Reden über das Sexualstrafrecht

Eure Rede sei: Ja! Ja!
Nein! Nein! Was darüber ist, das ist vom Übel

Dieser Satz stammt aus der Bergpredigt. Und man musste die letzten Wochen oft dran denken, wenn der Satz fiel: „Nein heißt nein!“ Ist sie wirklich immer so schlicht, die Schuldfrage beim Sexualstrafrecht? Natürlich nicht. Artikulieren Frauen ihre Bedürfnisse immer so klar und eindeutig? Natürlich auch nicht. Aber der klare deutsche Satz hat einen pädagogischen Effekt. Er hat es aus den Broschüren von Pro Familia hinausgeschafft in die Welt. Und somit hat hoffentlich jedes Mädchen wenigstens einmal gehört und verstanden: Ich muss nichts machen, was ich nicht will.

 

Dass das Sexualleben oft dann doch kompliziert ist, dass es krude Missverständnisse und gruselige Frauenbilder gibt, auch das hat die Debatte der letzten Wochen gezeigt. Wir mussten dringend mal reden ‒ gut, dass das Sexualstrafrecht einen Modernisierungsschub gekriegt hat. Perfekt ist es nicht. Perfekt ist auch das mit dem Sex oft nicht. Reden hilft! Nein! Nein! Und redet weiter, auch darüber hinaus. 

Neue Lesermeinung schreiben

Respekt!

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank!

Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • Wir beleidigen oder diskriminieren niemanden.
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.