Liebe Erde: Hauswand mit Schmetterlingen

Liebe Gemeinden, das könnt ihr auch!

Jan Kruse / Human Empire

Wie lässt sich eine schlichte Hauswand verschönern? Die Evangelisch-Reformierte Gemeinde in Hamburg bepflanzt sie – mit einem vertikalen Insektengarten. Pflanzen in Behältern locken auch die Schmetterlinge an, die die Gemeinde aufgezogen hat. Mit dieser Idee endet die Serie über Ökoprojekte aus dem chrismon-Wettbewerb „Liebe Erde“

Dorothea Gesing

Dorothea Gesing hatte die Idee für den Schmetterlingsgarten
chrismon: Wie kamen Sie darauf, einen ­begrünten Paravent auf dem Kirchvorplatz Ihrer Gemeinde aufzustellen?

Dorothea Gesing: Den vertikalen Garten habe ich in London als Kunstinstallation ­gesehen: eine bepflanzte Fläche, so groß wie ein Hochhaus. Davon war ich begeistert!

Und warum haben Sie ihn für Schmetterlinge angelegt?

Schmetterlinge waren schon immer meine Lieblingstiere. Sie haben eine wunderbare Leichtigkeit. Ausschlaggebend war ein seltsamer Traum kurz nach dem Tod meines ­Vaters: Darin tauchte ein Schmetterling auf, der mich ständig begleitete. Am Tag darauf saß an unserer Hauswand tatsächlich ein grasgrüner Schmetterling. Über eine Woche blieb er dort.

Liebe Erde

Chrismon stellt außergewöhnliche Ideen und viele Initiativen vor, die vormachen, wie unsere Welt von morgen aussehen kann.

Hat der Garten Sie verändert?

Ja, ich bin noch sensibler für die Natur geworden. Als Kind hatte ich bereits meinen eigenen kleinen Garten und war damals schon begeistert, wie aus einem kleinen ­Samenkorn Wundervolles entstehen kann.

Und wie verändert er die Welt?

Er bringt mehr Natur in die Stadt. In Stein­wüs­ten der Großstadt findet man zwischen all den Asphaltwegen kaum Pflanzen. Am liebsten würde ich in der ganzen Stadt ­solche Gärten aufstellen. Und wenn wir ­Konfirmanden zeigen, wie sich eine Raupe in einen Schmetterling verwandelt, bringen ­ wir ihnen das Wunder der Schöpfung näher.

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