Familienleben

Unser schönes Leben
Das hatten wir uns aber anders vorgestellt. Jetzt kommt Nachwuchs und wirft alle Pläne über den Haufen. Oder es kommen gar zwei Kinder, von zwei Frauen! Und was, wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt? Sechs Familien, sechs Geschichten

Sandra Stein

"Wir müssen reden, ich bin schwanger!"

Markus*, 44, Anne*, 43, Marie*, 42

Anne: Markus und ich kannten uns über das Posaunenspiel. Mit dreißig wollte ich heiraten und Kinder haben, da waren wir schon zehneinhalb Jahre zusammen. Aber aus verschiedenen Gründen war Markus damals noch nicht so weit.

Markus: Anne lernte einen anderen Mann kennen. Sie zog aus. Wir haben viel geredet, ich habe um sie gekämpft. – Marie habe ich bei einem Projekt der Kammerphilharmonie Bremen kennengelernt, sie spielt dort Bratsche.

Marie: Es war im Sommer 2000. Nachts zogen wir los, Tango tanzen. Ich war mehr verliebt als er. Er hat Anne nachgetrauert. Ich wusste, wenn sie wieder auftaucht, wird sie eine große Rolle spielen. Um Weihnachten war ich bei Markus in Münster.

Anne: Nach Weihnachten wurde der Vater einer gemeinsamen Freundin beerdigt, da trafen Markus und ich uns wieder. Wir haben uns sehr genau überlegt, warum wir nicht mit- und nicht ohneeinander leben können. Wir wollten es wieder miteinander versuchen. Dann überschlugen sich die Ereignisse.

Markus: Anne und ich kamen kurz nach Weihnachten wieder zusammen. Wir waren glücklich, es fühlte sich sehr gut an.

Marie: Anfang Januar war ich auf Tournee. Markus war nicht erreichbar. Zurück in Berlin habe ich den Schwangerschaftstest gemacht – positiv. Ich habe Markus angerufen und gesagt: Wir müssen reden, ich bin schwanger.

Anne: Markus hat mich angerufen und am Telefon geheult. Wir wussten alle nicht, wie das weitergehen sollte. Ich war empört und überfordert. Und ich war ja plötzlich nur eine Randfigur. Plötzlich ging es um Maries Schwangerschaft.


"Ich will das Kind und ich freue mich darauf"

Markus: Mein erstes Gespräch mit Marie war ganz furchtbar. Ich fühlte mich komplett überfordert.

Marie: Als er sagte, Anne ist wieder da, war mir alles klar. Für mich war es damals hammerhart. Den Schmerz, alleingelassen zu werden, erträgt keiner gern. Meine beste Freundin sagte: Marie, das ist doch super, dass du ein Kind kriegst, alles Weitere wird sich fügen. Ich fühlte mich wie ein Häufchen Elend und glaubte: Alles ist vorbei. Ich kann meine Konzerte nicht mehr machen. Damals hatte ich eine tolle Körpertherapeutin. Sie wusste nichts von der Schwangerschaft. Als sie anfing, mich zu massieren, sagte sie: „Bist du schwanger? Das ist ja toll, das hat sich schon richtig ausgeweitet!“ Da brach alles in mir zusammen und aus mir heraus. Ich dachte: Jetzt geht für dich ein neues Leben los. Markus habe ich eine Zeit lang erfolgreich ausgeblendet.

Anne: Mitte Februar kam Maries Anruf: Ich will das Kind und ich freue mich darauf. Das konnte ich total nachvollziehen. Ich wusste: Bei anderen Paaren, die sich getrennt haben, klappt das auch. Jetzt liegt es an uns, dazu beizutragen.

Marie: Im Sommer kam ein Brief von Markus. Anne ist jetzt auch schwanger. Das hat mich so richtig ins Off geschossen. Ich dachte: Jetzt musst du doch nicht gleich wieder das nächste Kind auf die Welt setzen.

Markus: Es war nicht so geplant, aber wir haben uns total ­gefreut. Wir haben auch überlegt, ob wir nicht wenigstens ein Anstandsjahr hätten abwarten müssen. Aber unser Wunsch nach einem Kind war sehr groß.

Marie: Markus schrieb mir außerdem, er wolle sich damit anfreunden, dass ich auch ein Kind kriege, und möchte es kennenlernen. Da dachte ich noch: Das Kind wirst du sicherlich nicht kennenlernen. Das hat sich im Laufe der Schwangerschaft geändert.

Anne: Es war das Jahr mit den Terroranschlägen vom 11. September – mit all den Geschichten vom World Trade Center. Am ­20. September, ausgerechnet am Weltkindertag, bekam ich Blutungen. Ende des Monats rief Maries Freundin an und sagte, dass Lilli geboren sei. Ich war aufgewühlt. Markus und ich waren in Sorge um unser Baby und hatten wenig Ruhe.

Markus: Drei Monate danach haben Anne und ich geheiratet, im Dezember 2001. Später, da war Jakob schon auf der Welt, haben Marie, Anne und ich uns in einem Café in Hamburg getroffen. Wir waren alle der Meinung, das sei jetzt dran.

Anne: Ich fand bis dahin Jakobs Augen besonders schön und einzigartig. Als ich Lillis Augen sah, durchfuhr es mich: Diese einzigartigen Augen gibt es ja noch einmal. Lilli hat sie von meinem Mann geerbt. Das hat mich erst mal richtig gestochen.

Marie: Als Lilli noch ganz klein war, verliebte ich mich in einen langjährigen Freund. Er war sehr viel für uns da. Ich zog zu ihm nach Bremen, und wir gründeten eine Familie. Lilli bekam noch einen Bruder. Auch Markus und Anne bekamen noch einen zweiten Jungen. Irgendwann hatten sie die Idee: Wie wäre es, wenn du mal mit Lilli nach Münster kommst?

Anne: Lilli und Jakob verstanden sich von Anfang an gut. Ich spürte: Das muss erhalten bleiben. Sie sind Bruder und Schwester.

"Wir wussten, dass es sich lohnt, wenn wir das gut hinkriegen"

Markus: Lilli fing relativ bald an, Papa zu sagen. Das hat sie ­regelrecht geübt. Einmal waren wir alleine, sie hat geschaukelt, und jedes Mal, wenn ich Schwung gab, hat sie „Papa, Papa, Papa“ gesagt. – Lilli kommt inzwischen in allen Ferien zu uns, immer möglichst lange. Meistens hole ich sie ab und bringe sie zurück. Inzwischen kann sie auch allein mit dem Zug anreisen. Zeitlich sind die Abstände leider recht groß. Und Lilli und ich, wir sind beide keine Plaudertaschen, auch nicht am Telefon.

Marie: Mit der Zeit haben Anne und ich uns angenähert. Es ging los, als Lilli das erste Mal alleine da war und Anne und ich telefonierten. Anne hat sich immer so süß für meine Tochter bedankt, dass ich ihr sie ausgeliehen habe. Ihre kleinen Gesten haben mir gezeigt, dass sie nicht gegen mich ist. Und dass sie versucht, das Beste aus der Situation zu machen.

Anne: Ich staune immer, was für eine Entwicklung das alles genommen hat. Anfangs sagte ich bei Jakob in der Grundschule: Ich hab zwei Kinder. Aber dann dachte ich, das stimmt ja so nicht. Später sagte ich, wenn Lilli zu Gast war: Unsere Kinder sind ­sieben, sieben und vier – und freute mich über die Reaktion: Wie, ihr habt Zwillinge? – Nein, nicht Zwillinge...

Marie: Es war ein langer, steiniger Weg. Aber wir wussten, dass es sich lohnt, wenn wir das gut hinkriegen.

Anne: Lilli und ich hatten einen süßen Moment, als sie bei uns einmal ganz versonnen sagte: Du bist meine Stiefmutter. Ich sagte: Ja, das stimmt. Dann haben wir uns über Stiefmütter in Märchen unterhalten. Lilli gefiel das Wort Stiefmutter nicht, und dann hat sie gesagt: Du bist mein Stiefmütterchen. Da habe ich gesagt: Ja, Lilli, das finde ich toll.

Marie: Ich habe nicht ständig tolle Ideen, wie ich die Kinder sortiert kriege. Anne ist immer lustig, hat immer einen dummen Spruch parat. Ich verstehe gut, dass Lilli die Abwechslung genießt. Sie weiß, dass sie in Münster willkommen ist. Markus ist für sie da, und sie hat ein liebes Stiefmütterchen.

Markus: Es fällt mir schwer, Lilli zum Zug zu bringen. Am Bahnhof denke ich, es wäre schöner, wenn wir alle zusammenblieben.

Marie: Lilli malt wahnsinnig viel. Wie Jakob. Eine Zeit hat sie sich Häuser ausgemalt: Hier wohnt die Omi, meine Mutter, und wir und Markus, Anne, Jakob und Jonathan. Das würden wir uns alle wünschen, auch Lillis Bruder Lucas. Markus würde auch gerne nach Hamburg ziehen. Aber daran ist jetzt nicht zu denken.

Aufgezeichnet von: Burkhard Weitz

*Namen von der Redaktion geändert


Alles doppelt. Füttern, wickeln, in den Schlaf wiegen

Simone K., 34, Mutter von Zwillingen
Zwei Babys – das war zuerst ein großer Schreck. Wir hatten uns auf ein Kind eingestellt, und ob wir irgendwann ein zweites ­wollen, das hätte man dann ja sehen können. Am Anfang hat mir das Angst gemacht. Die ganzen Windeln! Die ganzen Fläschchen! Ist das Kinderzimmer groß genug für zwei? Das Auto? Wir brauchen einen großen Kinderwagen, zwei Bettchen, irgendwann zwei Kindergartenplätze. Solche Fragen gingen mir durch den Kopf. Und: Wie schaffe ich es, dass kein Baby zu kurz kommt?


Jetzt sind Anna und Luisa dreieinhalb Monate alt. Sie brauchen etwa zwölf Fläschchen in 24 Stunden, genauso viele Windeln sind zu wechseln. Die Mädchen bestimmen unseren Alltag: Wir essen zum Beispiel nicht mehr, wenn wir hungrig sind, sondern dann, wenn wir unsere Töchter versorgt haben. Und man kann fast schon die Uhr danach stellen: Wenn Dennis und ich uns an den Tisch setzen, dann werden die Babys aktiv. Entweder essen wir dann trotzdem zusammen, und jeder hat ein Kind auf dem Arm. Oder wir müssen nacheinander essen.

Aber es funktioniert! In der Schwangerschaft hatten wir genug Zeit, uns an den Gedanken, dass wir zwei Kinder bekommen, zu gewöhnen. Ungefähr im fünften Monat sind die Ängste weniger geworden, da hat es mir einfach gereicht mit den Grübeleien. Von da an hatte ich allenfalls noch Angst vor der Geburt, aber sonst haben wir uns ziemlich gefreut. Viele – vor allem unsere Eltern – haben meinem Mann und mir das Gefühl gegeben: Ihr müsst nicht alles alleine schaffen.


"Wie schaffe ich es, dass kein Baby zu kurz kommt?"


Natürlich gibt es schwierige Momente. Zum Beispiel, wenn die Babys gleichzeitig schreien. Es fällt mir natürlich schwer, das andere Baby weiterschreien zu lassen, aber anders geht es dann einfach nicht. Gott sei Dank passiert das nicht so häufig, meistens wollen sie nacheinander etwas.

Dennis und ich sind bis zu der Geburt unserer Zwillinge gerne verreist, auch weiter weg, in die USA, nach Kanada, nach Thailand. Ich arbeite als Reiseverkehrskauffrau, und wenn ich höre, welche Reisen meine Kollegen planen, dann merke ich schon, dass mir das fehlt. Im Moment stelle ich mir jede Reise mit den beiden Kleinen schwierig vor: Mit dem Zwillingskinderwagen ist der Kofferraum voll, die Rücksitzbank ist mit zwei Kindersitzen belegt – wie sollen wir da noch Gepäck transportieren?

Überhaupt kann ich bisher nicht mal ohne Hilfe mit ihnen zum Arzt, und ich weiß auch gerade nicht, wie das gehen soll: beide schnell ausziehen, untersuchen lassen, schnell wieder anziehen, um das Zimmer für den nächsten Patienten frei zu ­machen. Aber entschädigt werde ich für die anstrengenden ­Situationen, wenn die Babys Fortschritte machen oder mich an­lächeln – so wird es allen anderen Müttern vermutlich auch ­gehen. Besonders schön ist, wenn ich beobachten kann, dass die Zwillinge sich gegenseitig mehr und mehr wahrnehmen: wenn sie nach einander greifen oder sich anschauen. Und natürlich ist es praktisch, dass wir bestimmte Phasen mit zwei Kindern gleichzeitig statt nacheinander durchmachen. Obwohl – zweimal Pubertät? Gleichzeitig?

Aufgezeichnet von: Juliane Ziegler

 

Warum sollte es gerade uns treffen?

Kathrin und Till S., 43 und 46, mit zwei Söhnen

„Mit ihrem Kind ist etwas nicht in Ordnung.“ Wir waren beim Ultraschall, 20. Schwangerschaftswoche, das sogenannte Organscreening. Gerade hatten wir noch mit dem Arzt herumgeflachst. Dann starrte er auf den Monitor. Das Kind habe einen schweren Herzfehler und zu 20 Prozent das Downsyndrom, sagte er. Ich war 40, mein Lebensgefährte Till 44. Wir hatten darüber gesprochen, dass ein Kind auch das Downsyndrom haben könnte – aber ­warum sollte es uns treffen? Und plötzlich das Schreckgespenst Behinderung.

Wir fürchteten um unser schönes Leben, wir hatten Pläne, wollten mit dem Kleinen reisen, wandern, zelten, auch nach Afrika, wo ich einige Jahre als Entwicklungshelferin gearbeitet habe. Stattdessen, dachten wir, würde sich alles nur noch um die Behinderung drehen. Wir hatten Bilder von uns als Eltern vor Augen, für die alles nur noch Mühsal wäre. Und wir fürchteten, dass wir mit unserem Kind keine gleichwertige Beziehung haben würden.

Nach der Diagnose „Downsyndrom“ entscheiden sich neun von zehn Eltern für einen Abbruch. Für uns war Abtreibung keine Option. An den folgenden Tagen haben wir hin und her überlegt, gerungen, geheult. Dann war uns klar: Es kann funktionieren mit uns dreien. Bis zur Geburt versuchten wir uns irgendwie mit den 20 Prozent einzurichten. Wir haben geheiratet, nicht trotz allem, sondern mit allem, und es war ein fröhliches Fest. Unsere Freunde und Familien unterstützten uns und hörten zu, wenn wir reden mussten. Nur zwei Mal hörten wir: So ein Kind muss man ja heutzutage nicht mehr bekommen.

"Wir haben großes Glück, in Afrika hätte er nicht überlebt"

Im August 2010 kam Daniel zur Welt, ein hübscher blonder Junge. Mit Downsyndrom. Das erste halbe Jahr verbrachten wir viel Zeit in Kliniken. Daniels Muskeln waren schwach, er trank schlecht und spuckte oft. Die Hälfte seiner Herzscheidewand ­fehlte, er hatte nur eine Herzklappe statt zwei. In seinem Blut waren Sauerstoff und CO2 gemischt, er hechelte ständig. Auf die große, erlösende Operation mussten wir bis Januar warten, ­Daniel sollte dafür fünf Kilo wiegen. Wir informierten uns über das Downsyndrom, sahen uns Fotos im Internet an, hörten Vorträge, kontaktierten Selbsthilfegruppen. Dort erfuhren wir, dass man heutzutage Kinder mit Downsyndrom so gezielt fördern kann, dass sie viel selbstbestimmter leben können. Und dass es eine große Rolle spielt, was man ihnen zutraut.

Nach der Operation ging es Daniel immer besser. Wir haben großes Glück, in Afrika hätte er nicht überlebt. Endlich konnten wir ein normales Familienleben führen, wir zelteten an der Ostsee, wanderten im Allgäu, sogar den Aggenstein, einen 2000er, bestiegen wir mit Daniel in der Kindertrage. Seit er eins ist, geht er halbtags in die Kita. Ich machte mich selbstständig als Trainerin und Beraterin, Till als Psychotherapeut. Wir arbeiten nun ­beide Teilzeit.

Die Sorge, dass wir zu Daniel keine gleichwertige Beziehung würden aufbauen können, legte sich schnell. Er macht sogar schon Späßchen mit uns: Till und Daniel haben etwa ein Morgenritual, ein paar Übungen, ein Stups auf die Nase, dann schlägt Daniel zweimal mit den Händen auf den Boden und so weiter. Plötzlich lässt Daniel einfach seinen Teil des Rituals weg, guckt den ­Papa an und grinst. Er robbt auch gerne durch die Wohnung, er spielt mit seinem kleinen Plastiktraktor, der Tiergeräusche und Musik macht, oder liest uns in Babysprache aus seinen Bilderbüchern vor.

"Wir sind froh, dass wir nicht in der Kinderolym­piade mitmachen müssen"

Wir versuchen, ihn zu fördern, so gut es geht, damit er einmal in der Welt stehen kann. Da mussten wir ein gesundes Mittelmaß finden, nicht immer besonders förderlich mit ihm spielen – sondern einfach nur mit ihm spielen. Klar wurmt es uns manchmal, wenn andere Kinder in Daniels Alter anfangen zu sprechen oder laufen können. Aber wir sind froh, dass wir nicht in der Kinderolym­piade mitmachen müssen. Wenn wir eines von unserem Sohn gelernt haben, dann das: Es kommt ohnehin immer anders, als man es sich ausgemalt hat.

Es kam immer wieder vor, dass wir mit unserer Situation ­haderten; ich hatte auch große Ängste vor den Operationen. Da fühlt jeder anders, man muss als Paar aufpassen, dass man nicht auseinanderdriftet. Auseinandersetzen statt schweigen, das hat uns immer geholfen. 

Mitte 2011 entschieden wir uns für ein zweites Kind. Wir verzichteten auf frühe Diagnostik. Wir wussten ja, der Alltag mit Kind mit Downsyndrom ist fordernd, aber nicht schlimm – kleine Kinder sind generell anstrengend, nicht nur unseres. Unser zweiter Sohn Jan kam im vergangenen Sommer zur Welt, ohne Downsyndrom. Und wir haben jetzt ganz schön viel zu tun.

Aufgezeichnet von: Mareike Fallet

 

Tschüs, Berlin. Tschüs, Studentenleben!

Ragna, 21, ist mit ihrer Tochter zu ihren Eltern auf den Bauernhof gezogen.

Ragna ist Single und gerade nach Berlin gezogen. Endlich richtig selbstständig! Aus dem Haus ihrer Eltern ist sie schon vor dem Abi raus, weg vom Bauernhof, den Tieren, den fünf Geschwistern, der ländlichen Enge des Schwarzwalds. Später ist sie allein durch Europa gereist. Jetzt möchte Ragna studieren, Landschaftsarchitektur, aber auch feiern, rauchen, mit Freunden durch die Großstadt ziehen.

Dann, noch bevor das erste Semester losgeht – ein positiver Schwangerschaftstest. Ragna sitzt in ihrem WG-Zimmer in Berlin, hält den Test in der Hand. Selbstständigkeit hin oder her, sie wird Mutter, das ist ihr sofort klar. Es scheint so selbstverständlich, dass Ragna sich sogar freut. Aber wie soll das alles gehen, ganz konkret? Was wird aus ­ihrem Leben? Mit Baby in den Hörsaal? Einige ihrer Freunde raten, über einen Abbruch nachzudenken. „Du wirst viel kämpfen müssen.“ – „Was willst du mit dem Kind, wenn es keinen Vater hat?“

"Treib es ab", verlangte der Exfreund. Am Telefon

Ihr Exfreund, ein junger Franzose, den sie auf ihrer Reise kennengelernt hat, will das Kind nicht. „Treib es ab“, sagt er. Am Telefon. Schluchzend ruft sie zu Hause an. Bevor sie etwas sagen kann, hat die Mutter begriffen: „Ach, Ragna, jetzt biste eben schwanger, gell?“ In derselben Nacht fährt ihr Bruder ­Egmont nach Berlin, holt seine Schwester zurück nach Hause.

Ragna möchte im Haus der Eltern eine eigene Wohnung haben. Ihre Schwester Merle müsste dafür zurück in ihr altes Zimmer und das große mit dem eigenen Bad abgeben. „Du kannst hier nicht einfach reinplatzen und Ansprüche stellen!“, empören sich Geschwister und Eltern. Am Ende baut ihr Vater um, eine neue kleine Wohnung: zwei Zimmer, Küche, Bad. „Ich brauche meinen eigenen Haushalt, auch wenn wir dann nur zu zweit sind, wir sind eine Familie.“

Jetzt alles okay? Nicht ganz. Es soll alles richtig gut werden. So, wie es sein soll. Wie es eigentlich sein soll. Hochschwanger fährt Ragna nach Frankreich. Ihrer Familie sagt sie nichts, doch ihrem Exfreund schickt sie vorher eine Nachricht. Wenn er sie nur sehen könnte, glaubt Ragna, wenn er seine Hand auf ihren Bauch legen und sein Kind spüren könnte, dann würde er sich sicher anders entscheiden. Auf halber Strecke in die Provence geht Ragna das Geld aus. Sie trampt und steht mit dickem Bauch vor der Haustür des Jungen. Doch der ist abgehauen. Durchgedreht sei er, sagt der Mitbewohner, als Ragna ihren Besuch angekündigt hatte.

"Neun Monate habe ich mich gerechtfertigt“

Die junge Frau begreift, dass ihre Tochter ohne Vater wird aufwachsen müssen. Aber nicht ohne Familie. Alle versuchen, Ragna zu helfen. Ihre Mutter, die Schwester, die schon ein Kind hat, die Hebamme, die vor 21 Jahren Ragna auf die Welt geholt hat. Bei der Geburt sind die Schwester und eine Freundin dabei, sie zünden Kerzen an und legen Rosen­blätter aus. Ragna spricht mit ihrem Kind: „Jetzt kommst du zu mir. Wir beide schaf­fen das.“ Und die Hebamme sagt, Ragna, gut machst du das! Dann war die Tochter da. „Das war so ein Glück. Neun Monate habe ich gekämpft und mich rechtfertigen müssen, dass ich mein Kind bekomme – und auf einmal liegt es in meinem Arm.“

Ein Schild an der Wohnungstür verkündet: „Hier wohnen Ragna und Soraya.“ Die Kleine, inzwischen zwanzig Monate alt, zeigt ihre Stoffpuppe in der Wiege. Mit einem Wachsmalstift malt sie ihr einen großen grünen Mund. Dann legt sie die Puppe zurück in ihr Bett. „Puppe schlafen. Gute Nacht.“ Was Soraya spielt, ist Ragnas Leben.

Drei Jahre will sie ganz für ihre Tochter da sein, dann soll Soraya in den Kindergarten; Ragna will dann eine Aus­bildung anfangen. Chocolatière möchte sie werden.

Text: Franziska Weinmann

 

Die Babys der anderen

Bianca und Andreas, 39 und 36

Bianca: Kinder? Darüber haben wir zum ersten Mal gesprochen, als wir frisch zusammen waren. Erst mal nur im Scherz. Seit 2006 haben wir bewusst versucht, Kinder zu bekommen.

Andreas: Kurz vorher war Biancas Periode schon mal überfällig. Das hat sie mir an einem Samstagmorgen gesagt. Auf dem Weg zum Bäcker hatte ich ein Grinsen im Gesicht. Es hatte Klick gemacht: Kann sein, dass ich Vater werde – und ich will das auch.

Bianca: Fast zwei Jahre haben wir es versucht. Erst bin ich zur Ärztin. Dann hat es viel Überzeugungsarbeit gebraucht, bis Andreas zum Urologen gegangen ist.

"Sie werden kein Kind zeugen können"

Andreas: Wir besuchten Freunde, deren Baby in meinen Armen lag. Ein cooles Gefühl!, dachte ich. Am nächsten Morgen war der Termin beim Urologen. Er sagte nur: „Sie werden keine Möglichkeit haben, ein Kind zu zeugen.“ Das war’s. Er hat mich mit diesem Satz alleingelassen.

Bianca: Wir haben über Alternativen geredet, über eine Samenspende und Adoption.

Andreas: Aber es hat nie mehr so Klick gemacht wie damals auf Weg zum Bäcker. Kann ich einem nichtleiblichen Kind die Liebe entgegenbringen, die es verdient? Davor habe ich Angst.

Bianca: Über Pflegekinder denke ich manchmal noch nach. Die Tatsache, dass ich kein eigenes Kind zur Welt bringen werde, muss ich trotzdem in mein Leben integrieren. Wie andere Schicksalsschläge auch.

Andreas: Es ist ein täglicher Kampf. Ich habe mich anfangs sogar schlecht gefühlt, wenn Frauen in Filmen schwanger geworden sind.

Bianca: Das habe ich gemerkt. Wenn ich traurig bin, weil wieder  jemand schwanger geworden ist, zeige ich das nicht. Ich möchte Andreas nicht belasten, er soll sich nicht schuldig fühlen.

Andreas: Ich fühle mich verantwortlich.

Bianca: Das Tragische ist, dass es keine Kinder in unseren Familien gibt. Für meine Schwiegermutter war Andreas die einzige Hoffnung auf Enkelkinder. Ich weiß noch, was sie auf unserem Hochzeitsvideo gesagt hat: Sie würde sich wünschen, dass Andreas den nötigen Ehrgeiz entwickelt.

Andreas: Vor drei Jahren besuchte sie uns in München, da haben wir es ihr gesagt.

Bianca: Sie hofft immer noch, dass es eine Fehldiagnose ist.

Andreas: Ist es aber nicht, ich war bei drei verschiedenen Ärzten.

Bianca: Manchmal scheint es so, als ob alle um uns herum Kinder gekriegt haben. Sie heiraten, ein Jahr später ist das Kind da.

Andreas: Wenn mich Leute fragen, dann erzähle ich mittlerweile einfach, dass wir leider keine Kinder bekommen können.

Bianca: Ich kann nicht so tun, als wäre das kein Thema. Aber wir haben es geschafft, uns nie auf den Kinderwunsch zu fixieren. Hier eine Behandlung, da eine Behandlung – haben wir nie gemacht. Wir haben weiterhin Konzertkarten gekauft und Urlaube geplant, während andere dachten: „Geht das denn? Vielleicht sind wir dann ja schon schwanger.“

"Die Gefühle werden immer mal hochkommen – aber wir haben uns"

Andreas: Unsere engen Freunde wissen von unserer Situation. Und das Beste ist, wenn sie so sind wie früher. Bei unseren sehr guten Freunden in Bremen ist das so. Sie haben drei Kinder, da finden wir selten einen Termin. Aber wenn wir uns sehen, hat das ganz viel Qualität. Und zwischen den Zeilen schwingt mit: Lasst unsere Kinder noch ein bisschen größer werden, dann rocken wir wieder zusammen. Sie zeigen immer Aufmerksamkeit für unser Leben.

Bianca: In München kennen wir fast nur Kinderlose. Aber wir haben Nachbarn, die Kinder haben. Ihr Sohn spricht jetzt. Ein ganz freundlicher Junge, manchmal spielen wir im Garten.  

Andreas: Mit ihm werde ich nicht traurig. Liegt vielleicht daran, dass seine Eltern nicht wissen, warum wir keine Kinder haben. Wir hatten als Paar immer schon auch andere Inhalte. Wir lieben es zu verreisen, besonders nach England. Wir mögen Alternative Rockmusik, Konzerte, Treffen mit Freunden, Sport, Fußball. Die Gefühle werden immer mal hochkommen – aber wir haben uns . . .

Bianca: ...und fühlen uns trotzdem wie eine Familie.

Andreas: Wir sind ja zu zweieinhalbt: Wir haben einen 16 Jahre alten Kater. Der ist kein Kinderersatz, aber ein Familienmitglied.

Aufgezeichnet von: Nils Husmann

 

Bis eben Finanzchef einer Landeskirche. Jetzt Rentner. Und Opa.

Von meiner Tochter habe ich wenig mitbekommen. Als sie eins war, habe ich meine Dissertation fertiggestellt, und danach bin ich beruflich viel gereist. Jahrelang arbeitete ich täglich 16–18 Stunden, war unter der Woche in München oder unterwegs, während meine Familie, Frau und Tochter, in Nürnberg lebte. Meine Frau sagt, sie sei so etwas wie allein­erziehend gewesen. Das ist schon eigenartig, ich habe für eine Institution gearbeitet, die sich für die Förderung der Familie einsetzt, und für meine eigene habe ich mir viel weniger Zeit genommen.

Die Arbeit war mir sogar so wichtig, dass ich nach drei Herzstillständen 1999 und 2002 und einem Herzschrittmacher, den ich bekam, weitergemacht habe wie bislang. Jedes Mal, wenn ich kollabiert war, war zufällig mindestens ein Arzt 20 Meter entfernt von mir gestanden – ein Riesenglück. Vergangenen März brauchte ich einen neuen, stärkeren Herzschrittmacher. Meine Ärzte fragten: Wollen Sie wirklich Ihr Glück noch mal herausfordern?
Meine Frau meinte: Du hörst eh nicht auf zu arbeiten. Aber da war noch etwas in meinem Leben dazugekommen: Lilly, meine Enkeltochter.

"Ich will unbedingt mitbekommen, wie sie aufwächst"

Einmal, als Baby, ist sie auf meiner Brust eingeschlafen, auf meinem Herzen; das war so ein beglückendes Gefühl, so ein Urvertrauen! Die Kleine hat im harten Gestein gebohrt und eine Gefühlsblase geöffnet, so könnte man es beschreiben. Sie wird bald zwei, und ich will unbedingt mitbekommen, wie sie aufwächst, überhaupt meine Familie erleben. Der Gesundheit wegen entschied ich mich, zwei Jahre früher in Rente zu gehen. Seit dem 1. Oktober bin ich zu Hause. Meine Ehrenämter und kirchlichen Wahlämter führe ich erst mal weiter.

Nun kann ich häufiger Lilly erleben. Meine Tochter und ihr Mann haben viel zu tun, da springen alle Großeltern mal ein. Lilly und ich spielen dann im Garten, sie liebt es zu schaukeln. Oder wir schauen dieses Bauernhofbuch an, wieder und ­wieder, und ich erfinde Geschichten, was da gerade passiert mit Familie Hase.

Mein eigener Großvater war ein strenger Mann, saß oft im Ohrensessel, rauchte Zigarre; er hatte etwas sehr Patriarchalisches an sich. So möchte ich nicht sein. Mein Vorbild ist mein Schwiegervater, er war so liebevoll, hatte ­immer Zeit für meine Tochter, ein warmes Raubein.

Im Sommer war ich einen Tag lang mit Lilly im Freibad – ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt im Freibad gewesen wäre –, und sie hat die Wassertropfen auf ihrer Haut bewundert. Früher hätte ich in dieser Zeit etwas sehr Wichtiges gearbeitet. Und so fragte ich, der bislang eher Funktio­nalist war, mich in diesem Moment schon kurz, was die Welt wohl von diesen Wassertropfen hat. Aber für Lilly ist es die Welt, und so ist es gut. Durch sie spüre ich, was ich bei meiner Tochter vielleicht verpasst habe.

"Zeit ist unwichtig geworden"

Es ist nicht so, dass ich es bereuen würde, ich hatte ja etwas anderes, beruflichen Erfolg, Ansehen. Meine Tagesabläufe ­waren effizient durchorganisiert. Jetzt sitze ich einfach daneben, wenn mein Enkelkind schläft, und schaue es an. Zeit ist unwichtig geworden.

Demnächst habe ich Lilly den ganzen Freitag bei mir, meine Frau arbeitet ja noch. Natürlich versuche ich, Pläne zu machen – aber am Ende ergibt sich doch alles von selbst, Lilly wird mir schon zeigen, was sie spielen möchte. Vielleicht besuchen wir den Spielplatz, sie rutscht auch gerne. Und Samstag gehen wir in den Zirkus.

Bald werde ich die alte Krippenlandschaft wieder aufbauen, die ich für meine Tochter angelegt hatte. Steine und Moos, eine Hütte, ein See mit Enten, Hirten und Könige, das Christkind in der Krippe. Im Januar zieht ­Lilly mit ihren Eltern von München nach Stuttgart. Sicher werde ich öfter spontan hinfahren und die Kleine besuchen. Meine Frau wird denken, ach, hat der’s gut.

Neulich fragte sie mich, wie ich das eigentlich fände, beruflich nicht mehr wichtig zu sein. Alles hat seine Zeit, sagte ich. Weitermachen wie bisher ging nicht mehr; und die Arbeit langsamer, quasi nur noch halb zu machen, konnte ich mir nicht vorstellen. Da bin ich lieber häufiger ein Herzblutopa.

Aufgezeichnet von: Mareike Fallet

Lesermeinungen

Über den letzten Titel – Dezember - habe ich mich sehr geärgert. Die Bemühungen von Frauen und Familien für ihr Leben mit einem Kind bei einer ungeplanten Schwangerschaft mit dem nur noch als Kitsch wahrnehmbaren Weihnachtslied „Ihr Kinderlein kommet“  zu überschreiben hinterlässt einen  ganz schalen Geschmackseindruck.
Die werdenden Mütter,  aber auch die Großmütter, die Geschwisterkinder und die gesamten Familienverbände stellen sich einer schwierigen Situation. Wir sind noch lange keine kinderfreundliche Gesellschaft. Es kann schief gehen, Geburten sind nicht risikofrei. Der mit Kindern verbundene enorme Autonomieverlust muss verarbeitet werden. Kinder sind ein Geschenk, eine riesige Chance - und eine Verantwortung, die durchaus tief verunsichern und Grenzen aufzeigen  kann. Im Artikel kommt dies wenigstens ansatzweise zur Geltung. Das ästhetisch anachronistische Weihnachtslied  zieht jedoch alles ins Süßlich-Läppische. Der Titel ist aus meiner Sicht ein Missgriff.

 - nur ein schwules, lesbisches oder gar ein Paar mit einem transidenten Partner/einer transidenten Partnerin gab es nicht. Hat für diesen Teil der Realität die Toleranz - oder der Horizont - dann doch nicht gereicht?

Schade, Chrismon

Hallo an die Redaktion,
wahrscheinlich haben Sie die befragten Eltern ziellos ausgesucht um so einen Gesamtüberblick zu geben.Abgesehen davon,daß Sie gleichgeschlechtliche Eltern "außen vor" lassen hat mich persönlich der Bericht über die Eltern von Zwillingen wütend gemacht!
Wo ist da bitte die Ausnahmesituation? Weil eins immer schreit? Hallo?????
Unsere Zwillinge kamen 1996 3 Monate zu früh in Italien auf die Welt,lagen Wochen auf der Frühchen-Intensiv- und Monate auf der normalen Frühchenstation.Eine musste an beiden Augen operiert werden, sieht mit Brille 60%, aber sie sieht! Die andere musste sich einer Gehirn-OP unterziehen, sie ist 100% schwerstbehindert,Cerebralparese,Epilepsie, angeborene Skoliose, bereits 5x operiert.
Dank ab dem 3.Lebensmonat von MIR praktiziertem KG nach Vojta (3x pro Tag bei JEDEM Kind plus wöchentl.Kontrolle beim Therapeuten) konnte ich Einiges an Behinderung auffangen,vor allem die Spastik wird lediglich vom geschulten Auge bemerkt.Ich deswegen, weil mein Mann beruflich oft Wochen nicht anwesend sein konnte, er ist Dirigent und als Künstler muss man annehmen, was "reinkommt".
Die Sehbehinderte besucht ein Regelgymnasium und ist (leider) hochbegabt,sehr anstrengend!, kann aber dank dieser Begabung Vieles kompensieren.2014 macht sie Abitur und will dann Mathe und Philosophie studieren.
Die andere ist nach 2 gescheiterten Inklusionsbemühungen inzwischen auf einer Schule für Körperbehinderte und macht dieses Jahr verspätet den Hauptschulabschluss. Was für einen Beruf sie ergreifen wird/kann, ist noch unklar, Tatsache aber bleibt, sie wird nur betreut leben können.
Meinen Beruf als Musiktheater-Regisseurin habe ich mittlerweile aufgeben müssen.Die ständigen OPs, Diskussionen mit Lehrern, Krankenkasse und Rentenkasse wegen Kur oder Reha sowie mit Ämtern machen mürbe und der inzwischen eingetretene eigene Kampf mit den Wechseljahren verbessert die Situation keineswegs.
Aber in den ersten schweren Monaten während des Klinikaufenthaltes der babys habe ich zu meiner inneren Stärke gefunden, man wächst tatsächlich an seinen Aufgaben.
Ein Priester wollte damals die Mädchen nottaufen, wir haben uns dagegen entschieden, es wäre uns wie Aufgeben vorgekommen, aber wir wussten, daß Gott beiden die nötige Kraft zum überleben und mit Behinderung zu leben mitgegeben hatte. Und ja, es ist oft schwer, immer wieder, für alle Beteiligten und es fließen immer wieder Tränen der Wut, Trauer, Hilflosigkeit.
Ich nehme die Außnahmesituation inzwischen nicht mehr wahr, es ist für mich Normalität.
Außenstehende sehen dies anders, aber Außenstehenden scheint ja schon "eines schreit immer und die vielen Windeln" außzureichen um darüber Artikel zu verfassen.
Ich hoffe dieser Beitrag regt etwas zum nachdenken an.

Mit freundlichen Grüßen
Katja Drewanz

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