Neurochirurg und Lungentransplantierte über Organspende, Hirntot und Angehörige

Organspende?
Der Neurochirurg und die Lungentransplantierte über die Frage, wie tot ein Hirntoter ist – und was Angehörigen helfen könnte

Foto: Joanna Nottebrock

Insa Krey

Insa Krey, 41, leidet seit ihrer Geburt an der Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose, die unter anderem allmählich die Lunge zerstört. Im März 2014 hat sie eine Spenderlunge bekommen. chrismon berichtete im November 2013 über ihr Leben vor der Transplantation. Sie lebt mit ihrem Mann in Hannover.

Prof. Dr. Dag Moskopp

Prof. Dr. Dag Moskopp, 57, ist Neurochirurg am Vivantes Klinikum in Berlin-Friedrichshain. Er behandelt Menschen mit Hirn- und Nervenerkrankungen. In den vergangenen 20 Jahren hat er bei über 400 Menschen den Hirntod festgestellt. Über seinen Glauben erzählt er in dem Buch „Ich bin evangelisch“ (edition chrismon). Dag Moskopp ist verheiratet und hat fünf Kinder.

chrismon: Frau Krey, Sie standen über zwei Jahre auf der Warte­liste für eine Spenderlunge. Die Mukoviszidose hatte Ihre Lunge fast schon zerstört. Sie hatten manchmal nicht genug Luft, um die Spülmaschine auszuräumen. Hofften Sie noch auf eine Organspende?


Insa Krey: Entfernt, ja. Aber ich wusste, es kann auch noch fünf Jahre dauern, bis der Anruf kommt. Ob ich dann noch leben ­würde? Ich habe meine Beerdigung geplant und überlegt, was ich wem hinterlassen möchte. Das hatte ich permanent im Hinterkopf.

Und dann kam der Anruf.

Krey: Nachts um halb vier: Medizinische Hochschule Hannover, wir haben ein Organ für Sie. Haben Sie noch Interesse? Natürlich habe ich Ja gesagt. Der Krankenwagen holte meinen Mann und mich ab und brachte uns ins Krankenhaus.

 Was ging Ihnen da durch den Kopf?  

  Krey:   Wenig. Ich hatte einen Tunnelblick. Ich dachte nur: Hoffentlich finden meine Eltern den Weg in die Klinik und bauen keinen Unfall. Und ich musste meinen Mann beruhigen, der aufgeregter war als ich. Meine Mutter hat für mich gebetet.
 
Wissen Sie etwas über den Spender? 

Krey:  Ic h weiß gar nichts. Aber die Lunge fühlt sich sehr gut an, die Person muss sich gut um sich und ihren Körper gekümmert haben, also vermutlich keine Raucherin. Dass ich einen Tag lang nicht husten muss, kannte ich mein Leben lang nicht.

Hat es Sie beschäftigt, dass Ihr Weiterleben vom Tod eines anderen abhing?  

Krey: Meine Gedanken waren eher bei der Familie als beim Spender selbst. Es geht den Angehörigen wahrscheinlich sehr schlecht, sie wissen nicht, wie es weitergehen soll. Sie trauern um einen Menschen, den sie sehr geliebt haben. Und ich erlebe die besten Tage seit langer Zeit.


Herr Moskopp, Sie behandeln unter anderem Menschen mit schweren Hirnverletzungen oder Hirnblutungen. Und manchmal hilft alles nichts mehr.

Dag Moskopp: Ja. Eine Intensivstation ist wie eine Brücke von einer lebensgefährlichen Verletzung oder Erkrankung zurück ins Leben. Als Arzt betrete ich diese Brücke mit dem Anspruch, diesen Menschen zu retten. Manchmal muss ich mitten auf der Brücke erkennen, dass es das andere Ufer nicht gibt, dass es sinnlos ist weiterzugehen. Pro Jahr stelle ich bei etwa 20 Patienten den Hirntod fest, das heißt, die Funktionen von Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm sind vollständig, zweifelsfrei und unbehebbar erloschen.

Warum machen Sie eine Hirntoddiagnostik? Wegen einer möglichen Organspende?

Moskopp: Nein, sondern primär der Klarheit wegen. Es ist ge­boten, jemandem Ruhe zu gewähren, wenn die Seele den Körper verlassen hat. Dazu bedarf es der Feststellung des Hirntodes. Erst dann darf die Frage nach einer Organspende gestellt werden.

Information

Weitere Informationen zum „Geistlichen Wort zur Organspende“ von Nikolaus Schneider, zum „Organtransplantation-Positionspapier 2013“ der Evangelischen Frauen in Deutschland e. V. und zur „Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der EKD“ von 1990 zur Organtransplantation gibt es hier.
 

Lesermeinungen

Als Gegenpol zur "kritischen Aufklärung Organspende" die schlicht und ergreifen nur mit der Organspende kritisch umgeht, aber nicht mit ihrer eigenen Argumentation, ein Buch welches den Begriff Hirntot einmal unter der Lupe nimmt. "Hirntod: Medizinische Fakten - diffuse Ängste - Hilfen für Angehörige" von Klaus Schäfer. Welche Arten des Hirntots gibt es, was ist dran an den Geschichten von wieder Aufstehen und weiter Argumente und Fakten. Und natürlich, ja ich bin pro Organspende kläre aber, im Gegensatz zur KAO die auf ihren Ausweisen nur ein Feld zum ankreutzen hat, Ergebnisneutral auf. Es geht beim Thema Organspende nicht drum einer Idelogie zu folgen oder sich seine schlechten Gewissens zu entledigen in dem hier Ängste geschürt werden, sondern sich offen den Fakten und "seinen" Ängsten zu stellen und sich dann zu entscheiden. Nur ich kann und darf über mich entscheiden und ich sollte oder muss viel mehr meine Entscheidung treffen und diese schriftlich mit einen Ausweis festhalten. Es ist traurig und macht mich auch wütend das auf einer christlichen Seite mit diesem Mass an Selbstverliebtheit und Ignoranz aufeinander eingedrossen wird, nur um recht zu haben, egal ob man recht hat oder nicht. Jeder darf auch "nein" ankreutzen, es hat aber keiner das Recht, diese zu bewerten oder gar abzukanzeln und schon gar nicht mit irgendwelchen psychospielchen die Meinung des anderen zu beeinflussen.

Bezugnehmend auf das Interview "Organe spenden?" in chrismon 11.2014 möchte ich auf das Buch "Organtransfer - Ethische und spirituelle Fragen zu Organtransplantation und Hirntod" aufmerksam machen. Die Autoren sind Paolo Bavastro (Arzt und Kardiologe) und Günter Kollert (Pfarrer). Ein Buch, das umfassend über die Problematik informiert und für eine verantwortungsvolle Entscheidungsfindung sehr hilfreich ist. Außerdem hilfreich ist die Homepage des von betroffenen Eltern gegründeten Vereins "Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V.".

Christiane Schüller-Bäuerle

Hier wird mit Ängsten gehandelt und mit dem Surrealen gespielt. Wo wohnt die Seele, was bedeutet Menschsein? Keiner weis es und doch tun einige so, als ob auch die körperliche Funktionen erhaltende Klinikapparatur noch das Leben bedeutet. Als Beipiel werden dann Fälle bemüht, die kein Schreiber nachvollziehen kann. Der Tod kommt schon, bevor die Maschine abgeschaltet wird. Wäre das nicht, müßte man der Apparatur Menschlichkeit zugestehen.

Von den jährlich ca. 400.000 Sterbefällen kommen überhaupt nur ca. 1% (= ca. 4000) für eine Organtransplantation infrage. Das sind Personen,
1. die der Entnahme zugestimmt haben,
2. die auf einer Intensivstation gestorben sind,
3. deren Hirntod von mehreren Ärzten zweifelsfrei bestätigt wurde,
4. deren Organe noch gesund und transplantationsfähig sind und
5. deren Organe unabhängig, vom gestorbenen Gehirn, noch eine kurze Zeit von den Versorgungsapparaturen funktionsfähig erhalten werden können.

Auch gilt "old to old", was bedeutet, dass man nicht einem 70 Jährigen die Organe eines Jugendlichen tranplantieren wird, wenn wesentlich Jüngere auf der Warteliste stehen. Der Mißbrauch der Rangfolgelisten durch einen Arzt aus Göttingen (die Werte seiner "liebsten" Patienten hatte er schlechter gemacht als sie waren) hat leider dazu geführt, dass die Zahl der "Spender" rapide zurückgegangen ist. Nach der bisherigen Kenntnis hatte aber die gefälschte Bevorzugung keine finanziellen Gründe. Allerdings hat der Fall Ängste (ich lasse micht nicht verkaufen!) geschürt, die unberechtigt sind, denn nichts verkauft sich leichter als die Angst.
Um auch sicher die nur ca. 4000 Möglichkeiten nutzen zu können, ist es sehr sinnvoll, dass möglichst viele Personen einer Organentnahme zustimmen. Dabei ist verwunderlich, dass häufig Diejenigen, die die Spende nach dem eigenen Tod vehement ablehnen, die Organspende des Anderen aber freudig begrüßen würden.

Zudem ist es die letzte gute Tat, zu der ein Mensch in der Lage ist. Andere Leben durch das eigene, bereits vergangene Leben, zu retten. Kann es eine ideell bessere soziale oder christliche Tat der Nächstenliebe geben? Auf der einen Seite die Konsequenzen aus einer Embryonaldiagnostic ablehnen und auf der anderen Seite durch ein bereits abgegebenes Leben kein anderes Leben retten wollen, ist ein aus Angst geborener Widerspruch. Ich werde den Ausweis ausfüllen.

Was unterscheidet die Ablehnung der Organspende von den Steuern ?
Kaum Jemand will das abgeben, was er nicht mehr braucht, wohl aber von dem profitieren, was die Anderen mit ihrem Leben für ihn zahlen.

Um alle Zweifel auszuräumen:

Der Hirntod MUSS auf einer Intensivstation zweifelsfrei VOR DEM Herztod festgestellt und von mehreren Ärzten bestätigt werden. Erst danach ist eine Transplantation gestattet. Was und wo ist eine Grauzone? Ist ein apparatives Leben der Organe ohne einen funktionsfähigen Kopf eine Grauzone? Dann müsste man ja der das Leben erhaltenden Apparatur das Wahlrecht (nur ein Vergleich, keine Wertung) geben.

Der Unterschied ist auch so zu erklären: Es gibt die sog. Looked-In-Patienten. Die haben zwar noch einen apparativ am Leben erhaltenen Körper, der aber keine eigenen selbständigen Funktionen (Daseinsempfindungen) mehr hat. Bei denen kann aber kein Hirntod festgestellt werden, weil noch Hirnströme messbar sind. Die neueste Forschung (Prof. Niels Birbaumer) zeigt, dass einige dieser Patienten noch hören können und deshalb in der Lage sind, auch ohne ihren aktiven Körper (unterhalb des Gehirns) am Leben teilzunehmen. Dieses Bewusstsein registriert nur die Meßapparatur aber kein menschliches Wesen. Über die aktiven Gehirnströme war mit den Patienten auch eine gegenseitig verständliche Kommunikation möglich. Völlig überraschend bestätigen diese Patienten mit ihren Hirnströmen, dass sie ein erfülltes und zufriedenes Leben haben. Für uns unvorstellbar.

Damit ist auch sicher, dass nur die noch vorhandenen oder nicht mehr vorhandenen Hirnströme über ein bestehendes oder erloschenes „Leben“ entscheiden.

Es ist eine fragwürdige Position zu behaupten, dass ein Mensch bei Hirntod auch vollkommen tot sei, denn der Übergang vom Leben zum Tod kann ein Graubereich sein. Die entsprechende Diagnose soll von medizinischem Personal getroffen werden, dass aber genau in diesem Organentnahmebetrieb seine Aufgabe findet. Missbrauch ist vorherprogrammiert. Wenn man bedenkt, dass Organentnahme und -transplantation einen lukrativen medizinischer Sektor darstellen, dann darf man an der ohnehin nicht gegebenen Objektivität der Todesanalysten zweifeln. Immer wieder sind Menschen aus dem Koma aufgewacht. Organentnahme und -verpflanzung zwischen miteinander vertrauten Menschen, die einander aus persönlicher Verbundenheit Organe spenden, sind eine Ausnahme (Bsp. Außenminister Steinmeier). Der Organentnahme und -transplantation durch einen anonymen Medizinbetrieb sollte man mit der nötigen Distanz betrachten. Es ist mit der Würde des Menschen nicht vereinbar und es darf nicht dahinkommen, dass Menschen grundsätzlich als "Ersatzteillager" für andere, reiche Kranke verstanden werden. Nicht hinnehmbar auch, dass rechtliche Regelungen gebastelt werden sollen, die jedes Krankenkassenmitglied dazu zwingen, sich dafür oder dagegen zu entscheiden, sich einmal gemäß den Forderungen der Transplantationsmedizin auswaiden zu lassen. Die Aktionen der deuschen Krankenkassen vor ungefähr zwei Jahren stellen in dieser Hinsicht schon einen rechtlichen Übergriff dar.

"Ein Hirntoter ist ein seelenloses Wesen", sagt Professor Moskop im "Chrismon"-Interview. Woher weiß er das so genau? "Man braucht Zeit für ein solches Gespräch", sagt er, und Angehörige dürften sich an seine Schulter legen und weinen. Der Explanteur als Tröster - wie der Wolf im Schafspelz. Danke für dieses entlarvende Interview!

Das für mich aufschlussreiche Interview mit Insa Krey und Prof. Dr. Dag Moskopp, veröffentlicht in chrismon 11/2014, veranlasst mich zu dem Stoßgebet:
"Gott schütze uns vor Menschen, die durch Explantation töten!"

Woher "weiß" denn dieser Neurochirug, dass die Seele eines sogenannten Hirntoten den Körper bereits verlassen hat ? Ist das nicht stark vermessen, so eine Behauptung ? Wenn man dann noch weiß, dass es weltweit zig-verschiedene Hirntod-Kritierien gibt, wird`s noch dubioser. Und bekommt man von Explantationshelfern erzählt, dass sehr wohl beim Aufschneiden vom Kinn bis zum Schambein für die - meist - Multiorganentnahme der Blutdruck ansteigt und der Patient zu schwitzen anfängt - in der Anästhesie sonst ein Hinweis darauf, dass der Patient Schmerzen empfindet und nachnarkotisiert werden muss - kann man von seriösen Aussagen dieses "Hirntod-Experten" kaum noch sprechen. Spätestens, wer weiß, dass der Erfinder der Definition `zerebraler Tod`, der deutsche, später hochdekorierte Neurochirug Wilhelm Tönnis, in die Machenschaften der NS-Medizin verstrickt war, müßte sich solch einem Ansinnen verweigern, aus einem durchbluteten Körper Organe - noch dazu ohne Vollnarkose! - entnehmen zu lassen. Von schmerzverzerrten Gesichtern und weißgewordenen Haaren selbst bei Kindern scheinen sich diese Transplantationsprofiteure jedenfalls noch nie haben abschrecken lassen.
Welche Schande für die gesamte Ärzteschaft !

Als eine der - immerhin 3 Millionen, im Verband Ev. Frauen organsierten Frauen - bin ich froh, über die sehr ausgewogene Position, die "wir" da beschlossen haben. Wesentlich differenzierter als dieser absolut einseitige Artikel! Ich bezweifle keine Minute, dass Frau Krey froh über ihre neuen Lebensmöglichkeiten ist und die Organspende für sie ein Segen war. Aber ich bezweifle, dass dies die einzige Sicht auf ein ethisch so schwieriges Thema ist und ich wünsche mir als Chrismon-Leserin, dass die Redaktion keine einseitige Werbung für die Organspende macht, sondern auch Fragen und Unsicherheiten zulässt!

Sie können das Positionspapier zum Nachlesen herunterladen:
http://www.evangelischefrauen-deutschland.de/images/stories/efid/Positio...

Auch die Pressemitteilung "Der menschliche Körper – ein Mittel zum Zweck?" ist ein erfreulich kritischer Beitrag. Zu finden unter:
http://www.evangelischefrauen-deutschland.de/presse/aktuell

Liebe Redaktion,
ich schätze Ihr Magazin sehr und auch das Format der Begegnungen. Aber wie kann man zu einem derart ethisch umstrittenen Thema eine so einseitige Sicht zu Wort kommen lassen? Es gibt doch gerade auch in der evangelischen Kirche andere Meinungen zum Hirntod als die der Neurochirurg hier vertritt. Schlecht gemachter Beitrag, würde man bei einem unverfänglicheren Thema sagen. Hier kann man sich allerdings des Eindruckes nicht erwehren, dass es sich um eine gezielte Werbeaktion für die Organspende handelt. Übrigens: Gerade letzte Woche ist eine Kampagne gestartet, die endlich Schluss machen will mit dieser einäugigen Sicht auf das Thema Organspende (Perspektive Empfänger) und eine ehrliche und umfassende Aufklärung über alle Umstände rund um Hirntod und Organentnahme einfordert. Organspende: www.wir-wollen-alles-wissen.de

Ich kann mich Ihrem Kommentar zur Einseitigkeit nur anschließen. Ich bin beim Thema Organspende sehr zwiegespalten und dieser Artikel hat mich eher in die Contra-Ecke gebracht. Bei der Begegnung fehlt eine gegensätzliche Meinung für einen echten Dialog wie z.B. diese Krankenschwester, die nicht mehr im Transplantationsbereich arbeiten kann, weil ihr die Organspender noch viel zu menschlich erscheinen. Herr Moskopp als Arzt mit seiner unpräzisen, oberlehrerhaften Art hat meine Skepsis eher gesteigert: "müssen die Tests nach einer de­finierten Zeit wiederholt werden" - sprechen wir hier von Minuten, Stunden oder Tagen? Warum kann man das nicht präzisieren, wenn es doch vorgeschrieben ist. Oder zur Frage der Vollnarkose nur belehrend, mit dem Halbsatz am Ende "das Anliegen ist aber menschlich verständlich." Achja, danke dass sie doch sowas wie Gefühle nachvollziehen können. Haben denn Herr Moskopp und alle seine Verwandten und Freunde selber einen Organspendeausweis?

Hikaru Sulu schrieb am 6. November 2014 um 8:03: "googeln .... zB mit dem banalen Satzteil: -Hirntoter wacht auf-. Sie werden erstaunt sein."______________________________________ Google fand soeben für die wörtliche Formulierung "Hirntoter wacht auf" keinen einzigen Treffer. Die Suche nach -Hirntoter wacht auf- ohne Anführungszeichen, also nach Webdokumenten, die irgendwo diese drei Worte enthalten, ergibt 12 500 Treffer. Wenn Gottesgläubige auch noch an Google glauben, könnten Peinlichkeiten entstehen. Die Suchphrase "Gott ist Einbildung" ergibt wörtlich 9 Treffer, ohne Anführungszeichen 345 000 Treffer.

Zitat: " Das ist wie bei einem, der vom Zehnmeterturm springt: Wenn er oben abgesprungen ist, gibt es kein Zurück mehr, er wird unten ankommen."-- Herr Moskopp, googeln Sie manchmal Ihr Fachgebiet? zB mit dem banalen Satzteil: -Hirntoter wacht auf-. Sie werden erstaunt sein. Alles Lüge? Wäre ein bisschen viel Lüge bei der Menge positiver Treffer.-- Übrigens will ich selbst wirklich keine Sterbend-Organspende. ---Kennen Sie die Webseite der "Kritische Aufklärung über Organtransplantationen e.V." http://www.initiative-kao.de ? Und auf der Seite der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland http://www.organspende-aufklaerung.de/organspende_news-sinkende-organspe... finde ich solche Sätze: " die DSO (Stiftung Organtransplantation - verteilt die sterbend entnommenen Organe) in 30 Jahren ihres Bestehens hier auf ganzer Linie versagt hat. " - " In Wahrheit jedoch können transplantierbare Organe nur beatmeten, durchbluteten Patienten im Hirnversagen entnommen werden, die durch die Organentnahme im OP getötet werden. Eine Sterbebegleitung durch die Familie ist dabei nicht möglich. "Die Menschen lassen sich nicht mehr so leicht für tot verkaufen", meint Gebhard Focke, Vorstandsmitglied von KAO, "Sie informieren sich vielmehr und stellen fest, dass der "Hirntod" nicht der Tod ist, den wir kennen, sondern eine medizinische Definition, um straffrei Organe entnehmen zu können."

Das stimmt alles, wie es beschrieben ist: ein "Hirntoter" stirbt erst auf dem OP-Tisch, durch den Arzt, der ihm die Organe entnimmt.
Der Mensch ist aber mehr als nur ein Organ (das funktioniert oder eben auch nicht) und wir haben nicht nur ein Empfindungszentrum im Gehirn, sondern auch im Rückenmark (ZNS). Dieses medizinische Thema ist für Sterbende also eine Katastrophe, denn sie haben keinen Beistand, werden nicht in Ruhe gelassen - und Fehldiagnosen sind auch immer wieder da .....

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