarn, von Schnecken frei. Aber Achtung wegen Fuchs und Marder am Abend. Sie sollten eine feste Behausung bauen für das Pärchen - sie werden es ihnen lebenslang danken. 

Liebe Grüsse aus Amden, Schweiz 

Peter P. Wiesner