Soziale Hilfe für Kinder und Jugendliche

Bethel für Kinder
Das Kinder- und Jugendhospiz Bethel

Reinhard Elbracht/epd-bild

Das neue Kinder- und Jugendhospiz Bethel in Bielefeld soll Eltern, die zum Teil über Jahre ihre todkranken Kinder pflegen, eine "Auszeit" ermöglichen

Das neue Kinder- und Jugendhospiz Bethel in Bielefeld (Foto vom 29.04.2012), das am 2. Mai 2012 offiziell erö†ffnet wird, soll Müttern und Vätern, die zum Teil über Jahre ihre todkranken Kinder zu Hause pflegen, eine "Auszeit" ermö†glichen. Mit einem vorübergehenden Aufenthalt der Kinder im Hospiz werden sie entlastet. Gleichzeitig kö†nnen sie sich mit anderen betroffenen Familien austauschen. Den Kindern und deren Familien steht ein Team aus Krankenschwestern, Sozialpädagogen, einem Arzt sowie einer Seelsorgerin zur Seite. Das Kinderhospiz ist eines der grö†ï¬‚ten Spendenprojekte Bethels der vergangenen Jahre. Der Bausumme in Hö†he von rund 5,2 Millionen Euro sowie der weitere Betrieb werden ausschliefllich aus Spenden finanziert. Die Aufenthaltskosten für die kranken Kinder übernehmen die jeweiligen Kassen. (Siehe epd-Bericht vom 30.04.2012)

An vielen Orten bietet die Einrichtung Zuflucht, Hilfe und Perspektiven

Bethel unterstützt Kinder und Jugend­liche, die um ihre Gesundheit kämpfen oder in sozialen Notlagen sind. Unter anderem in Rüdnitz, Rehden und Bielefeld unterhält Bethel Wohn­gruppen oder betreutes Wohnen für Behinderte, psychisch Erkrankte oder Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen. In Langenhagen bei Hannover finden ­jugendliche Mütter mit ihren Kindern ein Heim in der Mutter-Kind-Einrichtung. Dort werden sie dabei unterstützt, ihr Leben und eine gute Bindung zu ihrem Kind aufzubauen.

Kinder, die Gewalt erlitten haben, be­kommen Hilfe im Diagnostik- und The­rapiezentrum für gewaltgeschädigte Kinder in Hannover. Bei seiner Eröffnung 2009 war es das Erste seiner Art. Seit­her wurden dort 100 Kinder ­individuell betreut. Die Vier- bis Zwölfjährigen bleiben durchschnittlich ein halbes Jahr im Zentrum.

Die jungen Erwachsenen, die in der Jugendwerkstatt Weyhe bei Bremen unterkommen, haben Schwierigkeiten, in einen Beruf zu starten. Mancher hat die Schule nicht geschafft, andere sind vorbestraft oder hatten psychische ­Erkrankungen. In Weyhe trainieren sie Betriebsabläufe, aber auch für den ­Alltag nützliche Fähigkeiten.

Für Jungen von sechs bis 13 Jahren mit sehr auffälligem Verhalten gibt es seit 2015 ein Förderschulinternat in Freistatt bei Diepholz. In dem Pilotprojekt arbeiten Schule, Jugendhilfe und Psychiatrie eng zusammen. Das Berufsbildungswerk Bethel hat sich als Einziges in Deutschland auf junge Menschen mit Epilepsie spezialisiert. Sie können dort in verschiedensten Be-rei­chen eine Ausbildung absolvieren.

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