Gottesdienst für Demente

Feiern mit Dementen

Foto: Alexander Volkmann/Thüringer Allgemeine/WAZ FotoPool

Kurze Predigt, einfache Gesten und etwas Liebe – so kommen auch vergessliche Alte im Gottesdienst klar
Hier finden Sie Texte, Service, Reportagen und Kommentare zu den Themen Demenz, Erkrankung an Alzheimer und Umgang mit Krisen und dem Vergessen für Betroffene und Angehörige.

Was haben vergessliche alte Menschen vom Gottesdienstbesuch? Eine Menge, sagt Antje Stoffregen, Seelsorgerin in der Gerontopsychiatrischen Klinik Lüneburg – sofern die Predigt kein langer Monolog ist. Demente wollen unter Leuten sein, sagt sie, wie andere Menschen auch. Der Kirchraum wecke Erinnerungen an die eigene Konfirmation oder Trauung. Einfache Botschaft kämen an, zum Beispiel die: Man vergisst so viel, aber Gott vergisst dich nicht. Symbole unterstreichen das Gesagte, zum Beispiel eine Vergissmeinnicht-Blume, am Ende gereicht.
So einen Gottesdienst unter dem Motto „Vergiss mein nicht“ hat die Seelsorgerin selbst mit dementen Patienten gefeiert. Er erhielt den Gottesdienstpreis der Karl- Bernhard-Ritter-Stiftung. Wer Anregungen für Feiern mit Dementen sucht, kann diesen Gottesdienst zusammen mit sieben weiteren in einer neuen Veröffentlichung nachlesen.

– Die Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung verleiht jährlich einen Gottesdienstpreis, 2015 zum Thema „Schul- anfängergottesdienste“ (www.gottesdienst-stiftung.de).

Information

Stephan Goldschmidt (Hrsg.): Erinnerungsfeste. Gottesdienste mit und für Menschen mit Demenz. Vandenhoeck und Ruprecht 2014, 17,99 €

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